Artikel23. Februar 2018

Übung macht den Meister: 7 Schauspieler, die für einen Film an ihre Grenzen gingen

Übung macht den Meister: 7 Schauspieler, die für einen Film an ihre Grenzen gingen
© Ascot Elite

Die Australierin Margot Robbie konnte sich schon häufig von ihrer sportlichen Seite zeigen: Zuletzt wagte sie sich für «I, Tonya» aufs Eis und perfektionierte während eines 4-monatigen Trainings ihre Eislaufkünste. Sie ist aber bei weitem nicht die Einzige, die sich für eine Rolle schon äusserst spezielle Fähigkeiten angeeignet hat.

1. Channing Tatum in «Hail, Caesar!» (2016)

Channing Tatum hatte vor dem Dreh für «Hail, Caesar!» schon reichlich Tanzerfahrung, doch auf diesem Set wagte er sich auf ganz neues Terrain. © Universal Pictures Switzerland

Die oscarprämierten Coen-Brüder nahmen vor den Dreharbeiten zu Hail, Caesar! fälschlicherweise an, dass Channing Tatum stepptanzen könne. Nach dem Tanzfilm «Step up» war dieser Verdacht durchaus berechtigt. Doch die beiden Regisseure hatten sich in ihrer Vermutung getäuscht. Kein Problem für Channing Tatum: Er nahm die Herausforderung an und verbrachte 3 Monate damit, Stepptanz für eine knapp 6-minütige Szene einzustudieren und zu perfektionieren, um in der Rolle des selbstverliebten Schauspielers Burt Gurney schliesslich zu wirken, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan.

2. Robert Downey Jr. in «Chaplin» (1992)

Mit Herzblut bei der Sache: Robert Downey Jr. sorgte für eine brillante Hommage an Charlie Chaplin. © Alpha

Obwohl Robert Downey Jr. als Iron Man in Filmen wie «Marvel's The Avengers» über beneidenswerte Superkräfte verfügt, ist es vor allem auch sein Engagement für eine sehr viel kleinere Produktion, die das Publikum in Staunen versetzt. Für seine Rolle als Charlie Chaplin musste der versierte Schauspieler nämlich lernen, Geige zu spielen. Und das ist noch nicht alles: Zusätzlich zur Weiterbildung im musikalischen Bereich sollte sich Downey Jr. auch auf dem Tennisplatz beweisen. Den Umgang mit dem Racket lernte der Rechtshänder dann zwar nicht sinnbildlich aber buchstäblich mit links. Nachdem er Chaplin auf einer Filmaufnahme mit links hatte spielen sehen, bestand er darauf, das Tennisspiel mit seiner schwächeren Hand einzuüben – obwohl ihn alle davon abhalten wollten.

3. Olivia Munn in «X-Men: Apocalypse» (2016)

Macht keine halben Sachen und nimmt es mit Comic-Vorlagen sehr genau: Olivia Munn. © 20th Century Fox Switzerland

«Übung macht den Meister» – von dieser Phrase könnte Olivia Munn ein Liedchen singen, denn die Schauspielerin nahm zur Vorbereitung für den Marvel-Streifen «X-Men: Apocalypse» ein erstaunliches Training auf sich. Ganze 6 bis 7 Stunden verbrachte sie in einem mehrmonatigen Training täglich damit, die Kunst des Schwertkampfes zu erlernen, um als Mutantin Psylocke eine gute Figur machen zu können. Kein Wunder, dass diese Vorbereitung ihr persönlich ausserordentlich wichtig war: Die Schauspielerin macht nämlich nicht nur als Mutantin auf Grossleinwand von sich reden, sondern ist auch längst als eingefleischter Comic-Fan, der einen grossen Wert auf Authentizität legt, bekannt.

4. Adrien Brody in «Der Pianist» (2002)

Der Perfektionist Adrien Brody treibt Method-Acting für «Der Pianist» auf die Spitze. © Focus Features

Für seine Rolle als jüdischer Pianist und Komponist klassischer Musik im Holocaust-Drama «Der Pianist» musste Adrien Brody lernen, Klavier zu spielen. Der Amerikaner wollte aber nicht nur die nötigen Grundlagen erlernen, sondern trieb seine Vorbereitung ganz nach dem Motto alles oder gar nichts auf die Spitze: Er gab seine Wohnung auf, verkaufte sein Auto, verzichtete auf den Gebrauch seines Mobiltelefons, packte zwei Taschen sowie sein Keyboard und ging nach Europa, um dort für den Film üben zu können. Seine Bemühungen sollten im Jahr 2003 schliesslich mit Erfolg gekrönt werden: Der damals 29-Jährige wurde mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt und ist damit bis heute der jüngste Schauspieler, dessen Leistung jemals mit einem der begehrten Goldmännchen ausgezeichnet worden ist.

Umfrage 13

Bald schon könnte Timothée Chalamet Adrien Brody den Rang als jüngster bester Hauptdarsteller ablaufen. Wer hätte den Oscar als bester Hauptdarsteller eurer Meinung nach am meisten verdient?

5. Natalie Portman in «Black Swan» (2010)

Nicht ihr einziges Opfer: Die ohnehin schon zierliche Natalie Portman nahm für ihre Rolle als Primaballerina fast 10 Kilos ab. © 20th Century Fox Switzerland

Natalie Portman verkörperte im Psychothriller «Black Swan» die grazile Ballerina Nina Sayers und ging für die Rolle an ihre physischen Grenzen. Im Rahmen von 6 Monaten verbrachte sie 6 Tage pro Woche damit, nicht weniger als 5 Stunden Ballett zu üben, schwamm an diesen Tagen jeweils über einen Kilometer, liess ein intensives Kraftsporttraining über sich ergehen und jonglierte nebenbei weitere Projekte, in die sie involviert war. Obwohl die ambitionierte Schauspielerin schon als Kind in den Genuss von Ballettlektionen kommen konnte, musste sie für die Tanzszenen im Film ein vollkommen anderes Level erreichen. Wie der ihr verliehene Oscar als beste Hauptdarstellerin beweist, hat sich die Extrameile, die Portman dafür ging, aber absolut ausgezahlt.

6. Daniel Day-Lewis in «Der letzte Mohikaner» (1992)

Aller guten Dinge sind drei – Daniel Day-Lewis' Method-Acting brachte dem Schauspieler 3 Oscars ein. © 20th Century Fox

Daniel Day-Lewis ist bekannt für seinen ausgeprägten Hang zum Method-Acting und extreme Hingabe für jede einzelne seiner Rollen. Nicht umsonst ist der Schauspieler gleich dreifach mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Im Verlauf seiner Karriere hat er sich durch seine einzigartigen Vorbereitungsweisen für Filme schon so einige erstaunliche Fähigkeiten angeeignet. So übte er sich im Vorfeld zu «Der letzte Mohikaner» im Überleben in der Wildnis und erlernte durch seine exteme Form der Vorbereitung nicht nur das Jagen, sondern sogar die Spurensuche und das Häuten von Tieren.

7. Margot Robbie in «Suicide Squad» (2016)

Multitalent Margot Robbie eignete sich für ihre Rollen schon zahlreiche neue Fähigkeiten an. © Warner Brothers Switzerland

Um sich auf die Rolle von Harley Quinn in «Suicide Squad» vorzubereiten, unterzog sich Margot Robbie einem sechsmonatigen Training, welches sich aus Waffentraining und Gymnastik zusammensetzte. Zudem lernte sie für die Szene, in welcher Harley und der Joker in einem Auto ins Wasser stürzen, über fünf Minuten lang den Atem anzuhalten – obwohl nur eine Minute von ihr verlangt gewesen wäre. Fun Fact: Der Tauchspezialist Kirk Krack unterrichtete Robbie im Luftanhalten. Kein unbekannter Name, denn er war es auch, der Tom Cruise in «Mission: Impossible – Rogue Nation» über 6 Minuten lang den Atem anhalten liess.

Mit dem Eiskunstlauf gesellt sich seit neuestem eine weitere beeindruckende Fähigkeit zu den zahlreichen Talenten der Australierin. Ihr Können auf dem Eis kann aktuell im Film «I, Tonya» im Kino bewundert werden.

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