Planet Terror USA 2007 – 105min.

Planet Terror

Filmkritik

Vegetarier, aufgepasst!

Flavia Giorgetta
Filmkritik: Flavia Giorgetta

Es ist ein Festessen, das Robert Rodriguez anrichtet: Ein Virus verbreitet sich in einem texanischen Kaff, und plötzlich sehen Menschen in ihren Artgenossen eine Delikatesse. Ein Zombiefilm mit Hirn, der selbst Vegetariern Spass macht. Und nach "Death Proof" der zweite Teil des Doppelfilms "Grindhouse".

Der Einstieg in den Terrorplaneten beginnt mit einem zünftigen Selbstzitat: Wie Cherry (Rose McGowan) ihre Hüften in einem abgefuckten Schuppen schwingt, erinnert an Robert Rodriguez' "From Dusk Till Dawn", und das soll Vorwarnung sein: Blutrünstig wirds, und zwar deftig. Ein verfeindetes Ärztepaar - er sadistisch, sie lesbisch - hat es plötzlich mit abfaulenden Gliedmassen zu tun; Nachtgestalten greifen eine Autofahrerin an; Cherrys Bein wird abgebissen: Zombies verbreiten ihren Virus in einem gesichtslosen Kaff, erquicken sich an frischem Hirn und drohen, die ganze Welt in steifgliedrige Menschenfresser zu verwandeln.

Keine Shopping Mall wie bei Rodriguez' grossem Vorbild George A. Romero - dem Paten aller Zombiefilme -, sondern ein Spital wird zum ersten Refugium. Und gleichzeitig zum Auffangbecken für die sich in Zombies verwandelnden Menschen. Ein genialer Regiestreich: Wo du geheilt werden sollst, wirst du erst recht angesteckt. Inmitten der Karnivoren dräut der Ehekrieg zwischen den beiden Ärzten William (Josh Brolin) und Dakota Block (Marley Shelton), bis er im Spritzen von Anästhetika eskaliert. Derweil Cherrys Bein amputiert wird, ihr zwielichter Exfreund Wray (Freddy Rodriguez) sie vor den anderen Patienten rettet, und die Zombies sich dem besten Grill von ganz Texas nähern.

Zombiefilme sind Genrefilme mit einer klaren Dramaturgie: Gute gegen Böse - doch weil das Böse aus dem Guten entsteht, weil die Trennlinie so unscharf markiert ist, kippt die Lage oft, und praktisch jeder Zombiefilm endet ambivalent. Auch in "Planet Terror" fliegen die Helikopter dem Wahn nicht vollständig davon. Des Menschen Feind ist der Mensch selbst. So wie Romeros "Night of the Living Dead" als Anklage gegen den Vietnam-Krieg interpretiert wurde, so bezieht sich Rodriguez' Hommage explizit auf den Irak-Krieg. Im Zweistromland wurde das Virus aufgelesen, und ein irre gewordener Kriegsveteran (Bruce Willis) setzt alles daran, seine Soldaten zu heilen, selbst wenn sich die ganze Welt dafür zerfleischen muss. Das Virus, der Wahnsinn breitet sich aus; und doch überleben auf dem Planeten Menschlichkeit, Liebe, Freundschaft. Nicht nur macht "Planet Terror", Robert Rodriguez' Beitrag zum "Grindhouse"-Projekt, gerade durch seine ekligen Absurditäten extrem Spass (Cherry erhält statt einem Holz- ein Maschinengewehrbein; dem von Quentin Tarantino gespielten Vergewaltiger fault die Tatwaffe ab); die Figuren sind - und das ist untypisch für das Genre - sehr vielschichtig und präzise gezeichnet. Beste Unterhaltung (für Kinogänger mit Rossmagen) - MIT Hirn.

05.09.2007

5

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Kommentare

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movie world filip

kitsch ist wiedeer cool... allerdings besser wie machete

Planet Terror 3

raffi44

ich fand den Film gut.

Planet Terror 5

tuvock

Jeff Fahey spielt J. T. Hague

Typisch Restaurantbesitzer, ja der wirkt nett, aber nichts besonderes. Wirkt eher wie ein B-Movie Star, ich kann über ihn nichts sagen, hätte ihn fast nicht erkannt ja er ist nett, gewalttätig wie alle im Film und kann gut kämpfen glaube ich, ja und er schießt auch wild rum, tötet Zombies. Mit seinem Bart wirkt er so richtig verschlagen, so richtig dass man ihm nicht vertrauen kann.

Bruce Willis spielt Lt. Muldoon:

Spielt eigentlich ein brutale Sau, einen Cournel, der ist einfach nur grausam, sucht einen Scheiß, am Anfang vom Film, sagt aber nicht was der Scheiss it, ja er wirkt cool, überlegen mit seiner Glatze, aber ja dass man da unbedingt in den Film so viele Darsteller stecken musste, zeigt ja, der Film ist so nicht unbedingt gut. Aber er hat ne Kurze Rolle, oder kurze Auftritte.

Naveen Andrews spielt Abby:

Zuerst schneidet er nen Typen die Eier ab, oder lässt, dann wird er erschossen, er kann ja seinen Auftrag nicht erfüllen, dann schießen sich alle ein paar Löcher in den Kopf, er wirkt wie so ein altmodisches Kindchen, so wie ein blöder Che Guevara verehrender Sandsack, sieht nicht intelligent aus, aber dafür brutal und gewissenlos, aber nicht so anspruchsvoll gewissenlos wie Anthony Hopkins in seinen Filmen sondern eher so nach B-Movie Anspruchslos gewissenlos dämlich und einfach, und ja er ist gar nicht so fesch wie in der genialsten TV Serie aller Zeiten – „ LOST“.

Quentin Tarantino spielt einen von 2 Vergewaltigern:

Was hat der Typ immer mit seinen gewalttätigen Rollen im Kino? Ist der mal vom Bad gefallen, und mit dem Kopf gegen die Biotonne gerasselt? Oder hat er eine Anale Sequenz mit Gorilla Aliens erlebt? Ich weiß nicht, aber seine Rollen wirken echt, seine Filme wirken immer so dass er brutal wirkt, er hat eigentlich mehr Ausstrahlung als der Armeegeneral Bruce Willis im Film, der hin und wieder auftaucht, er ist auch nur kurz zu sehen, und ja, er wirkt wirklich gemein, und schmutzig, abartig, ein Arschloch, ja ich mag ihn nicht, also ihn schon, er dürfte nett sein, aber im Film, die Rolle ist böse. Mag ich nicht. Aber er spielt gut.

Tom Savini spielt Deputy Tolo:

Na ja seine Rollen sind eigentlich nie was besonderes, entweder ist er blöd, oder er ist gemein, oder er ist ein Dieb, Räuber, was weiß ich, aber dass er als Sheriffgehilfe auftaucht und sein Finger wurde abgebissen und er schreit nicht und hat keine Bedürfnisse in die Klinik zu gehen, Na ja dass ist übertrieben, und bei einem Überfall von Zombies, ja da war die kurze Gehirnfress Szene eh drinnen, vielleicht war die in Amerika nicht zu sehen, keine Ahnung, ja da sieht er blöd drein, die Zombies sind stark wie Hulk teilweise, wirken nicht cool, und Tom Savini ist ganz schön eigenartig drauf, er versucht einen Ring auf seinen abgebissenen Finger zu stecken, soll das witzig oder intelligent sein? Ne, blöd sage ich. Der hat immer so offene große Augen und sucht die Gegend nach dem ab was man abknallen kann. Ja angestrengt für seine Rolle hat er nicht viel.

Michael Biehn als Sheriff Hague:

Also der wirkt noch am intelligentesten würde ich sagen. Er ist ein ruhiger guter Sheriff, er hat ja die Beschützerrollen gepachtet seit „ Terminator“ und so wirkt er auch, ruhig wie ein Gemüseverkäufer, und irgendwie wie einer der Ahnung hat von dem was er tut, aber nicht so sehr. Er stellt sich bei der Schießerei gegen Zombies gut an, er wirkt nicht so blöd vom Gesicht her, aber nicht gerade überragend, und wenn man dann die Schießerei sieht dann merkt man eh keine Schauspieler, der Film ist zu sehr auf Abschießen von Zombies gedacht.

Fazit:

Kann man den Film empfehlen? Ja brutalen Vergewaltigern die Spaß am Schmerz haben, Filmfreaks die sich alles ansehen, Leute die auf B-Movies Marke 2007 stehen, Leute die Fan der Darsteller und Regisseure sind, Leute die Gewalt mögen, Splatterfreaks, Leute denen Ekeliges nichts ausmacht, Fans von „ From Dusk till Dawn“ der aber cooler war wie der Film hier, dann ist der Film auch geeignet definitiv für Leute ab 18 nicht darunter finde ich, ich finde der Film ist nichts besonderes, viel zu brutal, nicht so gut und realistisch wie andere Zombiefilme, alles wird da durcheinander gewürfelt, viele Filmgenres sind im Film dabei, nichts ist spezifisch, alles soll aber ne straighte Wirkung haben, und was ich nett fand, die Kunst in einem Satz 6 x was mit Ficken zu sagen. Wow.

Was gut wirkt sind die Bildstörungen, die Modernität, die CGI Effekte, das geht alles so nahtlos über, aber das war es auch schon, ja irgendwie finde ich den Film schon nett, so was gab´ s noch nie, aber er ist keine Fortsetzung zum andern Film „ Death Proof“ auch nicht umgekehrt. Schade eigentlich. Der Film ist rasant, aber nicht spaßig, nicht so actionlastig, aber brutal und irgendwie wirken einige Szenen cool, überhaupt als El Wray mit den Revolvern spielt wie Jesse James.

Irgendwann ermüdet mein Hirn angesichts der Gewalt, billig gedreht sieht er aus, die Zombies werden wild abgeschlachtet aber nicht so lustig wie in „ Braindead“ eher auf so ekelige Weise billiger Machart, ja ich kann’ s nicht beschreiben aber dass macht den Film nicht zu meinem Liebling.

Ich vergebe gutmütig doch 58 von 100

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