Die unglaublichen Abenteuer der Bella USA 2019 – 91min.

Die unglaublichen Abenteuer der Bella

Filmkritik

Ein Hund will nach Hause

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Schriftsteller W. Bruce Cameron hat sich als Experte für Hundegeschichten erwiesen. Schon A Dog’s Purpose war als Roman, aber auch in der Verfilmung sehr erfolgreich. Bei A Dog’s Way Home dürfte es sich nicht anders verhalten. Was seine Geschichten von denen vieler anderer Autoren abhebt – und das spiegelt sich auch in den Filmen wieder – ist der Umstand, dass die Hunde die Hauptfiguren sind und man ihren Gedankengängen lauschen kann.

Lucas findet einen Welpen und nimmt ihn mit nach Hause, weil er weiß, dass ein Hund auch seiner Mutter, einer depressiven Veteranin, helfen kann. Bella lebt sich gut ein und liebt ihre Familie, doch da die Behörden in ihr lediglich einen gefährlichen Pitbull sehen, soll der Hund der Familie weggenommen werden. Man plant darum, außerhalb des Bezirks zu ziehen, wo Pitbulls nicht verboten sind. Doch derweil soll Bella im mehrere hundert Meilen entfernten Heim von Freunden bleiben. Die Hündin will jedoch unbedingt zu ihrer Familie zurück und reißt aus. Sie begibt sich auf eine lange Reise voller Abenteuer.

Der von Charles Martin Smith inszenierte Film ist ein schönes Stück rührseliger, aber wunderbar anzusehender Familienunterhaltung, die auf ihre Art und Weise sehr klassisch anmutet. Filme wie diese, die die Reise eines Tieres zeigen, hat man im Lauf der Jahre immer wieder gesehen. Sie laufen im Grunde auch nach einem immer gleichen Schema ab, sie funktionieren aber – zumindest dann, wenn man Hunden etwas abgewinnen kann. Ist das der Fall, dann ist auch A Dog’s Way Home gefühlvolle Unterhaltung, die vor grandioser Naturkulisse spielt.

Denn Bellas Reise dauert lange. In all der Zeit lernt sie andere Tiere und Menschen kennen. An vielen Orten hätte sie ein neues, schönes Leben haben können, aber sie ist Lucas‘ Hund und will unbedingt zu ihm zurück.

Der Film funktioniert auch so gut, weil er es schafft, in die Gefühls- und Erlebniswelt des Hundes vorzudringen. Anders als bei A Dog’s Purpose sind die Gedanken des Hundes hier aber simpler gestaltet. Gerade das macht sie glaubwürdig. Dann, wenn Bella Namen für ihre Spiele mit Lucas findet oder einfach alles für ein Spiel hält, ob es das nun ist oder nicht – so zum Beispiel Zerbeiß-nicht-die-Schuhe.

Natürlich gibt es auch Bedrohungen, die sind aber derart, dass man zwar mitfiebern kann, aber nie daran zweifeln muss, dass es ein Happy End geben wird. Sicherlich ist dies ein sehr vorhersehbarer Film, der nichts grundsätzlich Neues bieten kann oder will, aber er ist einfach schön. Familienunterhaltung der simplen Art, bei der man schon ein Stein sein müsste, wenn einen diese Geschichte nicht berühren würde.

22.01.2019

4

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Kommentare

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nick74

vor 27 Tagen

Naja, zu viel Märchen und zu viel Animation, hätte man viel besser machen können. Der Schluss ist herzzerreissend aber leider keine schauspielerische Höchstleistung (Ausnahme Hund), daher nur 3 Sterne.


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