Need for Speed Irland, Philippinen, Grossbritannien, USA 2014 – 130min.

Need for Speed

Filmkritik

Fast schon ironisch

Patrick Heidmann
Filmkritik: Patrick Heidmann

Videospielverfilmung mit Breaking Bad-Star Aaron Paul: Ein Ex-Häftling will sich an seinem ehemaligen Partner rächen - mit einem Strassenrennen.

Immer wieder wird Kinofilmen, die auf rastloses Erzähltempo und größtenteils aus dem Computer stammende Bilder setzen, in letzter Zeit der Vorwurf gemacht, sie würden sich in ihrer Optik zu sehr an Videospielen orientieren. Woran angesichts der mehreren Milliarden Dollar, die diese Games inzwischen jährlich an Umsatz machen, wohl auch etwas dran ist, schließlich ist noch kein umsatzstarker Zug durch Hollywood gerast, auf den man dort nicht ohne mit der Wimper zu zucken aufgesprungen wäre. Umso erstaunlicher aber ist es, dass ausgerechnet jene Filme, die ganz direkt auf solchen Spielen basieren, so selten mit ihren Vorlagen mithalten könnten.

Need For Speed ist da keine Ausnahme, auch wenn die Adaption des beliebten Autorenn-Games immerhin ein paar Ligen über zu Recht vergessenen Verfilmungen von Super Mario Bros. oder Doom spielt. Der Plot ist dabei schnell erzählt: Kleinstadt-Mechaniker Tobey (Aaron Paul), der vom Vater die schlecht laufende Werkstatt geerbt hat, lebt für und liebt Autos. Vor allem schnelle Schlitten, mit denen sich illegale Wettrennen fahren lassen. Als bei einem solchen einer seiner Kumpel ums Leben kommt, landet Tobey im Knast, während sein eigentlich für den Unfall verantwortliche Erzrivale Dino (Dominic Cooper) ungeschoren davon kommt. Nach seiner Entlassung bietet sich beim legendären De Leon-Rennen die Chance auf Wiedergutmachung und einen fetten Siegerscheck. Doch dafür müssen der wortkarge Tobey und seine plappernde Begleiterin Julia (Imogen Poots) – allen Bewährungsauflagen zum Trotz – mit ihrem Rennwagen erst einmal von New York quer durch die Staaten nach Kalifornien kommen.

Dass Regisseur Scott Waugh, obwohl er mit Need For Speed ein Computerspiel verfilmt, gerade nicht auf Spezialeffekte und Bildmanipulationen aus dem Rechner setzen mag, ist fast schon ironisch. Der Mann ist lange Jahre Stuntman gewesen, genau wie vor ihm schon sein Vater; in seiner Kindheit verbrachte er Zeit mit Steve McQueen am Set von Bullitt. An diese alte Schule wollte er mit seinem zweiten Spielfilm anknüpfen – und hat hier so viel wie möglich tatsächlich gedreht, Hubschrauber-Stunt am Grand Canyon inklusive. Dem Film bekommt das gut: Die zahllosen Rennszenen und waghalsigen Highway-Manöver sind größtenteils ein rasanter Spaß und versetzen den Zuschauer so realistisch auf den Fahrersitz eines Rennwagens, wie das einem Film, bei dem man kein Lenkrad in den Händen hält, eben möglich ist.

Viel mehr hat Need For Speed allerdings auch nicht zu bieten. Trotz mancher humoristischem Schlenker fehlt Waughs Film der hemmungslose Hochglanz-Sinn für Übertreibungen und den Verzicht auf Realismus, der die Fast & Furious-Reihe zu einem so beliebten "guilty pleasure" hat werden lassen. Dass der Film in seinem Geschwindigkeitsrausch gleichzeitig fast fahrlässig die zahllosen Toten ausblendet, die hier die Rennstrecken säumen, macht die Sache nicht besser. Aaron Paul, nach seinem Durchbruch mit der preisgekrönten Serie Breaking Bad inzwischen auch im Kino schwer gefragt, bemüht sich redlich, ein wenig des rau-lässigen McQueen-Charmes zu versprühen. Und mit Imogen Poots oder Michael Keaton stehen ihm interessante Kollegen zur Seite. Doch anders als die getunten Motoren läuft das Drehbuch mit seinen plumpen Dialogen hier nie auf Hochtouren. Weswegen Need For Speed als Film seinen Fans letztlich auch nichts anderes zu bieten hat als das Videospiel.

19.03.2014

2

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Kommentare

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Barbarum

vor 3 Jahren

Die Rennszenen sind eindrücklich gemacht, aber alles andere ist einfach nur lachhaft und zum Gähnen.


tuvock

vor 5 Jahren

Ja was soll ich zu dem Film sagen? Super inszeniert, super gemacht, super Autos, super Stunts, Schauspielerisch langweilig, Handlung zu einfach, Spannung kommt wenig auf, Die Story dass ein Top-Mechaniker seine Werkstatt mit illegalen Straßenrennen aufrechterhält ist nicht neu, die Story dass er sich in eine Frau verliebt die zufällig an seiner Seite ist, ist auch nicht neu, dass sich beide verliebe obwohl es so aussieht ist auch nicht neu, wäre nicht schlimm, nur ist das ganze viel zu lasch und zu einfach gespielt und das finde ich wiederum nicht gut. Ich habe in dem Film wenig Spannung erlebt oder gefühlt, und irgendwie hätte ich gerne den gewissen Kick gehabt, den Vin Diesel und ein Dwayne Johnson ausstrahlen. In dem Film strahlen die Autos, die leider nicht auf Hochtouren gefahren sind. Da hast du Autos die 350 und mehr fahren und siehst sie die ganze Zeit nur mit 200 oder so fahren meine Güte, das kann Stevie Wonder auch machen. Was auch witzig war, der Freund von Tobey der dauernd im Helikopter ist, dauernd irgendwo Freunde hat, ihn dauernd rettet dauernd alles bekommt was er will, dauernd weiß wo er herumfahren muss, der gute Tobey, also wirklich, unrealistischer geht es ja kaum noch. Übrigens, Stuntkoordinator Lance Gilbert (Fast Five) hat die ganzen coolen Stunts eben gemacht. Weil aber alles in dem Film echt ist, sieht man keine Irren Stunts, und wenn sich ein Auto 20 x überschlägt ist da ein echter Stuntman drinnen, wirklich unglaublich. Wäre das Ganze nicht so öde und monoton und langweilig, bis auf die Autos und die netten Leute, würde ich mehr als die 79 von 100 % geben. Meiner Freundin hat der Film jedenfalls gefallen, so ein bisschen halt, obwohl auch sie ein bisschen mehr an Spannung erwartet habe, aber jedenfalls weiß sie was sie mir das nächste Weihnachten schenken soll.Mehr anzeigen


tuvock

vor 5 Jahren

Der 126 Minuten lange Film hat 66 Millionen US $ gekostet. Er hat 43 Millionen US $ in Amerika eingespielt, und weltweit nur 203 Millionen US $. Wieso? Gute Frage.

Am Anfang war das Spiel, also in dem Falle jedenfalls. Das war so erfolgreich dass es auf so ziemlich allen Plattformen im Spiel und Computerbereich veröffentlicht wurde. Neben den Versionen für den PC wurde die Serie auch für 3DO, Arcade-Automat, Apple iOS (iPhone, iPod, iPad), Mobiltelefon, Nintendo DS, Nintendo 3DS, Game Boy Color, Game Boy Advance, Nintendo 64, GameCube, Wii, Wii U, Dreamcast, Sega Saturn, Zeebo, Playstation (2/3/4/Portable/Vita), Palm Pre, Android, Xbox (360/One), verschiedene Windows Mobile Versionen und Windows Phone 7 veröffentlicht.

100 Millionen Spiele wurden weltweit verkauft, 2, 7 Milliarden US $ wurden weltweit eingenommen, und es gibt glaube ich schon 21 verschiedene Versionen vom Spiel.

Herausgegeben hat dass der Software-Publisher Electronic Arts im Jahr 1994. Nun hat der unbekannte Regisseur Scott Waugh den Film gemacht. Hauptrolle spielen im Film natürlich die Autos.

Die Autos sind die Hauptdarsteller:

Der coole Ford Mustang: Custom 2014 Ford Mustang GT500, der kostet 30. 000 US $ Das Auto hat an die 900 PS, übrigens die Stunts wurden alle selber gemacht.

Dann gibt es bei dem Endkampf, wo ein Rennen ausgetragen wird, den Bugatti Veyron Super Sport der kostet 2, 4 Millionen US $ und fährt 431 Km/h Spitze. 1200 PS hat er

Bei dem gleichen Endkampf gibt es den Saleen S7 Twin Turbo, der hat 750 PS fährt 320 Km/h Spitze und kostet 430. 000 €.

Dann gibt es noch den Art Pickup im Film - 1966 Ford F-100, der eine Verfolgung macht, ja der Hauptdarsteller im Ford Mustang wird verfolgt.

'Dann gibt es den länglichen 1968 Chevrolet Camaro SS 396, der fährt an die 200 Km/h oder so und kostet nur 40. 000 € oder weniger.

Dann wieder ein Verfolgungsauto, ein 1969 BMW 2800 CS, der 180 Km/h nur fährt und recht günstig zu haben ist.

Dann den 30. 000 US $ billigen 1969 Ford Torino GT, der nur 180 Km/h oder so fährt. Auch so ein Auto was im Film eine Verfolgung macht.


Megacool das auf 375 Stück limitierte Auto - McLaren P1, dass 1, 1 Millionen € kostet, 350 Km/h fährt, 1. 500 Kg
schwer ist es und hat 733 PS.

Dann das 225 Km/h langsame Auto namens - 1987 Porsche 944 S, ja eine Kröte eigentlich für 50. 000 US $ oder so, kein neues Auto.

Am Ende der Rote Mustang ist ein 2016 Ford Mustang Shelby GT500, der 75. 000 € kostet an die 280 Km/h fährt oder so und 672 PS hat.

Bei der Verfolgungsjagd kam ein Truck zu Tage, ein 1971 "Big Oly" Ford Bronco der auch nicht gerade so teuer ist, da habe ich keine Daten.

Der geile gelbe Wage beim Rennen ist übrigens ein 840 PS Auto um 600. 000 € und zwar ein GTA Spano 350 Km/h schnell

Das beste Auto ist der Lamborghini Sesto Elemento, den der Bösewicht hat, 350 Km/h schnell, wenige Stücke auf der Welt, und 2, 2 Millionen € teuer. Nur 1. 000 Kg leicht ist es, und von 0 auf 100 Km/h in 2, 5 Sekunden.

Der Alte bei der Stadtfahrt ist ein 1967 Pontiac GTO, der fährt auch nur 150 Km/h oder so und ist recht günstig.

Da beste Auto ist auch Hauptdarsteller, Koenigsegg Agera R (multiple), 2, 2 Millionen € teuer, 5 Liter Maschine,
1. 285 Kg leicht, 1044 PS, 439 Km/h fährt es theoretisch aber bei 415 Km/h riegelt er ab wegen den Reifen die sonst nicht das aushalten würden.

Das waren die coolen Autos die man aber leider nicht in super Action sieht, also so schnell fahrend wie
in anderen Autofilmen wie z. B. in "Fast and Furious"

Tja, wenn Ich Geld haben würde, dann würde ich die Autos alle kaufen. Ja wie gesagt zum Film. Ich hätte die Autos gerne schneller fahren gesehen, aber leider war das im Film nicht so, denn der Film setzt zwar auf Stunts die wirklich machbar sind, und nicht computergeneriert sind, dafür hat er mehr Schauspielerische Leistung als andere Autofilme und setzt mehr auf Geschichte und Handlung, die meiner Meinung nach viel zu einfach ist.

Im Film geht es um TOBEY, eine Art Stuntmen, einer der besten Autofahrer der Stadt, ich weiß gerade nur nicht aus welcher Stadt er stammt, jedenfalls nimmt er an illegalen Straßenrennen teil, was ich mir auch als Kind immer gewünscht habe. Ich wollte früher immer Illegaler Straßenrowdy werden aber das hat sich schon geändert als ich Erwachsen wurde. Und der gutherzige TOBEY wird vom Ex-NASCAR-Fahrer DINO nach einigen Streitigkeiten, ich weiß zwar nicht welche aber einige Dispute gab es, zu einem Rennen mit ihm und seinem Freund PETE herausgefordert. Der hat wiederum eine wunderbare Schwester namens AMIDA übrigens.

3 idente Autos gibt es und zwar die super teuren Koenigsegg Agera R, DINO fährt übrigens den roten, was im Film noch wichtig werden wird. Im Rennen rammt DINO den verdutzten und viel zu langsamen und vorsichtig fahrenden PETE, sodass dieser stirbt. DINO begeht Fahrerflucht, ein Arschloch braucht jeder Film und TOBEY wird festgenommen, natürlich glaubt man ihm nicht das DINO Schuld ist der übrigens ein gefaktes Alibi hat.

Aber die Geschichte geht spannend weiter, 2 Jahre im Knast ist TOBEY. Und natürlich will TOBEY um sich zu rächen an einem illegalen Straßenrennen teilnehmen, und muss dafür von New York City nach San Francisco kommen. Naja er will DINO fertig machen. So als er hinfährt macht er den Veranstalter vom illegalen Rennen teil, er hat ja gute Freunde und Bekannte und wirb so für sich. In San Francisco angekommen und nach einigen Verfolgungsjagden durch das halbe Land, DINO setzt ein Kopfgeld auf ihn aus, schafft er es sich zu qualifizieren doch dann fangen die Probleme an. Seine neue Freundin wird verletzt, er auch.

Ja was soll ich zu dem Film sagen? Super inszeniert, super gemacht, super Autos, super Stunts, Schauspielerisch langweilig, Handlung zu einfach, Spannung kommt wenig auf, Die Story dass ein Top-Mechaniker seine Werkstatt mit illegalen Straßenrennen aufrechterhält ist nicht neu, die Story dass er sich in eine Frau veMehr anzeigen


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