Die Schlümpfe 2 USA 2013 – 105min.

Filmkritik

Es wird wieder gewichtelt

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Nur zwei Jahre sind seit dem ersten Abenteuer der Schlümpfe vergangen: Verschlug es sie damals nach New York, geht es im Sequel nach Paris. Vom Szenenwechsel abgesehen hat sich am Erfolgsrezept der blauen Gnome nichts geändert.

Gargamel, der in unserer Welt zum erfolgreichen Bühnenmagier geworden ist, hat mit Zicky und Howie zwei Lümmel – graue Schlümpfe – erschaffen, die Schlumpfine entführen und in die französische Hauptstadt bringen. Von ihr will Gargamel die geheime Zauberformel, mit der Papa Schlumpf aus ihr einst einen richtigen blauen Schlumpf gemacht hat. Papa Schlumpf reist mit drei anderen Schlümpfen nach New York, wo man die Winslows um Hilfe bei der Befreiung von Schlumpfine bittet. Gemeinsam geht es in die Stadt der Liebe, um Schlumpfine aus Gargamels Klauen zu befreien. Aber will das blonde Schlumpfmädchen überhaupt nach Hause?

Für das Sequel gilt, was auch schon zum ersten Film zu sagen war: Dies ist unschuldige, vergnügliche, für Erwachsene aber bisweilen etwas langatmig geratende Unterhaltung, die über genügend Schlumpfaction und –humor verfügt, um erzählerische Durststrecken locker überwinden zu können. Speziell die Sequenzen mit den menschlichen Akteuren sind weniger spritzig, Neil Patrick Harris & Co. werden von den kleinen blauen Männern in den weißen Zipfelmützen schlicht und einfach an die Wand gespielt. Da hilft es auch nur bedingt, dass die Mensch-Schlumpf-Geschichten einander spiegeln, geht es doch hier wie dort darum, dass ein Kind erkennen muss, wer sein wahrer Vater ist. Das kommt zwar mit moralinsaurer Botschaft daher, die nur für die Jüngsten eine Form von Tiefgang darstellt, aber auch das gab es schon im ersten Teil zu verzeichnen. Man könnte also sagen: Nichts Neues in Schlumpfhausen und Umgebung.

Immerhin ist das aber spritzig dargeboten. Wie schon beim Vorgänger wird die 3D-Technik in manchen Szenen sehr effektiv genutzt - wenn Schlumpfine und die Lümmel mit Störchen über die Dächer von Paris fliegen etwa. Da hat man fast das Gefühl, selbst mit auf dem Storch zu sitzen. Für die filmaffinen Zuschauer gibt es dann noch ein paar ganz gute Gags, darunter auch ein Star Wars-Zitat, das perfekt zur Situation passt. The Smurfs 2 ist am Reißbrett konzipierte, sommerliche Familienunterhaltung - und ein großteils amüsanter Zeitvertreib. Aber vielleicht muss dann der dritte Teil nicht schon wieder in einer Metropole unserer Welt spielen?

30.07.2013

3

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Kommentare

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gefuehlsmensch

vor 6 Jahren

sehr witzig


nalamausi

vor 7 Jahren

ich finde teleboboy supi


nikilein

vor 7 Jahren

Gefällt meiner Frau, ist doch so herzig


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