Annie USA 2014 – 118min.

Annie

Filmkritik

Etwas fürs Herz

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Es ist bereits die dritte Verfilmung des klassischen Musicals, eine Neuerung hat Will Glucks Annie aber parat. Sie ist nicht mehr weiß, sondern schwarz. Kaum zu glauben, aber das hat in manchen US-Kreisen durchaus einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Tatsächlich ist es irrelevant, welche Hautfarbe die Figur hat.

Annie ist ein Waisenmädchen, das im Haus einer ewig grummelnden Pflegemutter lebt und dessen Weg sich eines Tages mit dem reichen Will Stacks kreuzt. Der ist gerade dabei, sich als Bürgermeister-Kandidat bei der nächsten Wahl zu positionieren, seine Beliebtheitswerte lassen jedoch zu wünschen übrig. Darum rät man ihm, die kleine Annie bei sich aufzunehmen, da das bei den Wählern sehr gut ankommen würde. Stacks nimmt den Ratschlag an, hätte aber nie gedacht, wie sehr Annie sein Leben verändert und – das vor allem – auch bereichert. Aber am Horizont ziehen Gewitterwolken auf.

Will Gluck hat die Geschichte aus den 1930ern herausgelöst und erzählt sie in modernem Kontext. Dass der Stoff nach wie vor zuckersüß ist, ist indes ganz und gar gleichgeblieben. Denn allen kosmetischen Korrekturen zum Trotz ist Annie nach wie vor Kitsch par excellence. Dem wirken ein paar beschwingte Songs entgegen.

Immerhin gibt es ein paar Figuren, die aus der Schwarzweißzeichnung herausstechen, allen voran Cameron Diaz als Pflegemutter. Sie genießt es offensichtlich, eine männergeile, zotige Frau zu spielen, die aber das Herz doch auf dem rechten Fleck hat, auch wenn es ganz schön dauert, bis das ihr und dem Publikum bewusst wird. Die übrigen Schauspieler leisten Dienst nach Vorschrift, da ihre Rollen auch nicht wirklich viel hergeben. Beasts of the Southern Wilderness-Star Quvenzhané Wallis hat hier zwar auch nichts, was erneut oscarverdächtig wäre, aber sie erfüllt ihre Rolle mit einer quirligen Lebendigkeit, für die man sie einfach ins Herz schließen muss.

Annie ist seichtes Musical-Entertainment mit ein paar eingängigen Songs und nicht minder spritzigen Choreographien. Wer frühere Annie-Verfilmungen kennt, den erwartet hier nichts Neues. Neue Gesichter, ein neues Setting, aber eine gehörige Portion Vertrautheit zeichnen den Film aus, der ideal ist, wenn ein Kinobesuch mit der ganzen Familie ansteht.

15.01.2015

3

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Kommentare

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tuvock

vor 4 Jahren

Ich kann den Film sehr wohl empfehlen aber nicht so ganz richtig, weil er einfach zu langweilig und zu einfach gemacht ist, zu viel Musik aber das ist nur meine Perspektive. Technik, Musik, alle Dinge dieser Art passen super, und Annie ist ein süßes Mädchen so gesehen muss der Film eine gute Kritik haben. Auch die Geschichte mag ich aber mehr als 79, 99 Punkt vergebe ich trotzdem nicht. Meine Freundin hat sich am Film ergötzt, ihr war aber der Film auch irgendwie nicht gut genug und das ist mein Haupturteil, glaubt mehr den Frauen, auf die kann man gut bauen.

Und vor allem eines darf man nicht vergessen die blöde deutsche Übersetzung der Musik, die war echt dämlich.Mehr anzeigen


tuvock

vor 4 Jahren

Was kann man alles mit 65 Millionen U S$ für Filme machen? Sicher viele gute, aber wieso gerade dieser 135 Millionen US $ Erfolg, weltweit übrigens, der 117 Minuten dauert, gerade so in dieser Form ins Kino kam ja das ist fraglich.

Die in Louisiana 2003 geborene Quvenzhané Wallis spielt in dem Film die Hauptrolle der süßen kleinen Annie. Der reichste Mann der Welt, Stacks, spielt im Film Jamie Foxx, der 1967 in Texas geboren ist. Der Darsteller hat schon 49 Filmpreise gewonnen und 64 x wurde er nominiert, also er versteht auf alle Fälle was von Schauspielerei.

1982 hat es ja eine Filmfassung von John Huston gegeben wo Aileen Quinn die süße Annie spielt und Albert Finney den reichen OLIVER Warbucks der im Film, also in der Neufassung Will Stacks heißt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Musical Annie von 1977, welches wiederum auf dem Comic Little Orphan Annie von Harold Gray basiert. Und Annie heißt ja eigentlich Annie Bennett und im Film sucht sie wie im alten Film aus 1982 Ihre Verwandtschaft.

Im alten Film gab es eine Agatha Hannigan, im neuen Film eine Colleen Hannigan die von Cameron Diaz gespielt wird, dann gibt es in der Neufassung eine Grace Farrell, die ja eine Art Mutterersatz für Annie ist, die wird von Rose Byrne gespielt.

Dann spielt der 1967 geborene Nigerianer Adewale Akinnuoye-Agbaje im Film den Leibwächter und Chauffeur von Stacks. Wer den Alten Film kennt, wird auch wissen wer Lily St. Regis und Rooster Hannigan ist, das sind die Fake Eltern von Annie, in der Neufassung heißen sie genauso.

Übrigens Ashton Kutcher tritt auf als Simon Goodspeed, dann die süße Patricia Clarkson als eine Frau von so einer Zeitung oder so, Rihanna kommt als Mondgöttin daher, MICHAEL J. Fox als er selber, einen Cameo hat auch Mila Kunis als Andrea Alvin, und 12 Songs werden gesungen.

Cameron Diaz wäre fast durch Sandra Bullock ersetzt worden und Justin Timberlake hätte die Rolle von Foxx gespielt, das wäre nicht so gut. Nominiert ist der Film für 2 Golden Globes, aber ob er gut ist? Keine Ahnung.

Worum geht es eigentlich?

Das kleine Waisenmädchen ANNIE (Quvenzhané Wallis) lebt im Pflegeheim der nicht allzu kinderfreundlichen COLEEN HANNIGAN (Cameron Diaz). Eines Tages beschließt der milliardenschwere Geschäftsmann und Bürgermeister-Kandidat Benjamin STACKS (Jamie Foxx), aus Publicity-Gründen für einige Zeit ein Waisenkind bei sich leben zu lassen. Wie es der Zufall so will, fällt die Wahl ausgerechnet auf Annie.

Für ANNIE beginnt damit eine Zeit voller aufregender Unternehmungen und nie gekanntem Luxus, und auch für BENJAMIN STACKS wird Annie bald zu mehr als nur einer lebenden Werbemaßnahme. Wie seine Sekretärin GRACE bemerkt, hat er das Waisenmädchen in sein Herz geschlossen. Aber plötzlich tauchen ANNIES leibliche Eltern wieder auf, und alles sieht danach aus, als sei die Freundschaft von ANNIE und BENJAMIN STACKS nur von kurzer Dauer gewesen.

Ich glaube der Film ist nicht so übel. Und das mit dem reichsten Mann der Welt, das habe ich, glaube ich vom Film aufgeschnappt. Schon 1924 gab es eine Art Comic Verfilmung eine kurze, Stummfilm Version über das Waisenmädchen. Erst 1977 wurde die Story ein Musical am Broadway und dann eben die 2 Filme, die alte und die Fassung hier.

Übrigens die Darstellerin von Annie die wurde damals für so einen langweiligen Film den ich gesehen habe, als jüngste Oscar Darstellerin aller Zeiten, da war sie 9 Jahre alt, nominiert. Und wenn sich wer fragt, wieso Jamie Foxx in dem Film ist, der hat damals schon im Film „Ray“ hervorragend gepasst und ich glaube der kann wirklich singen. Die deutsche Übersetzung der Lieder ist katastrophal.

Produziert wurde der Film vom berühmten Will Gluck, den Regisseur aus „Freunde mit gewissen Vorzügen“ der auch Regisseur vom Film ist, und von James Lassiter, dem Produzenten von „Karate Kid“ dann von Jada Pinkett Smith, der Ehefrau von Will Smith, Sie hat übrigens im 2. Matrix Film gesielt, die Niobe, Will Smith der 1968 geboren ist, hat den Film auch produziert, dann den New Yorker Jay Z, der ist berühmt, und er ist ein US-amerikanischer Rapper, Musikproduzent und Unternehmer. Er arbeitet zuweilen auch unter den Pseudonymen Hov, Hova, J-Hova und Jigga. Jay Z war Chief Executive Officer der Plattenfirma Def Jam und besitzt heute die Modefirma Rocawear. Ach ja, in der Fassung von 1982 gab es 17 Songs nicht 12 Songs wie in der 2014 er Version.

Was ich nicht verstanden habe, wieso hat man den Film der 1930 spielt, eigentlich nach 2014 verfrachtet? Um das schöner zu machen oder wie? Nun ich finde den Film nicht übel aber viel zu viel Singen, was klar ist, es ist ein Musical, Schauspielerisch ist der Film gut, Annie ist ein süßes Mädchen das man einfach nur gerne haben muss, sie spielt so natürlich wie damals Curly Sue, das war mal ein lustiger Film.

Ich bin übrigens der Meinung dass es viel besser wäre, wenn man den Film mit Sandra Bullock besetzt hätte, weil die einfach besser ist. Cameron wirkt irgendwie langweilig. Sie spielt nicht so gut, sie ist nicht so spannend beim Spielen, sie wirkt nicht so super überzeugend, irgendwie wie eine langweilige komplizierte eigenartige Diva, die sich unnötig aufregt und irgendwie nicht ganz dicht ist.

Ich habe den Film zwar genossen weil er bunt ist und weil er gut Darsteller hat, aber so von der Spannung her, nein ich weiß nicht, ich habe schon bessere gesehen und ich bin sicher, auch wenn ich mich nicht erinnern die alte Version von Huston ist sicher besser, da der ein besserer Regisseur war.

Ich kann den Film sehr wohl empfehlen aber nicht so ganz richtig, weil er einfach zu langweilig und zu einfach gemacht ist, zu viel Musik aber das ist nur meine Perspektive. Technik, Musik, alle Dinge dieser Art passen super, und Annie ist ein süßes Mädchen so gesehen muss der Film eine gute Kritik haben. Auch die Geschichte mag ich aber mehr als 79, 99 Punkt vergebe ich trotzdem nicht. Meine Freundin hat sich am Film ergötzt, ihr war aber der FilmMehr anzeigen


Taz

vor 4 Jahren

Total überflüssig


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