CH.FILM

Handyman Schweiz 2006

Filmkritik

Flotter Dreier

Filmkritik: Dominique Zahnd

Mike will bei Christina landen, doch die hat noch was mit Gregor: Die aberwitzige Story rund um das Trio erzählt Marco Rimas neuer Comedy-Hit «Handyman».

Plattenfirmen-Wirbelwind Mike Dürst (Marco Rima) hängt ständig am Handy: Er managt, er organisiert, ohne ihn läuft nichts - ob er als Fahrer für Krokus den Kopf hinhalten muss oder für Alice Cooper den Babysitter macht. Bei so viel Action im Job bleibt ihm wenig Zeit für seinen Schatz (Stephanie Berger). Die Folge: Die Blondine macht Schluss, weil sie schwanger ist - und zwar von ihrem Ex.

Die Trennung setzt Mike arg zu. Er erhofft sich Hilfe vom Radio-Seelsorge-Onkel Gregor (Oliver Korittke). Doch der hat gerade Ärger mit seinem Verleger (Dietmar Schönherr). Gregor braucht einen neuen Buchstoff, und Mike soll zum Helden seines nächsten Bestsellers werden. Die Zwei gehen einen Deal ein: In fünf Tagen soll eine Traumfrau für Mike gefunden werden. Und die entpuppt sich als Pilotin Christina (Regula Grauwiller). Es gibt nur ein Problem: Sie hat schon einen Freund und der heisst Gregor.

Der Film fängt mit einer Grossaufnahme von Marco Rimas Arschbacken an. Ein gewagter Auftakt? Sicher. Doch dann gehts Schlag auf Schlag los: Der Komiker gibt Gas und serviert einige knackige Oneliner. Die optische Aufbereitung ist ebenfalls gelungen und versprüht eine Spur von Hollywood-Flair: der TV- und Werbefilmer Jürg Ebe macht bei seinem Kinodebüt alles richtig. Die Bilder strahlen Power aus, das von ihm mit viel Drive eingefangene Zürich kommt besser daher, als die Stadt eigentlich ist. Da weht fast schon ein bisschen Weltstadt-Feeling über die Leinwand.

«Handyman» ist nie langweilig und hervorragend besetzt. Etliche Promis glänzen in witzigen Cameo-Auftritten - allen voran DJ Bobo in einer Selbst-Persiflage, Fiona Hefti als willige Krankenschwester und Karin Lanz als heisse Geliebte. Schauspiel-As Oliver Korittke gibt dem Ganzen einen internationalen Anstrich und brilliert als Schlitzohr Gregor. Er harmoniert perfekt mit Rima. Der erstaunt hier überhaupt: Statt konstant den Dauerblödler zu geben, verblüfft der Zuger in vielen stilleren Momenten. Und dann, wenn er seine Seele blank legt, ist er auch am Besten - wie dort, als Rima zu heulen anfängt oder in der Szene am Flughafen, in der er einfach sein Herz offenbart. Guet gmacht!

25.11.2011

4

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Kommentare

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kam3o

vor 13 Jahren

Nicht schlecht. Hat ein paar gute Gags.


kiwi333

vor 14 Jahren

naja..
gibt besseres!


klugscheisser

vor 14 Jahren

Witzige Story gut gespielt. Tolle Schauspieler, amüsant gemacht!


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