Transformers: Dark of the Moon USA 2011 – 154min.

Transformers: Dark of the Moon

Filmkritik

Hauptsache Krach

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Den dritten Teil seines Roboter-Spektakels präsentiert Krawall-Regisseur Michael Bay im zeitgemässen 3D-Look. Viel besser als sein Vorgänger ist er dennoch nicht geworden.

Seit über 40 Jahren hütet die dunkle Seite des Mondes ein Geheimnis. Das Weltraumrennen zum Mond in den 60ern war die Reaktion auf den Absturz eines Raumschiffs. Bei der historischen Mission von Apollo 11 sollten die Astronauten das Wrack untersuchen. Jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, erfahren die Autobots von ebendiesem Raumschiff. Sein Pilot war ihr Anführer Sentinel Prime, der auf der Erde wieder zum Leben erweckt wird. Doch seine Rückkehr ruft auch Megatron und die Decepticons auf den Plan. Die erbitterten Gegner der Autobots beginnen mit einer Invasion der Erde, an deren Ende die Versklavung einer ganzen Spezies stehen soll - sollten Sam Witwicky, Optimus Prime und die anderen Autobots dies nicht verhindern.

Nach dem schwachen zweiten Teil versprachen die Filmemacher, dass Transformers 3 eine Rückkehr zu alter Größe sein sollte. Man wollte die Qualität des Originals wollte wieder aufleben lassen - und das in 3D. Und trotzdem hat Michael Bay einen Film abgeliefert, der nur wenig besser ist als sein direkter Vorgänger. Mit einer Laufzeit von fast 160 Minuten ist Transformers 3 schon mal zu lang geraten. Der Film hätte eine klarere Linie bekommen, hätte man sich etwas Mühe gegeben, die Story zu trimmen, die an sich durchaus interessant ist. Der Film kommt immer dann zum Erliegen, wenn die menschlichen Figuren in den Fokus gerückt werden.

Die Schauspieler werden von Bay schlicht im Stich gelassen. Das führt dazu, dass einige sich auf bloßes Chargieren verlassen (Shia LaBeouf und John Malkovich), ihre übliche Routine abziehen (Ken Jeong) oder aber hoffnungslos überfordert sind (Rosie Huntington-Whiteley). Wenn man konstatieren muss, dass die größten schauspielerischen Leistungen von CGI-erschaffenen Robotern kommen, ist das letztlich eine Bankrotterklärung.

Transformers 3 setzt auf extrem infantilen Slapstick-Humor. Überzeugend an diesem Film ist allein die finale, gut 45-minütige Action-Sequenz, die zwar jedweder Logik spottet, aber als Schauwert gefallen kann. Dass das Ende viele Fragen offenlässt, ist Michael Bay vermutlich schnuppe. Hauptsache, es hat richtig gekracht.

11.01.2017

2

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Kommentare

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dulik

vor 2 Jahren

"Nichts ändern, was sich bewährt hat", das wird sich Michael Bay beim Dreh von "Transformers 3" gedacht haben. Leider wurde aber auch an den Schwachpunkten der beiden Vorgänger kaum etwas geändert. So punktet auch der 3. Teil mit seiner grossartigen Action und den visuellen Effekten, ist aber punkto Handlung und Dialoge höchstens auf Durchschnittsniveau.
Actionfans kommen aber auch hier wieder voll auf ihre Kosten
7/10Mehr anzeigen


croboy82

vor 5 Jahren

Special Effects sind natürlich super aber die Story ist langweilig und wenn von Anfang an nur Explosionen stattfinden, gibt es keine Steigerung im Film und er wird langweilig. Manchmal ist weniger mehr!


flo1981

vor 5 Jahren

super!


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