The Limits of Control Japan, USA 2009 – 116min.

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  • Meisterwerk
  • gut
  • Mittelmass
  • kaum sehenswert
  • miserabel

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3.2

45 User

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Kommentare

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oberon7

vor 10 Jahren

... ach übrigens, die Sache mit den Zettelchen könnte Bezug haben zu: "In der Folge wurde die Sage durch weitere derartige Charakteristiken angereichert, so etwa derjenigen, dass erst ein Zettel oder Plättchen unter der Zunge den Golem zum Leben erwecke. " aus: http: //de. wikipedia. org/wiki/GolemMehr anzeigen


Gelöschter Nutzer

vor 12 Jahren

ein meisterwerk im wahrsten sinne des wortes.


tschounes1

vor 12 Jahren

The Limits of Control ist ganz klar nicht sehenswert und ein filmemacherisches Debakel. Richtig: der Film hat visuelle Stärken wie z. Bsp. die Fahrt vom Madrider Flughafen zu den Towers, die wunderbaren Landschaften Spaniens oder der Auftritt von Tilda Swinton. Jedoch ist dieser Film vom Anfang bis zum Ende total langweilig, steif, nichtssagend und vor allem überhaupt nicht unterhaltend. Man sollte die grenzenlose Ödheit dieses Films und seine Handlungsschwäche nicht zu begründen oder rechtfertigen versuchen.Mehr anzeigen


oberon7

vor 12 Jahren

oh - es sollte nicht elitär oder gar überinterpretiert wirken... es war einfach mein Anliegen, eine kleine Tür aufzumachen, damit der Film erschlossen werden kann. Die ursprüngliche Kritik wurde dieser Aufgabe leider nicht gerecht.
Meiner Ansicht nach (...:) passiert einfach sehr viel in dem Film, obwohl es äusserlich nicht sichtbar ist. Ich liebe dies Art von Filmen, die so stark mit Bildern und Andeutungen arbeiten, wie dies sonst vor allem im Asiatischen oder Orientalischen Kulturraum praktiziert wird.Mehr anzeigen


cineraphi

vor 12 Jahren

Ich möchte Stefan Recht geben was das "Ermüdende" an diesem Film angeht. Für mich wirkt der Film durch seine kurzen poetischen Dialoge am Tisch sehr elitär und durch die Verweigerung eines Plots durch Jarmusch in volkstümlicher Sprache ausgedrückt einfach langweilig. Schöne Bilder und gute Kameraeinstellungen sind das einzige was mich dazu bewogen hat, dem Film 2 Sterne zu verleihen. Gemäss einem meiner Vorkritiker darf man sich beim Film nicht zurücklehnen (wie bei einem Musikvideo) um den Inhalt zu verstehen. Für mich war der Film über weite Strecken aber unverständlich. Auf 2 Stunden Interpretation oder aber "Überinterpretation" habe ich mich erst gar nicht einlassen wollen.Mehr anzeigen


zuesch

vor 13 Jahren

Toll, wie Jarmusch den spirituellen Weg in Bilder umsetzen kann. Der Weg, die Reise ins Unbekannte, die Bedeutung der geringsten Hinweise und wie sie den "Mörder" schliesslich in die Wüste und zum Ziel führen, grossartig. Der Hochsicherheitsbunker, der kaum zu knacken ist und dann der plötzliche Einbruch, dem Amerikaner, dem eigenen Ego gegenüber, Angesicht zu Angesicht. Die Saite um den Hals, der (Ego) Tod hinterlässt kaum Wunden.
Das, das besser sein will als die andern, hat den Friedhof erreicht und erkennt das wahre Leben....Mehr anzeigen


stschlumpf

vor 13 Jahren

Ja, ich gebe es zu. Wahrscheinlich bin ich einfach zu blöd für diesen Film. Aber wenigstens war ich nicht alleine. Sind doch ca. 30% im Kino während dem Film eingeschlafen und der Rest konnte sich nur mit Müh und Not und dank iPhone wach halten. Gebe darum meinem Vorredner föllig recht, der da schrieb: "Es gibt Szenen, bei denen man nicht weiss, ob man sie geträumt hat oder ob man sie in einem Film gesehen hat"Mehr anzeigen


oberon7

vor 13 Jahren

Danke, Jim Jarmusch, für diesen Film.
'Es gibt Szenen, bei denen man nicht weiss, ob man sie geträumt hat oder ob man sie in einem Film gesehen hat. ' Film als Traum - das ist ein Stichwort, das uns direkt zu Andrej Tarkowski führt... und auch die Szene, die von der weisshaarigen Dame (selbst eine Figur aus einem anderen Film) darauf geschildert wird, ist aus 'Stalker'. Auf Youtube könnte man 'Limit of Control' 'Videoantwort auf Stalker' nennen, bei Hesse wäre es eine weitere Glasperle im Spiel.
Meisterhaft verwebt Jarmusch, philosophische, wissenschaftliche, politische, esoterische und religiöse Themen, indem er in jeder Szene einen Container aufmacht und querverbindet, wie den zu 'Stalker', anlässlich seines 30. Erscheinungsjahres.
Wärend man den Film anschaut, sollte die Assoziationsmaschinerie auf Hochtouren laufen... bitte NICHT sich zurücklehnen und den Film wie ein Musikviedeo vor sich abspielen lassen ohne zuviel dabei zu denken.
Es ist z. b. wichtig, was der Protagonist mit der Gitarrensaite macht und vorallem woher sie stammt. Man sollte z. B. auch bemerken, dass eine in durchsichtiges Plastik gehüllte, nackte Frau, nicht hinter einer Ecke verschwindet, sondern ausgeblendet wird. Der Film lebt von lauter solchen kleinen Details, die auf die Hauptaussage hinarbeiten, die gewaltiger nicht sein könnte, wenigstens nicht für einen Freigeist wie Jarmusch und wer weiss, auch noch den einen oder anderen Menschen mehr, der von sich sagen kann: 'ich lebe unter niemandem. '

Der Protagonist begibt sich nach Spanien. 1492 vertrieb Isabella von Spanien alle nicht taufwilligen Juden des Landes und 10 Jahre später alle Mauren. Eine prosperierende Kultur wurde in Spanien ausgelöscht und unter eine Kontrollinstanz gezwängt. Interessanterweise ist Amerika 1492 'entdeckt' worden, der Beginn zur Unterjochung des Kontinents und der Imperialmacht Spanien.
Der Protagonist, wie in Ghost Dog ein Schwarzer, überwindet nach einigen Stationen, an welchen er Hostien gleich Zettelchen mit Codes (leider konnte ich die beim ersten Mal nicht genau einsehen, liefern aber sicher weitere Informationen im Puzzle) isst und mit Espresso spühlt, die Grenze auf wunderbare Weise zur aktuellen Kontrollinstanz in Spanien und beseitigt sie (notabene mit einer Methode der Sufis... die durch eine Japanerin noch erweitert wird...). Wichtig ist dabei allerdings, dass es sich (wie übrigens im Stalker ebenfalls) auch um einen inneren Prozess des geistigen Wachstums handelt. Die Kontrollinstanz wird im schwarzen selbst überwunden, so dass er, nach vollbrachter Tat ein Trainerjacket mit aufgesticktem afrikanischem Kontinent, gegen den seidenen Anzug tauschen kann.
Die Antwort auf den Titel wird am Schluss geliefert: 'no limit no control'.
Dem aufmerksamen Cineast ist nicht entgangen, dass ein schwarzer Amerikaner die amerikanische Kontrollinstanz in Spanien beseitigt, das wiedrum Amerika einst unter seine Herrschaft gezwungen hatte...
Leider kann ich nach dem ersten Mal schauen nur Stichwortweise Themen und deren Verknüpfungen wiedergeben. Aber ich vertraue auf Jarmusch, dass er mit sicherer Hand durch die Thematik lenkt und werde den Film wieder und wieder schauen, so wie Lars von Trier 'Der Spiegel' von Tarkowski nach eigenen Angaben rund 30 mal schaute... Ja - Film kann Kunst sein! Und in diesem Fall IST Film Kunst. Bringen sie Ihre Moleküle in Vibration und bewegen sie sich ins Kino, diesmal lohnt es sich.Mehr anzeigen


rovoli

vor 13 Jahren

Einfach geil - voll Mistery!!!: -)


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