Die Legende vom Weihnachtsstern Norwegen 2012 – 80min.

Filmkritik

Magische Reise für Jung und Alt

Björn Schneider
Filmkritik: Björn Schneider

Zauberhafte Kulissen, eine zu Herzen gehende Geschichte und fantasievolle Wesen: Die norwegische Erfolgsproduktion lässt die Magie der osteuropäischen Märchenfilme aus den 70er- und 80er-Jahren wieder aufblühen.

Prinzessin Goldhaar, die Tochter des mächtigen Königs (Anders Baasmo Christiansen), ist spurlos verschwunden. Auf der Suche nach dem Weihnachtsstern, ist diese im dunklen Wald verschollen. Nur wenn der König den Stern bis zum Weihnachtsfest findet, kann seine Tochter zurückkehren. Für die 14-jährige Sonja steht fest: Sie muss dem König helfen. Doch auch die fiese Hexe (Agnes Kittelsen) und der hinterhältige Graf (Stig-Werner Moe) begeben sich auf die Suche. Ihr Ziel: Sonjas Pläne zu durchkreuzen und den König vom Thron stürzen. Zum Glück bekommt das kleine Mädchen Hilfe von zauberhaften Wesen: den Elfen des Waldes, dem großen braunen Bär und dem Nordwind.

Der norwegische Märchenfilm beruht auf einem populären Theaterstück aus den 20er-Jahren. Regie führte der Schauspieler und Filmemacher Nils Gaup, der 1987 mit seinem Abenteuerdrama Pathfinder für den Oscar nominiert war. Mit Die Legende vom Weihnachtsstern gelingt ihm ein fantasievoller, liebevoll umgesetzter Märchenfilm mit prachtvollen Kulissen, der sich schon für die Kleinsten eignet und damit ein wunderbarer Weihnachtsfilm für die ganze Familie geworden ist. Der märchenhaften Optik und den zauberhaften Wesen sei Dank.

Die Legende vom Weihnachtsstern war im vergangenen Jahr einer der erfolgreichsten Filme Norwegens. Das verwundert nicht, bietet der Film doch all jene Zutaten, mit denen Drei Haselnüsse für Aschenbrödel & Co. in den 70er-Jahren bereits Alt und Jung verzauberten: Verwunschene, karge Nadelwaldkulissen, eine frohe Botschaft und phantasievolle Wesen und Gestalten. Schon die Einleitung erzeugt eine wundervolle Stimmung. Die Einbindung von klassischen Bilderbuch-Elementen ist liebevoll gelöst und unterstreicht nachhaltig, dass der Film in den erwähnten klassischen Märchenfilmen Osteuropas seine Vorbilder sieht.

Überhaupt stimmt hier die Mischung aus klassischer Märchenerzählung, fantastischen Elementen und wenigen, aber dafür gelungenen digitalen Effekten. Vor allem die detailgetreu ausgestatteten Kulissen und die behutsam gezeichneten Charaktere, die die magische Szenerie bevölkern, erwärmen kleine und große Herzen. Die verschneiten Landschaften und epischen Panorama-Aufnahmen der entzückenden Winterwald-Kulisse versprühen einen ebenso warmherzigen Charme wie etwa die geheimnisvollen Elfen, der sprechende Bär oder der Weihnachtsmann, der sich höchstpersönlich die Ehre gibt.

16.12.2013

4

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Kommentare

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holiday88

vor 7 Jahren

Eine schöne Weihnachtsgeschichte für die ganze Familie.


gefuehlsmensch

vor 8 Jahren

Einfach gut gedreht.


Patrick

vor 8 Jahren

Das schönste(X-Mas) Winter-Märchen seit Drei Hasselnüsse für Aschenbrödel. Die Legende vom Weihnachtsstern kommt als Film-Mix von Oliver Twist und Die Unendliche Geschichte daher, sowie ist der Film mit Wunderbarer X-Mas Magie verpackt. Ich gebe dem Film 4. 1/2 Weihnachtssterne.


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