Der Zoowärter USA 2011 – 104min.

Filmkritik

Balzen für Anfänger

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Kevin James spielt wieder einmal den gemütlichen und gutherzigen Dicken. Der größte Unterschied zu seinen anderen Filmen? Er kann mit Tieren sprechen.

Griffin (Kevin James) ist Zoowärter - und das aus Leidenschaft. Er liebte einst Stephanie (Leslie Bibb) und machte ihr einen Heiratsantrag, doch sie lehnte ab, da er ihr als Zoowärter nicht gut genug war. Fünf Jahre später tritt sie wieder in Griffins Leben und verdreht ihm den Kopf. Da die Tiere Angst haben, dass ihr beliebter Zoowärter kündigen könnte, offenbaren sie ihm ein streng gehütetes Geheimnis: Sie können sprechen! Für Griffin ist es ein Schock, dass Löwe Joe, Affe Arnold, Gorilla Bernie und all die anderen plötzlich ganz normal mit ihm reden. Doch da die Zoobewohner ihm beibringen wollen, wie man als echtes Alpha-Männchen ein Weibchen beeindrucken kann, überwindet er diesen Schock sehr schnell.

Anders als bei Dr. Dolittle verhält es sich bei Zookeeper nicht so, dass nur die Hauptfigur mit den Tieren sprechen könnte. Die Viecher könnten mit jedem reden - sie wollen bloss nicht. Kevin James spielt wie schon oft eine Variation seiner Serienrolle Doug Heffernan, aber anders als in seinen bisherigen Filmen hat er hier mit den tieren Partner, die ihn gnadenlos an die Wand spielen. Sie haben in dieser hauptsächlich Slapstick-Komödie die Nase vorne, auch weil ihnen Stars wie Sylvester Stallone, Adam Sandler, Cher, Nick Nolte, Jon Favreau und Judd Apatow leihen. Dagegen verblasst der bessere Cameo-Auftritt von Thomas Gottschalk total.

Im Grunde sollte ein Film wie Zookeeper - trotz der romantischen Geschichte um die Hauptfigur - hauptsächlich auf den Charme der sprechenden Tiere setzen. Sie sind die Attraktion des Films, aber sie kommen erstaunlich kurz. So ertappt man sich immer wieder dabei, dass man sich wünscht, Bernie, Arnold, Joe und Co. hätten mehr zu tun, als ihnen das etwas infantil geratene Skript zugesteht.

Zookeeper ist ein in jeder Sekunde vorhersehbarer Film, der aber auch gar nicht überraschen will. So geht Sommerlochkino für die ganze Familie. So unschuldig-harmlos, aber irgendwie auch nett wie dieser Film daherkommt, können sich Jung und Alt amüsieren: die einen, weil es albern ist, die anderen, weil es nicht so albern ist, dass es nicht noch schlimmer hätte kommen können! Fazit: nett, aber unspektakulär mit teils erstaunlich schlechten Effekten, einem nervigen Ken Jeong, einem sympathischen Kevin James und einer bezaubernden Rosario Dawson. Leichte Unterhaltung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

15.07.2011

3

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Kommentare

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Gelöschter Nutzer

vor 7 Jahren

Unterhaltsamer Film zum entspannen.


maege70

vor 8 Jahren

Typisches Popcorn-Kino - aber unterhaltsam


tunsch

vor 8 Jahren

Lustiger Film. Berliner Dialekt des Affen ist cool. Für einen Abend mit Kindern vor dem TV schon zu empfehlen...


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