The Greatest Showman USA 2017 – 139min.

The Greatest Showman

Filmkritik

The Show must go on

Irina Blum
Filmkritik: Irina Blum

Den grössten Showman der Welt verspricht uns das Musical mit Hugh Jackman über P.T. Barnum und den ersten Zirkus der Welt – der Film ist optisch spektakulär, weiss aber als Musical besser zu überzeugen als als Biopic über den Entertainer und Politiker.

The Greatest Showman dreht sich rund um das Leben und Wirken von P. T. Barnum (Hugh Jackman), der ab den 1850er-Jahren mit seinem Museum für Kuriositäten und seinem Wanderzirkus in Amerika für Aufsehen sorgte: Beginnend als Schneiderassistent, verliebt sich der Entertainer schon als Kind in die reiche Charity (Michelle Williams) und will deren Eltern beweisen, dass er kein Taugenichts ist. Kurzerhand kauft er sich ein Museum und stellt darin Kuriositäten aus aller Welt aus. Schon bald führt die ungleiche Truppe aus Frauen mit Bärten, Riesen und Zwergen unter der Federführung des Theaterintendanten Phillip Carlyle (Zac Efron) ganze Shows auf – und P. T. Barnum geht mit der schwedischen Opernsängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson), die er während einer Audienz bei Queen Victoria entdeckt hat, auf Amerikatournee. Doch wo Erfolg, da auch Missgunst: Die sonst gesellschaftlich geächteten Personen in Barnums Kuriositätenzirkus stossen mancherorts auf Ablehnung, und Barnum muss einmal mehr für seinen grossen Traum kämpfen.

The Greatest Showman trumpft schon von Beginn an – mit einer prägnanten Eröffnungsszene mit Hugh Jackman als Zirkusdirektor – als bombastisches Musical auf: Die poppigen Songs setzen sich im Ohr fest, die Kostüme sind dem Anlass entsprechend farbig-pompös und die Schauspielformation mit Michelle Williams, Zac Efron, Rebecca Ferguson, Zendaya und einem (abermals) gesanglich sowie schauspielerisch sehr überzeugenden Hugh Jackman bemüht sich sichtlich, der Geschichte ein Herz und eine Seele einzuhauchen. Auch wenn die Botschaft ein wenig gar plakativ transportiert wird und die Songs einen Hauch zu getaktet aneinandergereiht werden, überzeugt The Greatest Showman durchaus als klassisches Musical. Schade, dass man sich mit dem Aufhänger P. T. Barnums gleichzeitig biografische Aspekte unter den Nagel gerissen hat; diese gehen im ganzen visuellen Spektakel nämlich leider etwas unter – der Film zeigt dann auch eine sehr verkürzte Sicht auf den Amerikaner, der als Gründer des heutigen Zirkus gilt. Doch wie sangen auch Queen damals schon so schön: „The Show must go on“. The Greatest Showman hat dann auch nicht als Biopic seinen grossen Auftritt – Fans von Musicals hingegen werden beim emotionalen Feel-Good-Movie sicherlich vollstens auf ihre Kosten kommen.



29.12.2017

3

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Kommentare

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sunna

vor 3 Monaten

Ein romantischer, spritziger Film für Menschen die noch gerne träumen. Wunderschöne Farben und Bilder, die Geschichte vorhersehbar und nicht überraschend , eben ein schönes Märchen mit happy end.


manuelaforster

vor 5 Monaten

Zauberhaft umgesetzt, toller kurzweiliger Film.


nick74

vor 6 Monaten

Gute Unterhaltung, aber kommt nicht mit La la Land mithalten.


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