Peter Hase Australien, Grossbritannien, USA 2018 – 95min.

Peter Hase

Filmkritik

Sein Name ist Hase, er weiß alles besser

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Die Geschichte von Peter Hase, die von Beatrix Potter Anfang des letzten Jahrhunderts ersonnen wurde, gehört zu den beliebtesten Kinderbüchern überhaupt. Schon mehrfach wurde die Hasengeschichte für das Fernsehen umgesetzt, nun gibt es jedoch einen geradezu prächtigen Live-Action-Film, bei dem Peter und Co. in Form fotorealistischer Computeranimationen zum Leben erwachen.

Peter Hase schleicht sich gerne in den Garten des alten McGregors, um dessen Gemüse zu stehlen. McGregor wiederum versucht, mit dem Hasen ebenso wie mit dessen Vater kurzen Prozess zu machen, bis es den alten Griesgram dahinrafft. Das Haus wird von seinem Großneffen Tom (Domhnall Gleeson) übernommen, der es eigentlich verkaufen will, sich dann aber in die Nachbarin Bea (Rose Byrne) verliebt. Dumm nur, dass Peter Hase nicht vorhat, Bea, die für ihn eine Art Mutterersatz ist, zu teilen. Entsprechend hecken seine Familie und er Pläne aus, wie man Tom loswerden kann. Der wiederum antwortet nicht minder rabiat, so dass ein Krieg im Gemüsebeet bevorsteht.

So glaubwürdig wie hier wurden Live-Action und Animation noch nie verbunden, was umso beeindruckender ist, da man anders als etwa bei den Schlümpfen reale Tiere animieren musste, die in jeder Sekunde glaubwürdig aussehen. Das ist die ganz große Stärke von Peter Rabbit, wobei es hier sicherlich nicht auf die technische Perfektion ankommt, anhand derer man den Film bewerten muss. Nein, es ist vielmehr die zeitlos schöne Geschichte, die ins Hier und Jetzt verlagert wurde, gerade aber mit den anthropomorphen Tieren in ihren etwas altmodischen Kleidern etwas herrlich Anachronistisches hat. Wenn man akzeptiert, dass Hasen Jacken tragen, dann ist es auch in Ordnung, wenn diese schon etwas aus der Mode gekommen sind.

Der Film hat sehr viel Herz. Er strahlt von der ersten bis zur letzten Minute pures Gefühl aus, kombiniert mit sehr warmem Humor, aber auch ein paar Gags, die mehr in Richtung Slapstick gehen, was sich aus dem Konflikt zwischen Peter und Tom ergibt. Die Animation ist dabei einfach wunderschön, der Film selbst im besten Sinne vergnüglich.

Die Geschichte selbst ist natürlich nichts, was besonders originell wäre. Am Ausgang kann gar kein Zweifel herrschen, aber das nimmt der Film sogar selbst sympathisch auf die Schippe, wenn die Reise am Ende auf die Highlights reduziert werden, während der Off-Kommentar erklärt, dass wir doch eh alle wissen, wie es ausgeht. Das ist ausgesprochen charmant gelöst und stimmt auf ein Ende ein, nachdem man eigentlich nur eines will: Peter Rabbit noch einmal sehen.

21.03.2018

4

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Kommentare

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filmmann

vor 13 Tagen

Witzig.


güx

vor einem Monat

Total herziger Film, sehr aufwändig gemacht. Leider scheint es aber auch hier nicht ohne Brutalität und Action zu gehen, was ich sehr schade und v.a. unnötig fand. Ansonsten: zauberhaft.


Patrick

vor 3 Monaten

Zur Weihnachtszeit 2017 verzauberte der Bär Paddington die Kinosäle zur Osterzeit 2018 sind es der Hase:Peter Hase und seine Freunde,und beide Filme spielen sich in London/England ab.Die Hasen&die anderen Tierchen sind Perfekt&Liebevoll Animiert.Die Story kommt Liebevoll und Temporeich daher und geht ans Herz,für Kleinkinder ist die Story/Film eventuell zu komplex.Ich gebe Peter Hase 4.1/2 Rüben von 5.


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