Terkel in Trouble Dänemark 2004 – 78min.

Filmkritik

Terkels ulkige Erlebnisse

Filmkritik: Cindy Hertach

Bunt und temporeich kommt der dänische Animationsfilm über die seltsamen und politisch unkorrekten Erlebnisse des jungen Terkels daher. Leider verdirbt der masslos ausgekostete Haudrauf-Humor jegliche ironisch-subversive Gesellschaftskritik. Trotz der passablen Story alles in allem eine wenig überzeugende Produktion, ausser man findet die "MAD"-Hefte gut.

Dass das Teenagerdasein nicht gerade ein Zuckerschlecken ist, muss auch der dreizehnjährige Terkel feststellen. In regelmässigen Abständen wird er von den beiden Mitschülern Sten und Saki aufs Übelste geplagt. In seiner Not ist ihm aber weder die dauerquasselnde Mutter noch der ewig neinsagende Vater eine Hilfe und seine kleine Schwester, die Nervensäge, schon gar nicht. So richtig schlimm wird's mit dem Mobbing jedoch erst, als Terkels Onkel die beiden Raufbolde wegen einer Flasche Bier verprügelt. Natürlich muss Terkel postwendend dafür büssen. Aber ob der blutige Pferdekopf aus Plüsch in seinem Bett und die anonymen Morddrohungen tatsächlich von Sten und Saki stammen? Wer bloss hat es wirklich auf Terkel abgesehen?

Schlecht getimt, einfallslos oder einfach nur doof. Die Pointe eines Witzes lässt sich auf vielerlei Arten versauen und führt doch immer wieder zum selben deprimierenden Ergebnis: Auf den wirkungslos verpufften Gag folgt die peinlich berührte Ratlosigkeit des Publikums, der lähmende Horror vacui eines jeden Spassmachers. In "Terkel in Trouble" haben verpeilte Pointen und geistlose Albernheiten leider reichlich Raum, um, auf voller Spielfilmlänge entfaltet, das Publikum zu langweilen. Regisseur Stefan Fjeldmark ("Hilfe! Ich bin ein Fisch") müht sich damit ab, cool, lustig, gesellschaftskritisch und subversiv zugleich sein zu wollen, vermag mit seinen bunten CGI-Kreationen aber doch nicht viel mehr, als einige mässig motivierte Lacher hervorzukitzeln.

Dabei kommt Terkels Welt eigentlich doch recht peppig daher, in origineller Animation, gerahmt von einer brauchbaren Story und mit Charakteren, die trotz ihrer stereotypen Anleihen durchaus Potential zu psychologischer Plastizität besässen. Fjeldmark hat sich stattdessen aufs Prädikat "Politisch Unkorrekt" verlassen, wandelt "South Parks" ironisch-subversive Gewalt-Exzesse in sinnentleertes und betont blutiges Pausenplatz-Gerangel, und kompensiert die fehlende Gesellschaftskritik mit stinklangweiliger Klischee-Drescherei. Zu allem Unglück ist das alles in einem derart anbiedernden Jugend-Jargon gehalten ("Ey Mann, was geht ab?!"), dass fraglich ist, ob sich das jugendliche Zielpublikum überhaupt angesprochen fühlt. Einziger Lichtblick sind ein paar gelungene Filmreferenzen an "Seven" und Ähnliches, sowie der Die Ärzte Schlagzeuger Bela B., der alle sämtliche Rollen synchronisiert.

31.07.2006

2

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Kommentare

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tuvock

vor 13 Jahren

Die Handlung vom Film und ein bisschen eingeflossene Meinung usw.:

TERKEL lebt in Skandinavien, er hat eine Schwester, die heißt RITA und ist lästig, die will dauernd mit ihm zur Schule gehen. Er ging in die 7. Klasse in der Schule am Kastanienhügel, sein bester Freund ist JASON, seine Mutter BEATE ist ne blöde nervige Kuh, sein Vater ist LEON, dauernd liest er die Zeitung und ist eingebildet, oder ja halt ein Macho. JASON kommt aus einer schlimmen Gegend, JOHANNA in der Schule ist geil auf JASON, TERKEL will die 2 verkuppeln.

STAN und SAKI quälen in der Pause den Fettkloß DORIT, die ist heimlich in TERKEL verliebt, eingesperrt ins Klo kann sie nicht herumlaufen und keiner kotzt sich an weil sie so fett ist. Der Erzähler der ganzen 75 Minuten Geschichte ist der Musiklehrer ARNE. Der erzählt im Off und einfach so. Er ist ein netter Lehrer, ihm nerven Quasselstrippen wie SILAS, die dauernd was wissen wollen, und er ist ein guter Musiklehrer. Er mag Musik, leider nicht die ganze Klasse.

Ach ja, YVONNE wäre die Deutschlehrerin der Schule, und die kann es leider nicht sein, da sie einen Autounfall hat, und darum kam GUNNAR als Deutsch Aushilfslehrer, der den Kindern erzählt das YVONNE tot ist, und ja er hat auch eine afrikanische Buschratte auf der Schulter als Freund, die heißt LISELOTTE, und ja GUNNAR hat auf der Waldorfschule unterrichtet, einer Schule wo blöde Puppen ohne Gesicht als Spielzeug dienen, denn die Kinderchen sollen sich dann ein Gesicht vorstellen, sagt der Musiklehrer ARNE im Off.

Nervig waren SAKI und STAN, die blöd daherreden, aber dafür haben die ein paar gute Ideen, und es kommt sogar eine Art von Mitgefühl auf, denn die 2 quälen alle die dick oder hässlich sind. GUNNAR fand ich am besten, alleine wie er sich vorstellt, mit seiner ruhigen Stimme, sehr freundlich und einfach. Ein Aushilfslehrer dürfte ja auch heute nicht berühmt sein, aber er ist ein guter Lehrer, und er ist freundlich und im Film nimmt er meiner Meinung nach eine sehr wichtige Rolle ein. Noch mehr als SILAS der ein Arschkriecher ist und dauernd im Mittelpunkt stehen will.

Übrigens BEATE und LEON heiraten LEON sagt nicht Ja sondern Nein, denn er sagt immer im Leben Nein, trotzdem sind sie verheiratet, weil der Priester vom Ort weiß dass das Nein von LEON eigentlich ein Ja ist. BEATE z. B. will nicht das TERKEL so viel Skatet auf der Half Pipe, denn seine Knie könnten verkalken und wenn es regnet macht sie sich Sorgen denn nasses Holz kann Sars verbreiten.

Infos zum Film, Meine Meinung und alles Mögliche:

Der Film ist eine 3 D Animation aus Dänemark, und ist so ähnlich wie Southpark, nur nicht so ordinär.

TERKEL ist in dem Film so was wie ein Einzelgänger, keiner mag ihn, bis auf den Lehrer GUNNAR, der soll in der Schule aushelfen. Und da passieren dann einige Dinge die unheimlich sind. In der Zwischenzeit hört man oft ein Musikstück im Film, was an ein Musical erinnert, so a la „ School of Rock“.

Teilweise versucht der Film lustig zu sein vor allem wenn er die Kettenraucherin BEATE mit dem Vater streiten lässt. Aber das ist meistens langweilig. Bis auf einige ulkige Wortgefechte.

In der deutschen Synchronisation wird der Film nicht wie im Original vom Regisseur gesprochen, also der TERKEL, sondern von Bela B. Felsenheimer, der bei der Musikgruppe – Die Ärzte spielt. Interessant wird die Geschichte auch als ein Ziegelstein mit einer Drohung durch das Fenster in das Kinderzimmer von TERKEL fliegt.

Nett fand ich bei dem Film dass er andere Film verarscht. Der Anfang ist wie „ Sieben“ das Ende ist wie „ Freitag der 13. “ Und dazwischen gibt’ s ne Menge Mischung zwischen „ Die Simpsons“ und „ Southpark“. Am meisten gelacht habe ich als die Schüler erfuhren das die Deutschlehrerin tot ist, und alle freuten sich und jubelten, das war wirklich witzig.

Oder cool als JASON um 2 Uhr in der Frühe TERKEL aufweckt, und ihn erschreckt weil er sich mit ihm den Film „ Evil Lake“ ansehen will, wo dauernd Körperteile herumfliegen, TERKEL ist fast in Ohnmacht gefallen, und JASON findet den Film als lehrreich.

Der Onkel von TERKEL auf der Hochzeitspartie, STEWART heißt er, ist ein schimpfendes ordinäres stets besoffenes Stück Scheiße der sich für seinen Schwager LEON eine Nutte wünschte. Der ist echt arg, was der aufführt, das muss man echt gesehen haben. Als er nämlich erfährt das SAKI und STAN ein Bier von der Hochzeit haben wollten und TERKEL zum Stehlen animiert haben, hat er die 2 blutig zusammengeschlagen, aber trotzdem war das irgendwie witzig, und erinnert frappant an „ Southpark“.

Anfangs war der Film ein bisschen langweilig, aber nach der ca. 50 – 55. Filmminute ist er recht nett geworden und am Schluss sogar ein bisschen sehr spannend. Der krude makabre Humor ist ja recht nett, aber nicht jedermanns Sache, da der Film leider nicht so ganz lustig ist. Die recht eigenwilligen Figuren machen nach einiger gewissen Zeit sogar Spaß, aber führen einen nicht in die Welt der Spannung ein. Lustig sind zwar einige Momente, aber das sind nur eher wenige. Der Film ist so ungefähr vom Spaßfaktor her wie „ Corpse Bride“, also ein eher ernster Film.

Die anarchistisch und politisch unkorrekt eingestreuten Songs die alle Bela B. singt, haben mir recht gut gefallen, aber mit den ganzen Bewegungen dazu, als wäre irgendwer im Traumland, fand ich das ein bisschen oft zu viel des guten da der Film auch viel zu kurz für 5 Songs war.

Übrigens ist das der 1. Film aus Dänemark der total animiert ist. Und wenn man genau hinguckt, der Vater liest ständig die gleiche Zeitung.

71 von 100Mehr anzeigen


Taz

vor 13 Jahren

da hatte man soviel erwartet und schlussendlich kommt ein mageres filmchen mit ein bisschen horror und 2-3 guten szenen.
leider eine enttäuschung, obwohl bela b., der alle figuren alleine synchronisiert, eine super leistung abliefert.


tumnus

vor 13 Jahren

Was soll mann zu diesem Film noch sagen... Der absolute Hammer. Diese wohl in vielen Augen leicht überzogen positive Kritik trifft denke ich auch nur für solche zu, die auf den etwas schrägeren Homor stehen, aber genau diese Gruppe wird der Film ins Herz treffen. Manch andere werden aber trotzdem mit diesem Film ihren Spaß haben, also von mir ein sehr gut für freaks und ein mittelmas für den normale Kinozuschauer.
Für mich als Teenager war er genial!Mehr anzeigen


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