Wunder Hongkong, USA 2017 – 113min.

Wunder

Filmkritik

Ein kleines Wunder

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Die Verfilmung des Bestsellers von R.J. Palacios ist ein rundum gelungener Film, bei dem die Befürchtung, die Geschichte könnte in Unmengen von Kitsch absaufen, vollkommen unbegründet ist – weil die Geschichte nicht nur den Fokus auf das Leben dieses Jungen richtet, sondern auch sein Umfeld genau studiert.

Auggie (Jacob Tremblay) ist zehn Jahre alt. Smart, witzig, nett und ein ganz normaler Junge. Nur in einer Beziehung ist er das nicht: Aufgrund eines seltenen Gendefekts ist sein Gesicht entstellt. Bislang hat seine Mutter (Julia Roberts) ihn zuhause unterrichtet, nun möchte sie jedoch, dass er in die Schule geht, da er nur so ein normales Leben führen kann. Am liebsten würde sich Auggie unter seinem Astronautenhelm verstecken - er nimmt jedoch allen Mut zusammen und stellt sich den Abenteuern, die das Leben bereithält, auch wenn es einiges an Schmerzen bedarf, um seinen Platz in dieser Welt zu finden.

Wonder funktioniert so gut, weil er verschiedene Perspektiven einnimmt. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Geschichte ganz und gar auf Auggie abzustellen, aber stattdessen geht es auch um seinen besten Freund, seine Schwester und deren beste Freundin. Ihrer aller Leben ist nicht so, wie es scheint. Mithilfe eigener Kapitel werden sie dem Zuschauer nähergebracht. Sieht man zuerst nur das schwierige Leben von Auggie, so erkennt man auch, wie es alle um ihn herum beeinflusst. Die Schwester, die sich von den Eltern alleingelassen fühlt, oder der Freund, der erst lernen muss, sich selbst gegenüber aufrichtig zu sein.

Es geht hier um Enttäuschungen, um Schmerz, um zerbrochene Freundschaften, aber interessant wird dies, weil man sich auch als Zuschauer eine Meinung bildet und zu wissen glaubt, wieso Figuren handeln, wie sie es tun. Bis deren Perspektive kommt und man erkennt, dass nicht alles immer so ist, wie man das erwartet. Dass andere Menschen auch Probleme haben und leiden, und dass diese für ihr Verhalten ausschlaggebend sind. Das relativiert viel und erlaubt es, nicht nur zu wachsen, sondern auch wieder zueinander zu finden.

Entsprechend strahlt der Film eine große Wärme aus. Er ist im besten Sinne menschlich, weil er eigentlich eine sehr kleine Geschichte erzählt, sie aber so aufbereitet, dass sich jeder Zuschauer darin wiederfinden kann. Zugleich ist dies ein Film, der das Leben, die Familie, die Freundschaft und die Phantasie zelebriert, der die Schönheit des Seins hochleben lässt und zudem mit einem Cameo-Auftritt aufwartet, den man außerhalb einer Produktion des Disney-Konzerns nicht erwartet hätte, denn Auggie stellt sich vor, wie es wohl Chewbacca in seiner Schule ergehen würde.

23.01.2018

4

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Kommentare

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tuvock

vor 7 Monaten Spoiler

Eigentlich ist es ja ein einfacher Film aber eigentlich ein viel kompliziertere Film, denn es geht darum wie man mit einem behinderten Kind umgeht.

Der Cast:

• Julia Roberts: Isabel Pullman
• Jacob Tremblay: August Pullman
• Owen Wilson: Nate Pullman
• Izabela Vidovic: Via Pullman
• Nadji Jeter: Justin
• Noah Jupe: Jack Will
• Bryce Gheisar : Julian
• Millie Davis: Summer
• Danielle Rose Russell: Miranda
• Mandy Patinkin: Mr. Tushman
• Daveed Diggs: Mr. Browne
• Ali Liebert: Ms. Petosa
• Sônia Braga: Via und August’ Großmutter
• Crystal Lowe: Julians Mutter
• Steve Bacic: Julians Vater

Und kurz die Handlung:

August „AUGGIE “ Pullman ist ein Fünftklässler, der in North River Heights in Upper Manhattan lebt. Er leidet an einer seltenen medizinischen Gesichtsdeformation, dem Treacher-Collins-Syndrom. Aufgrund dieser musste er sich bereits zahlreichen Gesichtsoperationen unterziehen. Bisher wurde AUGGIE deshalb von seiner Mutter ISABEL zu Hause unterrichtet, nun aber beschließen ISABEL und AUGGIE s Vater Nate, ihn in Beecher Prep, einer Privatschule, für den Beginn der Middle School anzumelden. Anfangs wird AUGGIE von fast allen Schülern gemieden, jedoch schließt er bald Freundschaft mit Jack Will.

Zu Halloween trägt AUGGIE eine alte Ghostface-Maske und -Kostüm. Unerkannt läuft er in der Schule umher, in der Gewissheit, dass er inkognito von niemandem geärgert wird. Als er durch die Tür seines Klassenzimmers geht, hört er zufällig Jack zu Julian Albans sagen, dass er nur vorgibt, mit AUGGIE befreundet zu sein und er lieber sterben würde, wenn er so aussehen würde. Enttäuscht will AUGGIE Beecher Prep verlassen und zurückkehren zum Hausunterricht bei seiner Mutter, doch seine ältere Schwester Olivia, „Via“ genannt, hält ihn davon ab. AUGGIE vertraut den Vorfall später einer anderen Freundin, einem Mädchen namens Summer, an, verpflichtet sie aber zur Geheimhaltung. Als Jack bemerkt, dass AUGGIE still und distanziert geworden ist, fragt er Summer nach dem Grund, sie aber gibt ihm nur den Begriff „Ghostface“ als Hinweis. Jack ist bestürzt, als ihm plötzlich aufgeht, dass AUGGIE unter dem Ghostface-Kostüm war und alles mitgehört hat, was er zu Julian gesagt hat. Als Julian will, dass Jack die Partner wechselt, um mit ihm statt mit AUGGIE in einem Science-Fair-Projekt zusammenzuarbeiten, lehnt Jack ab. Als Julian Jack fragt, warum er mit diesem „Freak“ arbeiten will, schlägt Jack ihm wütend ins Gesicht und es kommt zu einem Kampf zwischen den beiden, der von den Lehrern Mr. Browne und Ms. Petosa unterbrochen wird. Jack wird für zwei Tage suspendiert und beschließt, Julian nicht zu verpetzen, weil er weiß, dass es nicht seine Schuld war. Er schreibt später einen Entschuldigungsbrief an Mr. Tushman, den Schulleiter. Jack entschuldigt sich bei AUGGIE und fragt, ob sie wieder Freunde sein können, was AUGGIE bejaht.

Während des restlichen Schuljahres wird AUGGIE wiederholt von Julian und seiner Gruppe gemobbt. Sie hinterlassen verletzende Notizen auf seinem Schreibtisch und kleben sein Klassenfoto mit dem digital herausgeschnittenen AUGGIE an sein Schließfach. Als Mr. Tushman später Julian und seine Eltern damit konfrontiert, und alle Notizen und das bearbeitete Bild als Beweismaterial vorlegt, gibt Julians Mutter Sarah zu, dass sie AUGGIE aus dem Foto herausgeschnitten hätte, um es vor ihren Freunden zu Hause besser aussehen zu lassen. Außerdem fordert sie, die Schule solle nicht inklusiv sein und AUGGIE gehöre dort nicht hin. Trotz ihrer Drohungen, ihre Finanzierung zurückzuziehen und Julian von der Schule zu nehmen, suspendiert Tushman Julian für zwei Tage. Julian zeigt Tushman gegenüber Reue für seine Aktionen gegen AUGGIE.
Währenddessen wird Via von ihrer besten Freundin Miranda ignoriert. Allmählich wird klar, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass Miranda während eines Sommercamps behauptet hatte, Vias Leben sei ihr eigenes, weil sie und ihre Eltern eine sehr kühle Beziehung zueinander haben und sie sich von Via aus Scham wegen ihrer Lügen distanzierte. Mit JUSTIN, dem sie sich zunächst als Einzelkind wie er selbst ausgibt, verbindet sie eine enge Freundschaft, die sich zu einer romantischen Beziehung entwickelt. Er ist in der Theatergruppe der Highschool, der auch Via beitritt, die als Zweitbesetzung hinter Miranda für eine Hauptrolle ausgewählt wird; JUSTIN spielt die männliche Hauptrolle.

Als ISABEL und Nate von der Aufführung erfahren, obwohl Via ihnen nichts davon erzählt hatte, wollen sie diese besuchen. AUGGIE wird wütend, als er erfährt, dass er nicht mitkommen soll, führt dies auf sein Aussehen zurück und stürmt in sein Zimmer. Gleichzeitig beginnt der Familienhund DAISY zu wimmern und Via teilt AUGGIE mit, dass DAISY wohl nicht mehr vom Tierarzt zurückkommen werde. Via lädt AUGGIE doch zur Theateraufführung ein. Unmittelbar vor der Vorstellung gibt Miranda, die sich wegen der Entfremdung von Via schuldig fühlt, vor, krank zu sein und überlässt Via die Hauptrolle. Via erhält Standing Ovations und zusammen mit JUSTIN und Miranda gehen alle nach Hause zu den Pullmans, um Pizza zu essen und zu feiern.
So das war Mal die Handlung, aber die zeigt nicht das was im Film wirklich vorkommt. Der Film zeigt eigentlich eine gestresste sehr gut aufgelegte Mutter, die mit ihrem Schmerz versucht fertig zu werden, die in der Welt von ihrem Sohn lebt mit ihm lebt und eigentlich versucht der ganzen Situation Herr zu werden. Nun, ich habe JULIA Roberts schon immer als Gute Schauspielerin gekannt, hier ist sie auch sehr gut nicht perfekt aber auch sehr gut, was daran liegt dass sie nicht so viel Screentime hat, ich mag sie wirklich aber in dem Film hat der Sohn mehr Screentime, und ich glaube ohne den Sohn, ohne die Story, wären die 2 Darsteller – der Vater und die Mutter, sehr schlecht weggekommen.

Der Vater, Jacob spielt ihn, meiner Meinung nach hätte man ihn durch ruhig einen bekannten Darsteller ersetzen können aber das macht nichts ist Owen Wilson als Vater eine sehr gute Besetzung, er spielt aufopfernd, er hat seine Kinder lieb, er spielt den Vater er ist der Vater ist wirklich ein Vater der Schauspieler und so macht es natürlich um einiges leichter dass er Vater ist, denn er ist auch so ein Typ den nichts erschüttern kann aber der ein großes trauriges Loch im Herzen hat und das ist auch sehr schade eigentlich. Und das finde ich gut gespielt, er ist auch traurig und er ist lustig, er ist ein richtiger Vater Typ, er hat auch so eine ruhige angenehme Art.

Dann ist da noch die Schwester Via, die ist ein witziger Mensch, sie ist 17 die Schauspielerin hat in wenigen Rollen gespielt, warum man sie nahm weiß ich nicht aber ich finde sie eine gute Besetzung, die üblichen Probleme, das Gewirks mit dem Bruder, ja das ist wirklich gut gemacht von ihr, sie spielt auch authentisch, ja ist denn hier keiner der schlecht spielt in dem Film? Nein

Gut fand Ich auch kurz Mandy Patinkin, die Darstellerin von Tushman, die ist eine harte Person mit einem weichen Kern und eigentlich will sie nicht so sein wie sie ist und sie hat auch was dass die berührt und das sind Kinder, Probleme mit Kindern wenn es um Gemeinheiten geht, wirklich gut gemacht Mandy kann ich sagen aber ich will sie nicht zu viel loben, sind ja nur ein paar kurze Minuten wo sie Auftritt.

Dann ist da noch Sonia Braga, und ja die spielt eine nette verständnisvolle OMA ja ihren Auftritt, meiner Meinung zu kurz, eine gute Rolle nicht wichtig aber passend in dem Film und hätte ruhiglänger sein können. Und das war es auch.

So jetzt eigentlich zu dem Hauptstar, zu Jacob, dem jungen Star, dem Kinderstar, dem Buben der einen Oscar verdient. Man stelle sich vor man ist entstellt man ist ein Träumer, man hat Probleme und noch dazu Erwachsenen Probleme denn das was der junge abliefert in dem Film ist die Geschichte eines Kindes mit einem gebrochenen Herzen das krank ist den nicht jeder mag, der in einer harten Welt durchkämpfen muss sich durchboxen muss und bei vielen Dingen aneckt, er spielt die Rolle meiner Meinung nach sehr gut er ist wirklich ein guter Darsteller hat in seinen 12 Jahren schon einige Rollen beim Film hinter sich und man hat ihn wirklich gut geschminkt. Er spielt die Rolle so leiht irgendwie, der hat nie eine Schauspielschule besucht aber man merkt er macht die Dinge die man ihn sagt und was kommt raus?

Eine überzeugende berührende Rolle von einem Jungen der mit seinem Ärger seiner Wut und seinem Unverständnis erst umgehen lernen muss.

Der Film ist empathisch, er ist verständnisvoll, er ist sehr realistisch, er ist sehr einfach gemacht er hat eine gute Wirkung er ist einfach super, man merkt wie sich Kinder in Wirklichkeit benehmen und man kann sagen, sie sind kleine Scheusale. Und der Film hat eine gute Message, er hat eine Botschaft, er hat gute Message, er ist einfach super, er ist spannend und hat eine tolle Geschichte man ist sprachlos was man sieht und wie man es sieht, so ein herziger Film der wirklich so was von berührend ist, absoluter Geheimtipp und Empfehlung höchsten Grades.

Im Film gibt es Klischee, Mobbing an einem Jüdischen Kind, Mobbing an einem behinderten, Gewalt in Worten, Ablehnung, ja man sieht einfach wie alles funktioniert. Ich weiß nicht ich mag den Film, ja er ist ein Taschentuch Film, eigentlich ein Film wo man ununterbrochen heulen muss, schrecklich, ich muss mich dauernd in den Busen meiner Freundin legen um zu heulen, blöd nur dass sie schon so nass ist, egal.

Nur kurz von Wikipedia kopiert, die Krankheit von Auggie:

Das Treacher-Collins-Syndrom (Synonyme: Franceschetti-Zwahlen-Syndrom, Berry-Syndrom bzw. Dysostosis mandibulofacialis) ist eine erbliche Erkrankung, die zu Gesichtsfehlbildungen (craniofaziale Dysmorphie) führt.

Zu den Kennzeichen gehören: Fehlen oder Missbildung von Ohren und Jochbein, Gaumenspalte, „fliehendes“ Kinn (Mikrognathie), sowie Augenlidabnormitäten. Die Ausprägung ist variabel. Oft tritt eine Schallleitungsschwerhörigkeit auf, die unter Umständen durch ein Knochenleitungshörgerät oder ein knochenverankertes Hörgerät ausgeglichen werden kann.
Das Syndrom ist nach Edward Treacher Collins bzw. Adolphe Franceschetti benannt.
Das Treacher-Collins-Syndrom wird autosomal dominant vererbt.
Differential-diagnostisch sind unter anderem abzugrenzen das Elschnig-Syndrom, das Mandibulo-faziale Dysostose-Mikrozephalie-Syndrom sowie das Nager-Syndrom.

Versteht das wer? Ich nicht, egal es geht um eine Missbildung halt, die vererbt wird, haben leider viele haben.
Der Film ist nomineit für 1 Oscar und 22 Preisen.

Ich finde den Film super und 95 von 100 Punkten hat er sich verdient.Mehr anzeigen


wingedori

vor 7 Monaten

Ein Wunder :)


navj

vor 9 Monaten

Der kleine August „Auggi“ Pullmann ist ganz normal und doch ganz anders. Zu den normalen Dingen gehört, dass er für Star Wars (besonders Chewbacca) schwärmt und sich für das Weltall interessiert. Anders als seine Mitmenschen ist Auggi aufgrund eines Gendefekts am Gesicht entstellt. Bisher wurde er zuhause von seiner liebevollen Mutter (Julia Roberts) unterrichtet. Doch plötzlich wird es an der Zeit eine reguläre Schulklasse zu besuchen. Nach anfänglicher Skepsis beschliesst Auggi, sich seinen Abenteuern zu stellen, die das Leben für einen so aussergewöhnlichen Jungen wie ihn bereithält… Dem Regisseur Stephen Chbosky gelingt ihm mit „Wunder“ ein bewegender, aber niemals rührseliger Film, der für heitere sowie emotionale Kinominuten sorgt.Mehr anzeigen


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