Ocean's 8 USA 2018 – 100min.

Ocean's 8

Filmkritik

Spektakulärer Raubzug

Björn Schneider
Filmkritik: Björn Schneider

Das mit viel Schauspiel-Prominenz besetzte Spin-off der Ocean's-Trilogie glänzt mit seinen blendend aufgelegten Darstellern und einer gehörigen Portion Selbstironie. Inhaltlich und dramaturgisch geht der Film aber zu sehr auf Nummer sicher.

Nach fünf Jahren Zuchthaus ist Debbie Ocean (Sandra Bullock) wieder auf freiem Fuss. Schon kurze Zeit nach ihrer Entlassung beginnt sie damit, ein Team aus Meisterdiebinnen zusammenzustellen. Denn der Schwester von Danny Ocean (George Clooney) schwebt für ihren nächsten Coup ein ganz besonderes Ziel vor: die Met Gala in New York, eine der exquisitesten Partys des Jahres. Dort will sie der Schauspielerin Daphne Kluger (Anne Hathaway) eine Halskette stehlen. Wert: 150 Millionen Dollar. Debbie zur Seite stehen unter anderem ihre Komplizin Lou Miller (Cate Blanchett), die Hehler-Expertin Tammy (Sarah Paulson), Hackerin Nine Ball (Rihanna) und Modedesignerin Rose (Helena Bonham Carter).

Ocean’s 8 knüpft an die immens erfolgreiche Heist-Trilogie um Danny Ocean und seine Bande an, die ihre kriminelle Energie in drei Filmen ausleben konnte. Regisseur Gary Ross will mit dem Reboot ein neues, auf weibliche Figuren ausgerichtetes Franchise etablieren. Seinen bisher grössten Erfolg feierte er mit Die Tribute von Panem (2011). Ursprünglich sollte auch Jennifer Lawrence in Ocean’s 8 mitspielen, musste wegen eines anderen Projekts aber absagen.

Ocean’s 8 lebt ganz vom dynamischen, wirkungsvollen Zusammenspiel seiner smarten, charmanten Hauptdarstellerinnen. Die passende Besetzung erweist sich insgesamt als grösster Glücksgriff, denn: Die Chemie zwischen den Figuren stimmt jederzeit. Besonders zwischen Sandra Bullock und Cate Blanchett, deren Figur Lou Miller mindestens ebenso durchtrieben und clever ist wie die Chefin der Bande. Wie sie sich zum Beispiel in einer Restaurantszene gegenseitig die Bälle zuspielen, ist (im wahrsten Sinne) köstlich.

Ebenso leidenschaftlich agiert Anne Hathaway. Mit unnachahmlicher Spielfreude und einem ausserordentlichen Gespür für Selbstironie und Timing, gibt sie die blasierte, oberflächliche Film-Diva. Ihre Figur ist im letzten Drittel auch für einen gelungenen und – weitestgehend – überraschenden Twist verantwortlich. Abgesehen davon jedoch verläuft der Film weitestgehend nach altbekanntem Heist-Muster (Zusammenstellen der Crew, Planung, Durchführung) und bietet inhaltlich sowie dramaturgisch wenig Neues.

Denn selbst wenn sich zum Beispiel die Durchführung des Diebstahls selbst als unterhaltsam und recht kurzweilig erweist, wäre ein wenig mehr Mut bei dessen Ausgestaltung wünschenswert gewesen. Hier fehlt das Überraschungsmoment. Schade ist zudem, dass der Film mit Debbie’s Ex-Lover Claude (Richard Armitage) über einen harmlosen, eindimensionalen Gegenspieler verfügt.

18.06.2018

3

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Kommentare

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elelcoolr

vor 3 Monaten

Ich habe seichte, unterhaltsame Kost mit einem tollen Cast erwartet und am Ende auch genau das bekommen.


alexs-77

vor 3 Monaten

Ein schrecklicher Film. Die Story öde. Nur Schauspielerinnen und wenn Männer da auftreten, werden sie als blöde dargestellt. Musik auch nicht gut. Viel zu wenig Action, kein Humor, kein Sex, kein Tiefgang, kein gar nichts.

Ernstgemeinter Ratschlag: Schaut euch lieber an, wie Gras wächst. Das macht mehr Spass.Mehr anzeigen


tuvock

vor 4 Monaten Spoiler

Fortsetzungen sind so mein Ding, oder doch nicht? Hm ich weiß nicht, ich fiebere schon auf den 4. Avengers Film, mal sehen wie der wird und der 9. Star war's Film.

Nun haben wir hier Ocean’s 8, naja super Idee, die Schwester von Danny Ocean der verstorben ist, macht ein krummes Ding.

Ich denke dass der 70 Millionen US $ teure 110 Minuten lange Film, der nur 190 Mille weltweit eingespielt hat, deswegen nicht so gut war, weil das Drehbuch ein bisschen gehakt hat.

Die Vorgängerfilme sind von 450 auf 362 und 311 Millionen US $ weltweites Einspielergebnis auch runtergerasselt, bei höherem Budget weil höhere Gagen. Egal, der Film ist nicht so gut wie ich mir dachte.
Die Idee ist tja einfach. Danny Oceans Schwester Debbie Ocean versammelt eine Gruppe kriminell veranlagter Frauen, um einen finanziell aussichtsreichen Raubzug auf der alljährlichen starbesetzten Met Gala in New York durchzuziehen. Ihr erster Schritt ist die perfekte Crew dafür zu finden: Lou, Rose, Daphne Kluger, Nine Ball, Tammy, Amita und Constance.

Sie überreden den Met-Stargast Daphne Kluger, sich bei Cartier ein Collier im Wert von 150 Millionen Dollar zu leihen und stehlen dieses sowie noch weitere Schmuckstücke. Der Versicherungsdetektiv kommt ihnen – obwohl mit der Ocean-Familie bekannt – nicht auf die Schliche.

Der Cast sehr gut:

• Sandra Bullock: Debbie Ocean
• Cate Blanchett: Lou
• Anne Hathaway: Daphne Kluger
• Mindy Kaling: Amita
• Sarah Paulson: Tammy
• Awkwafina: Constance
• Rihanna: Nine Ball
• Helena Bonham Carter: Rose
• Richard Armitage: Claude Becker
• James Corden: John Frazier
• Dakota Fanning: Penelope Stern
• Elliott Gould: Reuben Tishkoff
• Qin Shaobo: Yen

Ich denke mir wie kann eine 54 Jährige Frau so katastrophal gut aussehen wirklich, meine Güte, sie ist sowieso meine Lieblingsschauspielerin nach Elisabeth Taylor und Yvonne deCarlo und einigen anderen. Dass die Idee auf dem 1960 er Film „Frankie und seine Spießgesellen“ basiert, das kam mir erst nachher in den Sinn.

Da war der Cast noch cooler:

• Frank Sinatra: Danny (dt. Frankie) Ocean
• Dean Martin: Sam Harmon
• Sammy Davis Jr.: Josh Howard
• Peter Lawford: Jimmy Foster
• Angie Dickinson: Beatrice Ocean
• Richard Conte: Anthony Raymond „Tony“ Bergdorf
• Cesar Romero: Duke Santos
• Patrice Wymore: Adele Ekstrom
• Joey Bishop: „Mushy“ O’Connors
• Akim Tamiroff: Spyros Acebos
• Henry Silva: Roger Corneal
• Ilka Chase: Mrs. Restes
• Buddy Lester: Vince Massler
• George Raft: Casinobesitzer
• Shirley MacLaine: Betrunkene vor dem Casino

So und jetzt fassen wir kurz zusammen. Früher waren Filme da die wirklich irre gut waren, mit so was von guten Darstellern, die einfach nur gut waren, und heute? Ich verstehe nicht wieso man heute keine guten Darsteller mehr vor die Linse bekommt, so richtig mehrere alle zusammen aber das wird wohl nicht möglich sein weil die das nicht mehr machen oder?

Das alte, das Original war natürlich besser in vieler Hinsicht, noch dazu weil einen Sinatra, einen Martin einen Sammy und einen Lawford einfach niemand ersetzen kann, eine Shirley sowieso nicht. Und ich verstehe auch nicht wieso das jetzt nicht mehr so ist. Also viele gute Darsteller wo jeder eine gute Rolle hat und nicht so einfach austauschbar ist wie in dem Film, ok, Blanchett und Bullock sind gut, die andere, naja, Rihanna als Hackerin, also bitte, die sieht nicht so aus, und ist zu Sängerin Bekannt, und ich muss sagen ich mag sie nicht sonderlich weil sie einfach nicht so passt, ich weiß nicht. Außerdem ist sie keine gute Darstellerin, finde ich persönlich, dafür hat sie mit 30 schon 250 Millionen Tonträger verkauft, naja eine richtig gute Sängerin ist sie auf alle Fälle, aus Barbados ist sie, mehr will ich gar nicht wissen von ihr.

Über meine Favoritin Sandra sage ich nichts sonst müsste ich ein 10 Seiten Pamphlet schreiben, ich mag die Frau einfach und erzähle auch meine Freundin dass sie die einzige ist die ich sofort heiraten würde nur weil sie Sandra ist.

Übrigens, Jennifer Lawrence hat im Film abgesagt weil sie sich schon in einem Dreh befunden hatte von einem Film. Ach ja, die Mutter von Sandra im Film hieß Helga Mayer, das sah man am Ende vom Film, kurz halt. Auch interessant. Nun ja, ich hätte den Film etwas spannender haben wollen, mir war er zu lasch muss ich ehrlich gesagt sagen. Anne Hathaway spielt wie immer gut und gekonnt, die ist nicht nur hübsch sondern ist auch eine talentierte Schauspielerin allerdings hat sie auch nur 5 Gesichtsausdrücke oder 4?

Der Film ist meiner Meinung nach einfach zu glatt inszeniert, er lässt eindeutig viele gewagte Wendungen vermissen, er ist zu aalglatt würde ich sagen, er hat keine direkte Spannung, lässt den roten Faden einige Male aus dem Auge, aber es kommt ein tolles Ende. Ich hätte dem Film mehr Verve gewünscht aber das ist nicht der Fall gewesen. Viel zu, wie soll ich sagen? Zu wenig ambitioniert ist der Film.

Ich finde Armitage im Film auch gut, meiner Freundin gefällt er so gut und er hat wirklich ein schönes Gesicht, er hat zu wenig Screentime meiner Meinung nach und ich überlege mir dann nach dem Film, wo bitte haben die so viel Geld her für Diamanten, während die halbe Welt oder mehr sogar noch hungert und dürstet.

Ich frage mich woher die diese Technischen Spielereien haben und ob das möglich ist was man da gesehen hat. Angeblich haben die auch eine Szene mit Matt Damon gedreht die raus geschnitten wurde. Irgendwas fehlt mir am Film aber das macht nichts, er ist so auch nett geworden aber die Vorigen 3 Filme haben mir besser gefallen muss ich sagen. Im Großen und Ganzen ein netter Film der Spannung vermissen lässt zu wenig Thrill hat und dafür gute Darstellerinnen hat, sonst ja ein bisschen unglaubwürdig aber macht nichts, ein netter Heist Film halt.

80,10 von 100 Punkten.Mehr anzeigen


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