Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen USA 2009 – 100min.

Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen

Filmkritik

Der Mann, der die Frauen liebte

Jean Lüdeke
Filmkritik: Jean Lüdeke

Gnadenloser Promi-Papparrazo legt die Frauen flach - und sich selbst aufs Kreuz: Hollywoods Parade-Verführer Matthew McConaughey glänzt in einer romantischen Komödie der seichten Art.

Fun, Freiheit und die Frauen sind die Steckenpferde des bekannten Promi-Fotografen und Junggesellen Connor Mead (Matthew McConaughey). Seine Dates sind so kurz wie die anschließenden Nächte. Deshalb findet er gar nichts dabei, die vernaschten Damen nach Lust und Laune wieder abzuservieren. Als er auf seine unfeine Art fast die Hochzeit seines Bruders Paul (Breckin Meyer) ruiniert, suchen ihn die Verflossenen heim - als wahnhafte Visionen, die ihm spiegelbildlich sein erbärmliches Luxus-Dasein vor die Visage knallen. Allen voran Jennifer Garner im Gewand der gutmütigen Jenny: Die läutet die Katharsis ein.

Vor allem die Fantasy-Elemente treiben die Handlung voran, während die gesammelten vergossenen Tränen seiner Liebschaften auf den Verführer hinabprasseln. Doch damit nicht genug: Es hängen noch benutzte Kondome im Firmament. Das ist alles nett anzuschauen und ganz witzig, die Botschaft indes vermittelt Trügerisches. Man(n) kann zahllose Herzen brechen, um trotzdem noch irgendwie nach schelmischer Schelte belohnt zu werden. Die Realität freilich sieht leider meistens anders aus. Da führen Trennungen, Demütigungen und der Schmerz bei den Verlassenen nicht selten in den Alkoholismus, Suizid oder auf die Couch des Psychologen.

Keine Frage: Es ist so berechnend wie klug, wie Hollywood mit seinen erfolgreichen romantischen Komödien verfährt. Man greift auf die gängigen Klischees und Versatzstücke zurück, wie man sie zuhauf auch in den Soaps sieht, mixt coole Sprüche und Situationskomik dazu, und schon ist ein vordergründig selbstironischer Streifen fertig. Wobei das Muster in der Regel trivial ist: Am Ende bekommt der böse Sünder - in diesem Falle der Vorzeigmacho Connor Mead (Matthew McConaughey) - seine Quittung präsentiert.

Genießen kann man hier neben den genregängigen Comedy-Mechanismen von Missverständnissen, Situationskomik und Wortwitz insbesondere Hollywood-Ikone Michael Douglas; als ebenso amüsanter By-Pass-Kick, der als Ex-Mentor und visionäres Vorbild stets die "richtigen" Tipps parat hält.

20.12.2011

3

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Kommentare

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ReynX7

vor 4 Jahren

Witzige Liebeskomödie.


cehu

vor 5 Jahren

ziemlich langweilig


gefuehlsmensch

vor 5 Jahren

eine durschnittliche Liebeskomödie.


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