Men in Black 3 USA 2012 – 120min.

Men in Black 3

Filmkritik

Zurück in die Zukunft

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

In den letzten zehn Jahren haben die Men in Black zahllose Male die Welt gerettet. Muss man zumindest annehmen: Irgendwas müssen sie ja in ihrer Kino-Abwesenheit getan haben. Nach endlosen Schwierigkeiten und Budget-Überschreitungen ist Men in Black 3 nun da. Das Warten hat sich gelohnt.

Ein Außerirdischer, den Agent K (Tommy Lee Jones) vor mehr als 40 Jahren verhaftet hat, flieht aus dem Mondgefängnis. Er giert nach Rache - und zwar nicht heute, sondern vor seiner Inhaftierung. Mit einer Zeitmaschine reist er ins Jahr 1969 zurück, tötet dort K und ebnet damit in der Gegenwart einer Invasionsflotte den Weg. Als Agent J (Will Smith) erkennt, was passiert ist, muss er in die Vergangenheit zurückkehren, um nicht nur seinen Partner (Josh Brolin) zu retten, sondern auch das Ende der Welt zu verhindern.

Tommy Lee Jones wollte kürzer treten, auch deswegen war eine Story notwendig, die in die Vergangenheit führt, damit ein anderer Schauspieler die jüngere Ausgabe von Agent K spielen kann. Was problematisch sein könnte, erweist sich als eine der Stärken des Films. Denn Josh Brolin hat Jones dermassen exakt kopiert, dass man tatsächlich glaubt, die beiden Männer seien ein und dieselbe Person.

Mit ihrem Zusammenspiel lassen Smith und Brolin vergessen, dass der Plot von Men in Black 3 eigentlich eher mager ausgefallen ist. Der Plan des Schurken ist alles andere als elaboriert, die Vereitelung durch die Agenten verläuft recht geradlinig und ohne größere Komplikationen. Logiklöcher sollte man gar nicht erst stopfen wollen. Aber das muss man auch nicht, denn Regisseur Barry Sonnenfeld hat Men in Black 3 als schlank-rasantes Abenteuer inszeniert. Der Film besitzt kein Gramm Fett zu viel, jede Szene dient dem Vorantreiben des Plots. Und der wirklich schöne emotionale Moment am Ende spannt den Bogen gekonnt zum ersten Film zurück, da wurde der Trilogie ein würdiger Schlusspunkt gesetzt.

Men in Black 3 ist ganz und gar auf Will Smith und Josh Brolin zugeschnitten. Das übrige Ensemble tritt so sehr in den Hintergrund, dass Emma Thompson und Alice Eve fast verschwendet sind. Macht aber alles nichts: Men in Black 3 ist flott erzähltes Sommerkino ohne Haken und Ösen. Kein Kunstwerk für die Ewigkeit, aber im Rahmen Hollywood'scher Blockbuster-Mentalität gut gemachte Unterhaltung mit hohem Spaß-Faktor.

27.07.2012

4

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Kommentare

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Barbarum

vor 4 Jahren

Unterhaltsam.


MrsStraciatella

vor 6 Jahren

Wie MiB I & II war auch Teil III sehr unterhaltsam. Die Szene am Schluss der Zeitreise, wo K den kleinen J mitnimmt ist sehr rührend. Und Griffith ist ultra süüüüs; D


Pimpollo85

vor 6 Jahren

Ein wenig komisch das Lee so Jung ist. sehr unterhalsam


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