Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel! Deutschland 2018 – 80min.

Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel!

Filmkritik

Ein Freund, ein guter Freund

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Nach dem Erfolg des ersten Kinofilms und der nachfolgenden Serie gibt es nun mit Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel! das nächste Abenteuer mit dem sympathischen Drachen und seinen Freunden. Der computeranimierte Film zielt dabei auf ein sehr junges Publikum ab, ist aber so charmant gemacht, dass die älteren Begleiter durchaus auch ihren Spass haben können.

Der Sommer ist da, und die Kinder der Feuer- und Fressdrachen machen sich per Schiff auf ins Sommercamp – auf eine der Inseln, auf der auch Wasserdrachen leben sollen. Kokosnuss, Oskar und Mathilda sind ganz aufgeregt, doch dann wird es problematisch. Denn das Schiff schlägt leck und alle müssen blitzschnell von Bord. Dabei wird Mathilda von den anderen getrennt – und auch Kokosnuss und Oskar sind bei der Suche nach ihr schon bald auf sich allein gestellt. Ganz zu schweigen von den Wasserdrachen, die keiner versteht, und den Pflanzen, die sich auf der Insel ausbreiten. Denn der Dschungel ist hungrig.

Die Geschichte ist simpel gestrickt, bietet aber reichlich Abwechslung, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Figuren voneinander getrennt und eigene Abenteuer erleben, bevor sie zum Finale hin wieder alle zusammengeführt werden. Wo für die Kleinen die Botschaft transportiert wird, dass man nicht eifersüchtig sein muss, wenn der beste Freund einen neuen Freund hat, sondern dass man im Gegenteil selbst dadurch mehr Freunde erhält, gibt es auch ein, zwei Momente für Erwachsene, die höchst amüsant sind. Besonders gilt dies für den Moment, als Mathilda mit dem Schlauchboot draussen auf dem Meer ist, eine Haiflosse auftaucht und die Musik eine ganz kurze Hommage an Der weisse Hai bietet. Das hätte man in einem Film mit dieser Zielgruppe nun wirklich nicht erwartet.

Aber natürlich geht alles gut aus – auch für Kokosnuss und die anderen auf der Insel, die von fleischfressenden Pflanzen verfolgt und gejagt werden. Sie ist auch die einzige Bedrohung, da den Figuren generell inhärent ist, dass sie eigentlich ganz nett sind, selbst wenn sie wie die Obstschwestern etwas arg ichbezogen sind. Das sorgt aber auch dafür, dass Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel! familienfreundliche, simple Unterhaltung bietet, bei der schon die Jüngsten ihren Spass haben.

Die Animation ist gut, wenn auch etwas einfach gehalten. Man darf keine Pixar-Standards erwarten, die liebevoll gestalteten Figuren funktionieren aber vor der etwas simpel gehaltenen Kulisse wirklich gut. Und ernst genommen wird hier sowieso nicht viel: Denn als die Pflanzen einen „Grossangriff“ starten, ist immer noch Zeit für ein beschwingtes Liedchen…

21.12.2018

4

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Kommentare

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kaa_marti

vor 3 Monaten

Nur für die Kleinsten, Wenn mich ein Kindergärteler fragt warum haben die jetzt wieder alles wenn das Schiff untergegangen ist , ist die Sache zu simpel gestrickt


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