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Hugh Jackmans qualvolle Vorbereitungen für «Logan»: Was Stars alles für ihre Rollen tun

Irina Blum
News: Irina Blum

Hugh Jackman, der Hauptdarsteller der «Wolverine»-Reihe, hat noch nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass die Vorbereitungen auf die Rolle des Mutanten eine Tortur sind. Nun ist er ab dem 2. März zum letzten Mal als Logan auf der Leinwand zu sehen. Doch um seinen Körper für «Logan» ein letztes Mal so gestählt zu präsentieren, war hartes Training und strenge Diät nötig: «Ich kann gedünstete Hühnchenbrust nicht mehr sehen – die Dreharbeiten zu «Logan» waren eine Qual.» Er sei froh, dass es nach 17 Jahren vorbei sei. Mit seinem Opfer für eine Rolle befindet sich Hugh Jackman in bester Gesellschaft. In der Bildstrecke siehst du, was andere Hollywood-Schauspieler für ihre Traumrolle zu tun bereit waren.

Er hat genug vom harten Training und der strengen Diät mit Hühnchenbrust: Dass Hugh Jackmans Body so gestählt aussieht, erforderte einige Opfer. Männer, die für eine Rolle ihren Körper bis zum Äussersten treiben, gibt es in Hollywood aber weit mehr als vielleicht angenommen. So hat der "Man of Steel"-Star Henry Cavill für die Rolle des Clark Kent 2013 einiges auf sich genommen. Das harte Trainingsprogramm bestand aus drei Phasen: In Phase 1 musste er während mehreren Wochen täglich mindestens 5000 Kalorien zu sich nehmen, um die Fettmasse in Phase 2 dann zu verbrennen und in Muskeln umzuwandeln. Phase 3 diente dann schlussendlich dazu, gezielt gewisse Teile des Körpers zu stählen. Optisch hat es sich auf jeden Fall gelohnt, aber ob das gesund ist?! Gewicht zulegen, damit hat auch Charlize Theron Erfahrung. Obwohl die Südafrikanerin normalerweise gertenschlank daherkommt, nahm sie für ihre Rolle als Massenmörderin in "Monster" (2003) rund 10 Kilos zu und schaffte damit den Durchbruch. Heute, fast 15 Jahre später, ist sie erneut fast nicht wiederzuerkennen: Bei den Dreharbeiten zu ihrem neuen Film "Tully" zeigte sich Theron mit deutlich mehr Pfunden auf den Rippen. Sie spielt darin eine frisch gewordene Mutter und wirkt mit ihren Problemzonen herrlich normal. Ins andere Extrem gehen die nachfolgenden Beispiele. Während Frauen in Hollywood meist schon spindeldürr sind, müssen Männer für die Rollen als Junkies oder Sterbenskranke meist einige Kilos an Gewicht verlieren. So geschehen in "Dallas Buyers Club" (2013): Jared Leto (links) nahm 13, Matthew McConaghey (rechts im Bild) 15 Kilos ab - und beide wurden mit einem Oscar belohnt. Besonders pikant: McConaghey spielte nur kurz zuvor einen muskelbepackten Stripper in "Magic Mike" (2012). Das wohl krasseste Beispiel von Gewichtsverlust, das man sich aber keinesfalls zum Vorbild nehmen sollte, ist das von Christian Bale. In "Der Machinist" (2004) verkörperte er einen schlaflosen Industriearbeiter (links im Bild). Für die Rolle nahm er innerhalb von vier Monaten unglaubliche 28 Kilos ab, indem er pro Tag nur einen Apfel, eine Dose Thunfisch und Salat ass. Nur ein Jahr später, im Jahr 2005, spielte er in "Batman Begins" den legendären Batman - und legte dafür 45 Kilos an Muskelmasse zu (rechts im Bild). Liam Neeson kennt man normalerweise als kräftigen Actionhelden wie zum Beispiel in "96 Hours" (2008). In seinem neusten Film "Silence" ist er aber kaum wiederzuerkennen: Weil Regisseur Martin Scorsese wollte, dass alle Hauptdarsteller etwas ausgehungert aussehen, musste er abnehmen. Er verlor 8 Kilo, was mit 64 Jahren sicherlich nicht unproblematisch ist. Sein Co-Star Adam Driver ging sogar noch weiter: Er nahm ganze 22 Kilos ab! Auch Frauen müssen für ihre Rollen oft hungern. Natalie Portman nahm 10 Kilos ab und unterzog sich täglich einem mehrstündigen Balletttraining, um die Ballerina in "Black Swan" (2010) authentisch darstellen zu können. "Ich ass praktisch nichts und arbeitete 16 Stunden am Tag - das war schon hart", gab sie später in einem Interview zu. Auch Anne Hathaway verzichtete der Rolle zuliebe auf Kalorien und nahm für "Les Misérables" (2012) 11 Kilos ab, um eine realistische Darstellung einer hungernden Prostituierten abzugeben. Für beide zahlte sich der enorme Aufwand aus: Natalie Portman erhielt damals den Oscar als beste Hauptdarstellerin, Anne Hathaway als beste Nebendarstellerin. Aber nicht nur mit extremen Gewichtsveränderungen bereiten sich Hollywood-Stars auf eine Rolle vor. Heath Ledger zum Beispiel sperrte sich für die Rolle des Jokers in "The Dark Knight" (2008) einen Monat lang in ein Zimmer ein und feilte an verschiedenen Stimmlagen und Gesichtsausdrücken. Am Set spielte er auch in den Drehpausen den Joker und wollte auch so angesprochen werden. Diese Hingabe heimste ihm einen Oscar ein - nur schade, dass er das nie mitbekam: Heath Ledger starb kurz nach den Dreharbeiten an einer Überdosis. Auch Shia LaBoeuf nimmt seine Aufgabe als Schauspieler enorm ernst. Für "Fury - Herz aus Stahl" (2014), in dem er neben Brad Pitt einen Richtschützen im 2. Weltkrieg spielt, hielt er sich zuvor einen Monat in einer amerikanischen Militärbasis auf. Zudem liess er sich einen Zahn ziehen und fügte sich im Gesicht Schnitte zu (Bild), dessen Narben er während den Dreharbeiten nicht verheilen liess - die Schnitte der Maskenbilder waren ihm zu wenig echt. Zudem duschte er während den Dreharbeiten vier Monate lang nicht, was die Kinozuschauer zum Glück nicht mitbekamen, seinen Co-Stars aber bestimmt nicht so zusagte. Auch Margot Robbie nimmt ihre Rollen sehr genau: Sie musste für eine Actionszene in "Suicide Squad" dazu fähig sein, mindestens eine Minute unter Wasser zu bleiben. Sie konditionierte ihren Körper aber schlussendlich darauf, über 5 Minuten ohne Luft auszukommen - Wahnsinn!
In die Haut von Steve Jobs zu schlüpfen, ist nicht leicht. Das wusste auch Ashton Kutcher, der den berühmten Unternehmer im 2013 erschienenen "jOBS" verkörpern sollte. Deshalb nahm er sich drei Monate Zeit, um alles Wissen über Steve Jobs in sich aufzusaugen. Schlussendlich las er sogar dieselben Bücher, die Jobs gelesen hatte, und ernährte sich wie er als Fructarier. Nach einem Monat war aber Schluss: Kutcher musste zwei Tage vor Drehbeginn notfallmässig in den Spital eingeliefert werden. Der Film floppte dann schlussendlich trotz penibler Vorarbeit. Man lerne: Neben der Gefahr, die von einer solchen Vorbereitung auf eine Rolle ausgeht, ist einem also nicht einmal der Erfolg garantiert.

17. Februar 2017

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