Fast & Furious 8 USA 2017 – 136min.

Fast & Furious 8

Filmkritik

Dom gegen die Familie

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Mit dem achten Film der Reihe soll auch das Ende eingeleitet werden. Eine finale Trilogie soll es werden, wobei man zugleich aber auch schon laut über Spin-offs mit einigen der Figuren nachdenkt. Aber bis dahin kommt erst mal Fast & Furious 8, der versucht, das Franchise ganz neu zu erfinden, damit aber im Grunde in xXx-Territorium vordringt.

Cipher (Charlize Theron) zwingt Dom (Vin Diesel), sich gegen seine Familie zu stellen. Im Alleingang muss er Aufträge für sie erledigen, während sein Team die Welt nicht mehr versteht und im Auftrag von Mr. Nobody (Kurt Russell) loslegt, um Dom das Handwerk zu legen – und ihn auch zu retten, denn allen ist klar, dass irgendetwas an der Sache faul ist. Aber dennoch: Erstmals steht das Team damit einem Gegner gegenüber, der es nicht nur bestens kennt, sondern auch weiss, wie er es ausmanövrieren kann. Auf dem Spiel steht dabei mehr als nur das Leben von Freunden und Familie – das Schicksal der Welt spielt auch eine Rolle.

Um Strassenrennen geht es schon lange nicht mehr (auch wenn es am Anfang ein kurzes auf Kuba gibt). Um Überfälle auch nicht, stattdessen hat sich Dom Torettos Truppe zu einer Art Spezialeinheit gemausert. Wo Letty (Michelle Rodriguez) nun eine harte Einzelkämpferin ist und mit Knarren und Körper extrem umgehen kann, gebärdet sich Hobbs (Dwayne Johnson) als Hulkartiges Ungetüm, das Ketten entzweit, Mobiliar aus der Verankerung reisst und praktisch unbesiegbar ist. Das Team Toretto könnte nun auch mit Xander Cage den Boden aufwischen. Denn in der abstrusen Geschichte geht es darum, dass für einen ominösen Geheimdienst die Welt gerettet werden muss. Das ist schon noch eine ganz andere Güteklasse als bei den bisherigen Filmen.

Gemäss dem Motto "Was interessiert uns unser Geschwätz von gestern" werden aus alten Feinden auch Partner und Freunde - oder etwas hinreichend Ähnliches. Das erlaubt es Jason Statham, der im letzten Film noch Doms Leute alle umlegen wollte, zum Team aufzurücken. Und auch für Luke Evans gibt es einen im Grunde völlig unmotivierten Gastauftritt.

Fast & Furious 8 ist eine Nummernrevue. Die Geschichte ist ein Nichts, reitet aber auf dem liebsten Thema der Reihe herum: Familie. Um die geht es mal wieder und eigentlich auch überall, nur Charlize Theron ist gegen derartige Gefühlsdusseligkeit gewappnet. Ist das nun ein guter Film? Eigentlich nicht, aber da die Reihe mittlerweile schon ins Selbstparodierende verfällt und die Action noch mal ein Stück unrealistischer, aber knackiger geworden ist, unterhält man sich doch ganz gut, zumal es mit einem Rennen auf dem Eis auch mal eine ganz andere Location gibt.

21.04.2017

4

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Kommentare

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Ripley

Noch schlechter als Tokio Drift. Wie dieser Film sogar von der Cineman-Filmkritik gute Ratings hat kann ich absolut nicht verstehen. Der Film hat so viele Logikfehler und total unrealistische Szenen über die ich einfach nicht wegsehen kann. Selbst bei gutem CGI.

Fast & Furious 8 2

Patrick

Auch wen Fast Furious 7,furioser war und der erste Teil ohne Paul Walker nur noch die halbe Miete ist hat Teil.8 doch noch 3 Leckerbissen zu bieten:1.)Die Szene wo sich die Autos der Stadt selbstständig machen und der draufkommende Autoregen 2.)Das Finale auf dem Eis 3.) Charlize Theron als Sexy-Coole Bösewichtin die mit ihrer Schauspielleistung alle überspielt.

Fast & Furious 8 3

alagandi

Mann kann sich den Film sparen. Es geht nurnoch um eines... Geld zu verdienen mit einem Patienten welcher Hirntot ist und der Maschine hängt. Die Schauspielerischeleistung aller Propaganisten ist Unterirdisch und wer sich damit trösten will ein paar schöne Autos zu sehen. Wird nocheinmal entäuscht.

Fast & Furious 8 1

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