Winnie Puuh USA 2011

Filmkritik

Das Bärchen ist los

Jean Lüdeke
Filmkritik: Jean Lüdeke

"Ein ziemlich aufregender Tag für einen Bären, der sich doch nur aufmachen wollte, um ein wenig Honig zu suchen": Walt-Disneys Zeichentrick-Schmiede zaubert den Kinderbuch-Klassiker auf die grosse Kinoleinwand.

Hier kommt er, der beliebte, gutmütige Bär (Stimme: Jim Cummings) mit dem ewigen Mordshunger. Auf der Suche nach Honig trifft er den traurigen Esel I-Aah - und er hat seinen Schwanz verloren! Flugs machen der Bär und seine Freunde sich auf, ihm zu helfen. Sie initiieren einen Wettbewerb, um ein neues Ersatzteil für das Lastentier zu finden.

Vom Hunger gequält, klopft Winnie the Pooh auch an Christopher Robins (Jack Boulter) Tür und muss zu seinem Erschrecken feststellen: Er ist spurlos verschwunden. Ein obskures Schriftstück verbreitet Panik im Hundertmorgenwald, die Bewohner befürchten, dass der Freund verschleppt wurde. Die weise Eule (Craig Ferguson) schaltet sofort und führt die munteren Gesellen auf eine waghalsige Mission quer durch das Gebiet, um Christopher Robin zu befreien.

Die Regisseure Stephen J. Anderson und Don Hall schaffen den schwierigen Spagat, den Charme der Figuren und ihrer Abenteuer in bewegte Bilder zu bannen, ohne dabei die literarische Vorlage zu vergessen; der Plot des Films basiert auf drei Originalgeschichten von A. A. Milne. Gleich zu Beginn wird man mit dem längst zum Klassiker gewordenen Kinderbuch aus dem Jahre 1926 konfrontiert: Wird es geschüttelt, so purzeln seine Bilder und Buchstaben heraus. Dabei wird der süsse Bär zum Leben erweckt, und die Buchstaben hopsen mitten in die Handlung. Auf ähnlich innovative Art wird auch mit Sprechblasen experimentiert - ein Novum für Kinder-Kino. Und das alles ohne exaltierte 3D-Effekte und nerviges CGI-Gebräu.

Winnie the Pooh ist ein Spass - auch für die Eltern. Schauen sie genauer hin, verbergen sich hinter der didaktischen Botschaft von Freundschaft, Hingabe und Herzlichkeit zudem parodistische Elemente, zumal die verschrobenen Zeichentrick-Charaktere auch die Karikaturen exaltierter Erwachsener darstellen.

20.04.2011

4

Dein Film-Rating

Kommentare

Sie müssen sich zuerst einloggen um Kommentare zu verfassen.

Login & Registrierung

grüne tomaten

vor 9 Jahren

schöner Familienfilm


enver.kuzu

vor 9 Jahren

Einfach der Winnie der Bär! Wie in alten Zeiten!


Mehr Filmkritiken

Justice League

Der Pianist

La mala educación

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse