London Has Fallen Bulgarien, Grossbritannien, USA 2016 – 99min.

London Has Fallen

Filmkritik

Ein Mann, ein Krieg

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Drei Jahre, nachdem das Weiße Haus unter Beschuss stand, ist der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wieder mal. Und nein, sein Name ist nicht John McLane. Mike Banning steht dem Einzelkämpfer aber in nichts nach, agiert nun aber in einer Geschichte, wie weniger an Die Hard als vielmehr das Chuck-Norris-Vehikel Invasion U.S.A. erinnert.

Der britische Premierminister ist tot. Die Beerdigung findet in London statt, zahlreiche Staatsgäste werden erwartet, darunter auch der amerikanische Präsident. Secret-Service-Agent Banning (Gerard Butler) bereitet alles vor, doch kurz nach der Ankunft findet ein gigantischer Terroranschlag statt, dem nicht nur Hunderte Zivilisten, sondern auch einige Staatspräsidenten zum Opfer fallen. Das Hauptziel ist jedoch der amerikanische Präsident, den Banning, der niemandem mehr vertrauen kann, am Leben erhalten muss, während immer mehr Terroristen Jagd auf den mächtigsten Mann der Welt machen.

Schon beim ersten Teil durfte man die Geschichte nicht auf Logik abklopfen. Hier gilt das erst recht, sowohl in Hinblick darauf, wie ein derartiger Anschlag durchgeführt werden kann, aber auch, wie sich die Figuren verhalten. Letzten Endes ist die Geschichte aber auch nicht weiter von Relevanz. Sie ist nicht besser oder schlechter als die meisten B-Action-Heuler mit Knallchargen wie Steven Seagal – nur teurer, das ist London Has Fallen auf jeden Fall. Auch wenn er nicht immer danach aussieht, gerade Explosionen verströmen den Odem uninspirierter computergenerierter Bilder. Gerade so, als hätte man hier eben doch einen Film vor sich, der nicht für das Kino, sondern die Videothek gedacht war.

Die handgemachte Action – Schießereien, Schlägereien, Verfolgungsjagden – sieht jedoch exzellent aus. Zudem wird das Nichts an Geschichte durch die namhaften Darsteller, die allesamt schon im Original dabei waren, aufgewertet. Das ist wenig überraschend, passt aber zu einem Film, der auch inhaltlich keinerlei Neuerungen zu bieten hat. Die erwartet man aber auch nicht. London Has Fallen liefert, was er sich vorgenommen hat, ohne Ecken, ohne Kanten, ohne auch nur einen Zentimeter von dem vorgegebenen Weg abzuweichen.

Das ist eine Formel, die auch schon den Erstling zum Erfolg werden ließ. Auch diesmal sollte es klappen, ist London Has Fallen doch größer aufgezogen und profitiert von den ständigen Location-Wechseln. Zu guter Letzt: Gerard Butler macht als kompromissloser, fast schon psychopathischer Action-Held eine gute Figur, besonders auch dann, wenn er besonders gnadenlos seine One-Liner zum Besten gibt.

14.03.2016

3

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Kommentare

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Mua81

vor 3 Jahren

Wegen der Flut an falschen Polizisten inhaltlich zwar reichlich unrealistisch, aber er lässt es richtig krachen.


tuvock

vor 3 Jahren

Der Turm der Westminster Abbey explodiert, Opfer ist der Italienische Präsident mit seiner viel zu jungen Freundin, ein Boot geht in die Luft, auf der Themse, Opfer der Französische Präsident, Mega Explosion gut in Szene gesetzt. Der Japanische Präsident stirbt auf einer Brücke die in die Luft gejagt wird, und noch ein paar andere. Was ist das für ein Film? Für 60 Millionen US $ Produktionskosten kriegt man einen 97 Minuten langen Film. Der hat weltweit nur 182 Mille eingespielt und in Amerika gar nur 62 Mille. Der Vorgängerfilm – „Olympus has fallen“ hat mit seinen 70 Millionen US $ Budget, wenigstens 118 Minute mehr Spannung geboten dafür weniger weltweit eingespielt, in Amerika mehr. Wieso? Will denn keiner sehen wie Terror zuschlägt? Ich jedenfalls nicht unbedingt, aber es ist gut in Szene gesetzt das muss Ich schon sagen auch wenn die paar Szenen eher marginal sind.

Ich glaube der Film kränkelt an seiner Story, die Figuren sind stereotyp, es wäre genug Platz im Drehbuch gewesen mehr an Ironie einzubauen, es gibt keine guten Onliner im Text, die Darsteller wirken oft blass, viele Klischees werden ausgebaut, wenn die wenigstens gut wären.

Die Handlung ist Recht nett. Nach dem überraschenden Tod des britischen Premierministers werden alle führenden Staatsoberhäupter der westlichen Welt zu seiner Beerdigung nach London eingeladen. Hierzu zählt auch der Präsident der Vereinigten Staaten, BENJAMIN ASHER, der vom Secret-Service-Agenten MIKE BANNING begleitet wird. Noch während der Anreise zur angesetzten Trauerfeier tötet eine große Gruppe verteilt angreifender Terroristen innerhalb weniger Minuten an verschiedenen Orten die Premierminister von Kanada, Italien und Japan, den französischen Staatspräsidenten und die deutsche Bundeskanzlerin. Die Terroristen wollen damit einen zwei Jahre zuvor erfolgten tödlichen Drohnenangriff auf eine pakistanische Hochzeitsfeier rächen, indem sie die westliche Welt ins Chaos zu stürzen und weitere Anschläge in anderen Metropolen in Aussicht stellen. Der Angriff auf ASHER und Versuche, ihn als Gefangenen zu nehmen, können von BANNING und seinen Mitarbeitern zunächst vereitelt werden. Zahlreiche Terroristen treten als Polizisten oder königliche Hofgardisten verkleidet auf, so dass die Lage völlig unübersichtlich wird. Zur Verschärfung der Situation verursachen die Terroristen zudem einen stadtweiten Stromausfall. Präsident ASHER und BANNING begeben sich nach dem ihnen geltenden Angriff auf eine Flucht vor den Terroristen, die sie mit Fahrzeugen, Helikoptern und zu Fuß durch größere Teile der britischen Hauptstadt führt. Mit der Hilfe einer MI6-Agentin versuchen sie die amerikanische Botschaft zu erreichen, was ihnen jedoch nicht gelingt. Der Drahtzieher des Anschlags, ein international gesuchter pakistanischer Waffenhändler, nimmt ASHER gefangen und kündigt dessen Hinrichtung an, die er live über das Internet übertragen will. Im letzten Moment kann Banning einschreiten und den Präsidenten retten. Wie sich später herausstellt, hatten die Terroristen einen Maulwurf im britischen Geheimdienst, der die Angreifbarkeit der Sicherheitsorgane in der massiven geschehenen Form erst möglich gemacht hat.

Natürlich ist der Hauptdarsteller, Mike Banning den ja Gerard Butler spielt sehr gut, nur die Geschichte, die Dinge die vorkommen. Also, man weiß bald mit Angela Bassett die ja LYNN JACOBS spielt, die ja im Vorgängerfilm seine Chefin war, also die von Mike, was mit der passiert, man weiß ungefähr dass es um Rache geht, weil man anfangs die Explosion sieht, die eine Drohne auslöst, die Familie von AMIR BARKAWI der ja in dem Film der Haupt Terrorist ist, und Waffenschieber, da sterben einige, wieso ist er nur auf Platz 6 der meistgesuchten Menschen der Welt?

Morgan Freeman übrigens als Vizepräsident TRUMBULL spielt wie immer nett aber viel zu kurz, Robert Forster als General EDWARD CLEGG ist eine Fehlbesetzung, der redet ja fast nichts, von dem guten Darsteller Jackie Earle Haley als Deputy Chief MASON sieht man so gut wie nichts, Radha Mitchell spielt LEAH, die Frau von Mike, irgendwie hätte die auch besser spielen können, die Geschichte um das Kinder kriegen von Banning und Co ist natürlich aufgesetzt, die Effekte sind gut aber es fehlt so viel an der Geschichte das ich den Film nicht wirklich gut heiße. Der Anfang ist langweilig es wird geplänkelt es gibt wenig gute Sachen im Drehbuch dann geht es kurz Zack auf Zack und dann ist es wieder so dass Supermann Mike alle Leute niedermäht, nie Verletzungen hat, für alles geschaffen ist, sicher sich mit jedem anlegt und dauernd gewinnt. So ein Käse.

Ich glaube dass die beiden Drehbuchautoren, Creighton Rothenberger und Katrin Benedikt, einfach Mist gebaut haben. Ursprünglich war ja Antoine Fuqua vorgesehen aber der konnte nicht als Regisseur, leider. Regisseur war dann Babak Najafi, und den kenn ich nicht, er ist ein Iraner. Ja es fehlen an dem Film einige Dinge die einen Film gut machen aber das macht nichts, nicht jeder Film kann gut sein, dieser ist es auch nicht besonders. Teil 1 war gut der hat mir gut gefallen aber der war nicht so super.

Ja Ich mache es kurz, die Story ist nett, der Terror ist schrecklich leider war er schon in Europa zu hören spüren und merken, es ist kein so spannender Film aber ja er hätte besser sein können. Ich vergebe nur 75 Punkte von 100 Punkten.Mehr anzeigen


oscon

vor 3 Jahren

Actionkracher mit einem souveränen Duo: Gerard Butler / Aaron Eckart.
Nach dem plötzliche Tod des engl. Premierminister versammeln sich die Staatschefs dieser Welt zur Gedenkfeier in London und werden Opfer eines Anschlags islamistischer Terroristen.
Secret-Service-Agent Mike Banning (Butler) muss den Präsidenten aus der Gefahrenzone wegschaffen.
Viel Geballer, mässige Special Effects, aber macht Lust auf "Call-of-Duty"!Mehr anzeigen


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