Maya the Bee: The Honey Games Australien, Deutschland 2018 – 83min.

Die Biene Maja – Die Honigspiele

Filmkritik

Eine Biene auf der Siegerstraße

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Vor drei Jahren gab es den ersten Kinofilm mit den Abenteuern der kessen Biene Maja, ihrem etwas langsamen Freund Willi und all den anderen Figuren, die in den 1970er Jahren in der Zeichentrickserie so populär waren. Am Ensemble hat sich nicht viel verändert, auch wenn die eine oder andere Figur fehlt.

Als Maja erfährt, dass ihr Bienenstock für die von der Kaiserin veranstalteten Honigspiele den halben Sommerhonig opfern soll, will sie das nicht einsehen – weil es dem Stock fast nicht möglich ist, ohne diesen Honig zu überleben. Darum macht sie sich mit Willi auf, um mit der Kaiserin zu reden. Das wird jedoch so turbulent, dass eine Herausforderung ausgesprochen wird: Maja und ein Team der Klatschmohnwiese dürfen an den Honigspielen teilnehmen – wenn sie die Spiele nicht gewinnt, verliert ihr Bienenstock den ganzen Honig. Maja nimmt die Herausforderung an, hat jedoch in Violetta eine verschlagene Konkurrentin, für die Gewinnen alles ist.

Anders als früher setzt man nun nicht mehr auf Zeichentrick, sondern auf Computeranimation, was auch schon in der vor wenigen Jahren gestarteten Serie der Fall war. Der Look entspricht einfach dem, was Kinder heute erwarten. Inhaltlich betrachtet bietet man ein flott erzähltes Abenteuer mit interessanten Wettspielen und Herausforderungen, die auch dazu da sind, die einfachen, aber schönen Botschaften zu transportieren.

So geht es natürlich darum, dass in einem Team der Einzelne nicht im Mittelpunkt steht und alle zusammenspannen müssen. Ebenso zeigt man, dass jeder eine Fähigkeit und ein Talent hat, man dieses nur entdecken und fördern muss. Zugleich wird versucht klarzumachen, dass nicht nur im Sport, sondern auch im Leben die Dinge fair ablaufen sollten. Dass das in der realen Welt nur selten der Fall ist, wissen die jüngsten Zuschauer natürlich nicht. Sie mit solchen Botschaften zu konfrontieren, ist auf jeden Fall richtig, weil auf spielerische Weise ein moralisches Koordinatensystem erschaffen wird.

Die Biene Maja – Die Honigspiele fängt schon mit einem Wettrennen an – auf Libellen! Damit wird auch die Erzählgeschwindigkeit des Films etabliert, denn eine langweilige Minute kommt hier nie auf. Und das weder für die Jüngsten, noch für die älteren Zuschauer, die mit der Biene Maja ohnehin eine ganz gehörige Menge Nostalgie verbinden. Es ist aber nicht nur die, wegen der man sich mit diesem Film wirklich gut unterhalten kann. Auch ist es die liebevolle Umsetzung, die klarmacht, dass auch deutschsprachige Animationsfilme mit internationalen Hits mithalten können.

05.03.2018

4

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