Hop USA 2011 – 98min.

Filmkritik

Osterhase Junior in Hollywood

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

Wo lebt er eigentlich? Wie bringt er all die Eier und Süßigkeiten zu den Kindern dieser Welt? Fragen über Fragen, die Hollywood seit Jahrzehnten geflissentlich ignoriert - bis jetzt. Denn Hop erzählt die Geschichte des Osterhasen.

Junghase E.B. (Stimme: Russell Brand) hat es nicht leicht. Sein Vater ist der Osterhase persönlich, und E.B. soll das Familienunternehmen weiterführen. Doch er will lieber Schlagzeuger werden. Um seinen Traum wahr werden zu lassen, gibt es natürlich nur einen Ort auf der Welt: Hollywood. Dort angekommen trifft E.B. auf Fred (James Marsden), einen hoffnungslosen Träumer, der ihn versehentlich mit dem Auto anfährt. Daraufhin kommt E.B. bei ihm unter und entpuppt sich als der schlimmste Gast, den man sich vorstellen kann.

Hop ist eine Mixtur aus CGI-Animation und Live-Action, von der Umsetzung, aber auch vom Inhalt her Alvin and the Chipmunks nicht ganz unähnlich. Das kommt nicht von ungefähr: Regisseur Tim Hill hat auch schon die kleinen Nager filmisch zum Leben erweckt. Der Humor von Hop zielt auf ein etwas jüngeres Publikum ab. Die Geschichte ist dabei sehr einfach gestrickt. Gleiches gilt auch für die Figuren. Kann man den Zuckerguss der Story übersehen, präsentiert sich Hop durchaus als Film, den man auch jenseits des Grundschulalters amüsiert betrachten kann.

Das ist vor allem dem Hasen E.B. zu verdanken. Dessen tricktechnische Umsetzung ist so makellos, dass er in jedem Moment real erscheint, aber es ist die Stimme des britischen Komikers Russell Brand, die ihn erst richtig zum Leben erweckt. Zudem gibt es in Hop einen Gastauftritt von David Hassellhoff, der in einer Art Mini-Castingshow nach dem sucht, was ihm viele Menschen absprechen: Talent. Zu Unrecht, wie er hier mit einer gehörigen Portion Selbstironie unter Beweis stellt.

Hop bietet gelungene Familienunterhaltung ohne nennenswerten Anspruch. Die Gag-Dichte ist relativ hoch, die Effekttechnik brillant, mit den Pinks gibt es die süßesten Ninjas aller Zeiten zu sehen, und alle Fragen zur logistischen Bewältigung Osterns werden beantwortet. Auch das soll kein Geheimnis bleiben: E.B. ist die Abkürzung für "Easter Bunny".

20.04.2011

3

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Kommentare

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flisch

vor 12 Jahren

witzig, herzig........ ich hab mich amüsiert!


enver.kuzu

vor 12 Jahren

War gut... hätte bissl mehr humor haben können


edgar.j.mueller

vor 12 Jahren

Für Kinder ist das ein spannender und lustiger Film über den Osterhasen, den sie sowieso alle mal kennen lernen wollten.

Für die Erwachsenen sind auch ein paar gute Gags eingebaut, aber ansonsten: was tut man nicht alles aus Liebe...


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