Playmobil: Der Film Frankreich, USA 2018 – 99min.

Playmobil: Der Film

Filmkritik

Spiel, Spass und Spannung

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Nach dem Erfolg von The Lego Movie war es nur sinnig, dass andere erfolgreiche Spielzeughersteller auf denselben Zug aufspringen würden. Was mit Lego möglich ist, das geht mit Playmobil erst recht, zumal man hier viele unterschiedliche Welten hat, in die man eintauchen kann. Passend dazu beginnt das Ganze als Realfilm – mit Anya Taylor-Joy und Gabriel Bateman als Geschwister, die im Playmobil-Land ein Abenteuer erleben.

Nach dem Tod ihrer Eltern muss sich Marla um ihren jüngeren Bruder Charlie kümmern. Die Abenteuer, von denen sie immer geträumt hat, sind vier Jahre später weiter entfernt denn je. Aber dann verschlägt es die Geschwister in das Abenteuer ihres Lebens, als sie in das magische Playmobil-Universum geraten. Dort werden sie getrennt, weswegen Marla sich auf die Suchen nach ihrem Bruder macht und dabei Hilfe vom durchgeknallten Foodtruck-Besitzer Dell, dem Geheimagenten Rex Dasher und einem Roboter bekommt. Die braucht sie auch, befindet sich Charlie doch in ernster Gefahr…

Die Geschichte ist episodisch strukturiert, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Marla sich durch die verschiedenen Spielwelten kämpfen muss. Das macht den Reiz des Films aus, der damit auch die unterschiedlichen Spielmöglichkeiten von Playmobil illustriert, wenn die Heldin erst bei den Wikingern, dann auf einem ganz normalen Highway und schliesslich im Wilden Westen landet, bevor Abstecher in die Stadt der Zukunft und ins prähistorische Reich der Dinosaurier gemacht werden. Das Finale findet dann in Konstantinopolis statt, einer Art römischem Reich, inklusive eines Imperators, der nicht zu den freundlichsten Gesellen gehört, aber eine furchtbar gute Singstimme hat.

Denn Playmobil: Der Film ist auch ein Musical. Das wird nicht masslos übertrieben, aber schon im Realfilmteil am Anfang darf Anya Taylor-Joy einen Song darüber zum Besten geben, wie gerne sie die Welt erkunden würde. Ein paar weitere musikalische Einlagen folgen, die sich schön ins Gesamtbild einfügen.

Die Geschichte ist recht einfach gestaltet, der Film punktet aber vor allem auch mit der Abwechslung, welche die verschiedenen Welten bringen. Dass hier Piraten neben Wikingern und Römern agieren, ist ganz normal – ebenso, wie auch ein Kind mit all den Figuren und Spielsets, die zur Verfügung stehen, umgehen würden. Dadurch erlaubt sich der Film aber auch ein paar zum Schmunzeln anregende Überraschungen – wenn zum Beispiel Figuren da auftreten, wo man sie am wenigsten erwarten würde.



05.08.2019

3.5

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Kommentare

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Taz

vor 3 Monaten

Der kleine, langweilige, brave und nervige Bruder des Legofilms. Für Kids gibt es sicher was zu sehen, alle über 10 werdens ich ab den Singeinlagen nerven. Zudem (wie auch schon beim Legofilm) ist die Story einfach garnix.... Es fehlen zudem Eckpunkte von Figuren, wobei der von Harry Potter im Original gesprochene Agent schon das Highlight ist.Mehr anzeigen


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