Both Sides of the Blade Frankreich, Grossbritannien 2022 – 117min.

Filmkritik

Zwei Männer, eine Frau

Théo Metais
Filmkritik: Théo Metais

Claire Denis und Christine Angot enthüllen eine Dreiecksbeziehung erstickender Liebe.

Sara (Juliette Binoche) teilt ihr Leben mit Jean (Vincent Lindon), einem ehemaligen Insassen und angesehenen Rugbyspieler. Er nimmt wieder Kontakt zu seinem früheren Partner auf, einem gewissen François (Grégoire Colin), der kein anderer ist als Saras früherer Ehemann.

Claire Denis bringt Juliette Binoche und Vincent Lindon in dieser komplexen Dreier-Konstellation zum ersten Mal auf der Leinwand zusammen - dank der Romanverfilmung von Christine Angot. Die beiden Frauen tun sich zusammen, um die Geschichte von Sara zu erzählen und schreiben gemeinsam das Drehbuch.

Im Mittelpunkt steht eine verzweifelte Frau, welche von der wunderbaren Juliette Binoche gespielt wird. Seit 10 Jahren ist sie mit Jean (ein intensiver Vincent Lindon) zusammen, welcher nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis mit seinem ehemaligen Partner und Freund eine Agentur für junge Rugbyspieler gründet. Für Jean beginnt ein neues Leben, während Sara den Verstand verliert und zwischen dem Mann, den sie so sehr geliebt hat, und dem Leben, das eigentlich ihres sein sollte, hin- und hergerissen ist. Claire Denis paraphiert eine Parade vergifteter Liebe im Herzen einer klinischen Inszenierung, roh und ungekünstelt, um das erstickende Drama dieser Frau am Scheideweg ihrer Liebe zu erzählen.

15.02.2022

3.5

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