Madame Web USA 2023 – 117min.

Filmkritik

Spinnenfrau mit Biss

Gaby Tscharner
Filmkritik: Gaby Tscharner

Dakota Johnson spielt in «Madame Web» eine wenig bekannte Figur des Spider-Verse, die bisher nur in den «Amazing Spider-Man»-Comics vorkam. Nun bekommt sie ihren eigenen Film, der uns gleich eine ganze Gruppe von künftigen Spider-Girls und Spider-Women vorstellt.

Cassandra Webb (Dakota Johnson) ist Sanitäterin, die eines Tages bei der Arbeit einen traumatischen Unfall erleidet. Seither kann sie die Zukunft vorhersehen und diese auch ändern. Als eine Person aus ihrer Vergangenheit auftaucht, ist sie die einzige Hoffnung von Julia Cornwall (Sydney Sweeney), Anya Corazon (Isabelle Merced) und Mattie Franklin (Celeste O'Connor), drei Teenagerinnen, die von Ezekiel Sims (Tahar Rahim) gejagt werden, damit sie ihre wahre Bestimmung nicht erfüllen können.

Die Filmversion von «Madame Web» weicht von den Comics ab, in denen diese Figur als ältere, blinde und gelähmte Frau dargestellt wird, die durch eine Maschine am Leben erhalten wird, ihre Fähigkeiten als Hellseherin aber voll im Griff hat. Die Verfilmung erzählt allerdings die Entstehungsgeschichte dieser Figur in jüngeren Jahren.

«Madame Web», inszeniert von der Regisseurin S.J. Clarkson, zeigt die Welt der Superheld:innen mit einem realistischeren Ansatz, mit weniger hautengen Kostümen und mehr echten Gefühlen. Cassie ist ein Millennial, die ihre Mutter hasst und der das Verhalten und die Sprüche ihrer drei Gen-Z-Schützlingen oft auf die Nerven gehen. Nach der ersten halben Stunde, die sich etwas hinzieht, liefert «Madame Web» gute Action und einen Blick auf einige relativ unbekannte Marvel-Figuren, die diese Aufmerksamkeit durchaus verdienen.

14.02.2024

3

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Kommentare

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JohnwolF

vor einem Monat

Ich habe ein Marvel erwartet, daher ging ich von maximum 4 * aus. mir gefällt das genere nicht.
aber das hier ist unteridisch. schnitt/action top, story 1, darsteller weiblich 2, männlich 1


Cinexpert

vor einem Monat

Etwas Schlechteres habe ich selten gesehen!


as1960

vor einem Monat

"Madame Web" sollte wohl der Startschuss für eine neue Reihe von Superhelden(innen)-Filmen sein. Nur sollte dann der erste Teil halbwegs spannend und interessant sein. Stattdessen ist die Story banal, der Superschurke frei von jegwelchem Charisma und die Action bestenfalls Durchschnitt. Fairerweise muss man sagen, dass diese Beschreibung auf die Mehrheit der Superheldenfilme der letzten 3-4 Jahre zutrifft. Das Gerne ist ausgelaugt.
Anmerkung zur Cinenam-Kritik: Diese "gnädige" Bewertung kan ich mir nur durch die hohe Frauenquote des Films erklären. Beobachte ich nicht das erste mal, dass bei Frau Tscharner die Objektivität leidet wenn der Film in irgendeiner Weise frauenlastig ist.Mehr anzeigen


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