Magic Mike XXL USA 2015 – 115min.

Filmkritik

Mehr Spaß, mehr Party, mehr Choreografien

Patrick Heidmann
Filmkritik: Patrick Heidmann

Größer, schneller, lauter – das ist gemeinhin das Motto, wenn in Hollywood die Fortsetzung eines erfolgreichen Films an den Start geschickt wird. Dass der zweite Teil von Magic Mike, einem der Überraschungs-Hits des Kinojahres 2012, nun also den Zusatz XXL verpasst bekam, ist nur logisch. Doch wie genau setzt man so etwas inhaltlich um, bei einer – zumindest im ersten Anlauf – unaufgeregten Geschichte über männliche Stripper, die sich nicht so ohne weiteres mit Spezialeffekten und Computertricks aufmotzen lässt?

Tatsächlich kommt also Magic Mike XXL am Anfang auch nicht größer, sondern in etwas abgespeckter Version daher. Titelheld Mike (Channing Tatum) nämlich hat sich längst aus der Branche zurückgezogen und zimmert erfolgreich individuelle Möbel nach Maß. Der Anruf seiner alten Kumpels trifft ihn unerwartet, allerdings wollen Big Dick Richie (Joe Manganiello), Ken (Matt Bomer), Tito (Adam Rodríguez) und Tarzan (Kevin Nash) noch ein letztes Mal so richtig auf den Putz hauen. Also brechen sie von Florida aus zu einem Roadtrip nach Myrtle Beach in South Carolina auf, wo sie sich bei einer großen Stripper-Convention mit einem finalen Auftritt selbst feiern wollen. Dass Mike sich diese Gelegenheit dann doch nicht entgehen lassen kann, versteht sich von selbst.

Wo der erste Teil von Magic Mike seinen unerwarteten Charme aus einem Anstrich von Realismus, einer sommerlichen Leichtfüßigkeit und einer sympathischen Geschichte gewann, schlägt die Fortsetzung einen anderen Weg ein. Weder interessiert sich der Film, der nicht mehr von Stephen Soderbergh, sondern dessen langjährigen Produktionspartner Gregory Jacobs inszeniert wurde, für echte Blicke hinter die Nachtclub-Kulissen noch allzu sehr für das Thema Freundschaft, das vor drei Jahren letztlich wichtiger war als nackte Haut und heiße Tänze. Stattdessen stehen dieses Mal auf dem Programm: mehr Spaß, mehr Party, mehr Choreografien!

Dazwischen findet sich in Magic Mike XXL noch immer Platz für viele schöne Momente. Wenn Tatum an einer Stelle ganz beiläufig fallen lässt, dass Gott für ihn eine Frau sei, oder Manganiello sich zur Musik der Backstreet Boys gehen lässt, dann sind das darüber hinaus nur zwei Beispiele dafür, wie angenehm wenig sich das Drehbuch an einigen Stellen für gewisse Männlichkeitskonventionen interessiert.

All das allerdings kann nicht verhindern, dass sich das beinahe vollständige Fehlen von Handlung irgendwann negativ bemerkbar macht. Ohne ein Minimum an Plot und mit bemerkenswert wenigen Konflikten wird es zusehends schwerer, das Interesse an den Figuren aufrecht zu halten, während man sich von Tanznummer zu Tanznummer Richtung Finale hangelt.

14.08.2015

3

Dein Film-Rating

Kommentare

Sie müssen sich zuerst einloggen um Kommentare zu verfassen.

Login & Registrierung

Janissli

vor 2 Jahren

Hübsche Schauspieler und viel nackte Haut, doch leider ist die Geschichte als ganzes ziemlich langweilig.


Gelöschter Nutzer

vor 5 Jahren

Nicht sehr guter Film, langweilig und völlig übersexualisiert...


tuvock

vor 5 Jahren

Teil 1 war 2012 im Kino, hat 7 Millionen US $ gekostet, 108 Minuten gedauert, Channing Tatum spielt die Hauptrolle, und das gar nicht mal so übel, Regisseur war Steven Soderbergh und in Amerika hat der Film 113 Millionen US $ eingespielt und weltweit nur 167 Millionen US $. Warum dann ein Sequel? Keine Ahnung.

Teil 2 war 2015 im Kino, hat 15 Millionen US $ gekostet, 113 Minuten dauert er, selber Regisseur und Darsteller, 66 Millionen US $ Einspiel in Amerika, 117 weltweit. Was war passiert? Bessere Darsteller, langweilige Geschichte, super Tanzszenen, Film fertig.

Dafür spielt Kevin Nash mit, 208 cm groß, 134 Kg schwer, ein wahres Tier. Die Handlung, die ist glaube ich etwas zu primitiv. Nachdem MIKE seine Stripperkarriere beendet hat, weil er einfach nicht mehr wollte, er war vielleicht auch ausgebrannt, ja da wollen nun auch seine Kollegen das Handtuch werfen. Die Frage ist wieso? Nun Mike ist einfach das Zugpferd, ist er weg, dann auch die anderen. Für ihren Abschied vom Showbusiness wollen sie ihre Bühne, auf der sie bekannt wurden, verlassen und mit einem Auftritt in Myrtle Beach ihre letzte Vorstellung geben. Na da kann sich so manches Mädchen im Kinosaal auf ein feuchtes Höschen freuen aber nicht von der Hand seines Freundes. MAGIC MIKE soll hierfür als Headliner ein weiteres Mal ins Rampenlicht treten. Na klar kann er das, was sonst aber will er das? Auf den Weg zu ihrer finalen Show wärmt Mike alte Bekanntschaften wieder auf. Naja so nach dem Motto, Die glorreichen 7 auf Tanz.

Nun so gesehen bietet der Film wenig, er ist aber nicht übel, weil er einen gewissen Anspruch und eine gewisse rote Linie vertritt. Damit will ich sagen, er ist nicht schlecht, er hat eine gute Geschichte, es gibt geilere Tanzszenen, der Film ist ordinärer, er hat rüdere Dialoge finde ich, es spielen coole Typen mit, damals war übrigens Kevin Nash der ja Wrestler sonst ist auch dabei, und das ist das coole, wer auf solche Typen steht ja der sollte sich den Film angucken obwohl ich Kevin lieber in so einem Wikinger Film sehen möchte.

Dass Ganze ist ein Film wo man sich fremdschämen kann, die Szenen sind irgendwie, naja wie ich soll ich sagen, irre sexy, unglaublich anrüchig und wirklich, ja uff, nicht übel würde ich sagen. Ich hätte nur gerne eine andere Musik, ich überlege gerade was wäre wie der Film wäre wenn Heavy Metall zu hören wäre ob die dann auch so gut tanzen können.

Zurück zum Ernst, Tatum ist der beste Darsteller für die Rolle, er ist einfach super, er ist einfach Hipp, er kann das ganze so gut, er ist ein toller Typ im Film. In Teil 1 des Magic Mike Filmes war alles einfacher, die Darsteller hatten im Film Probleme, hier ist alles festgefahren, die Leute haben Probleme und keine Lösungen und stehen alle irgendwie am Abgrund alles geht sich knapp aus, und es gibt wieder eine sehr selbstbewusste Pinkett Smith zu sehen.

Ich überlege gerade wie ich auch einen Sixpack kriege, ich glaube die im Film die haben geschummelt und sich alles aufgeklebt. Was mich auch ein bisschen wundert, wieso sind die Darsteller alle im Film so freizügig? Der Film zeigt wieder, Frauen sind genauso Schweine und ordinär wie Männer.

Was im Film am besten ist, das sind die Tanzeinlagen, Dieter Bohlen wäre begeistert, die Musik ist nicht mein Fall, die Handlung ist zu einfach, es gibt eine Menge Muckis zu sehen, viel Selbstbewusstsein, eine Menge Testosteron, der Film ist kein Unterhaltungsfilm, für mich zu langweilig, aber für meine Freundin, uff die ging ziemlich ab. Was interessant war zu sehen, McDowell die früher schöne und märchenhafte, die sitzt da wie 'ne Schlampe und was die alles erzählt, oh Mann kann ich da nur sagen. Die ganze Story ist im Grunde genommen etwas dass auf ein Stück Serviette passt, es gibt wenige Wendungen aber dafür die Durchführung, auch nicht übel, ja die haben das alle gut gemacht, trotzdem ist der Film nicht mein Fall und mir zu langweilig. Naja alle warn so richtig nett mehr nicht, Super Muckis wenig Darstellerische Kunst.

70 von 100 Punkten.Mehr anzeigen


Mehr Filmkritiken

Justice League

Official Secrets

Where We Belong

It Must Be Heaven