Johnny English - Jetzt erst recht 2011 – 101min.

Filmkritik

Wadde hadde Dödel da

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Rowan Atkinson ist als britischer Agent zurück. Acht Jahre hielt er sich im Ruhestand auf, nun agiert "Mr. Bean" wieder im Auftrag Ihrer Majestät. Mehr schlecht als recht.

Johnny English (Rowan Atkinson) ist Großbritanniens Top-Spion, aber auch etwas dusselig und chaotisch. Nach Jahren im Ruhestand kehrt er zurück, um ein Attentat auf den chinesischen Premierminister zu verhindern. Dabei hat er keine Ahnung, dass er es mit einem Komplott zu tun hat, dessen Drahtzieher sich nicht nur aus CIA, KGB und MI7 rekrutieren, sondern dieses Trio auch dafür verantwortlich war, dass er Jahre zuvor in Ungnade fiel. Nun jedoch setzt der Agent alles daran, sich zu rehabilitieren. Ein haarsträubendes Abenteuer führt Johnny von Hongkong über Macao zu den französischen Alpen - doch die größte Überraschung wartet zuhause.

Konnte Teil eins dieser Bond-Parodie noch durch unkonventionelle Ideen punkten, so weiss man im Sequel fast immer, was als nächstes kommt; es will scheinen, als hätte man eine Agentengeschichte nach dem Baukastenprinzip aufgebaut, sich dann überlegt, wo man ein paar Witze einbringen kann und zuletzt gehofft, dass Atkinson mit seinem Timing und Gespür für Komik das Ganze retten kann. Dem ist leider nicht so. Nur gelegentlich blitzen Anflüge von Atkinsons genialer Komik auf; meistens beschränkt er sich darauf, den grimassierenden Hampelmann abzugeben.

Der Film setzt auf infantilen Humor. Und ist - wie Johnnys gemütliche und pragmatische Verfolgung des Parcours-Flüchtlings - mal eine gute Idee dabei, wird sie arg überstrapaziert. Johnny English Reborn hebt sich in keiner Weise von ähnlich gelagerten Agentenfilm-Parodien ab. Der Film entscheidet sich vielmehr für die bequemsten Ideen, wenn es darum geht, den dünnen Plot voranzutreiben. Die Identität des Verräters ist so früh offensichtlich wie klar ist, dass der Dödelagent seine Finger nicht von den Waffen lassen kann, als sie ihm testhalber vorgeführt werden. Man wollte wohl clever die "Q-Szenen" persiflieren, die ein Topos in jedem Bond-Film sind, beweist aber höchstens unfreiwillig, wie witzig die jeweils sind.

Der simpel gestrickte Film dürfte mehrheitlich Kids ansprechen. Alten Atkinson-Fans ist er nicht zu empfehlen.

19.10.2011

2

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Kommentare

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Patrick

vor 6 Jahren

Mittelmässige 007 Parodie, die ein paar gute Gags zündet aber deswegen wird Johnny English auch nicht zum guten Film.


rikki

vor 7 Jahren

Einige memorable witzige Szenen


Gelöschter Nutzer

vor 8 Jahren

mag sonst Mr. Bean nicht so... musste aber hier wirklich lachen...


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