CH.FILM

Ostrov – Lost Island Russische Föderation, Schweiz 2021 – 92min.

Filmkritik

Ostrov – Lost Island

Filmkritik: Walter Rohrbach

Ein ausdruckstarkes Gesicht, tiefe Falten und leuchtende Augen: Für Ivan (50), den eigensinnigen Nachfahren einer Fischerdynastie, gibt es nur die Möglichkeit durch den illegalen Fischfang für seine Familie aufzukommen. Deswegen wurde er bereits wegen Wilderei verurteilt. Aber was soll er soll er sonst machen? Auf der Insel Ostrov im Kaspischen Meer können die Bewohnenden seit dem Zerfall der Sowjetunion nur soüberleben. Der Dokumentarfilm von Svetlana Rodina und Laurent Stoop zeigt in einprägsamen Bildern eine dystopische Insel voller Geheimnisse und Widersprüche, aber auch eine eingeschworene und solidarische Gemeinschaft. Interessant ist ausserdem die Orientierung an Putin und der nationalen Einheit, in den entlegensten Orten des russischen Landesgebietes. Ein geglücktes und aufschlussreiches Fundstück, für all jene, die gerne mal aus ihrem Tellerrand in die Welt blicken.

14.12.2021

3.5

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