Werner - Volles Rooäää Deutschland 1999

Filmkritik

Bölkstoff und Motorenöl

Filmkritik: Martin Glauser

Werner, der ursprünglich von Brösel erfundene und gezeichnete Schutzheilige der Bölkstoff (Bier) trinkenden Nasenbohrer und Motorradfahrer dieser deutschsprachigen Welt, schafft es zum dritten Mal auf die grosse Leinwand. Nach "Beinhart" (1990) und "Das muss kesseln" (1996) heisst es jetzt "Volles Rooäää", wie der Zeichentrickfilm im Originalwortlaut tatsächlich heisst.

Und damit sowohl auf die spätnachts vor Rockerspelunken aufheulenden Motoren als auch auf die Kotz- und Rotzemissionen anspielt, welche unsere Freunde in Leder gern und häufig verursachen.

In Knöllerup, der nordeutschen Heimat von Werner, ist Feuer im Dach: Günzelsen, der lokale Baulöwe, will ein ganzes Quartier abreissen und an die Stelle ein riesiges Shopping Center hinstellen. Von diesesn Plänen auf unangenehme Weise betroffen wären zufälligerweise auch Werner und seine Verwandten und Bekannten. Zum Beispiel das "Dezibel", die Bierschwemme des Rockerclubs MC Klappstuhl. Ferner das "Boddelhoch", ein Etablissement mit ähnlichem Zweck. Und die privaten Wohnhäuser all der Originale, die das gezeichnete Knöllerup bevölkern. Dass sich die Saufbande nicht kampflos geschlagen gibt, dürfte klar sein.

15.08.2012

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