Wo die Lüge hinfällt Australien, USA 2023 – 104min.

Filmkritik

Zähmung zweier Widerspenstiger

Peter Osteried
Filmkritik: Peter Osteried

«Wo die Lüge hinfällt» ist eine locker-entspannte Romcom nach üblichem Muster vor der wunderbaren Urlaubskulisse Australiens und mit einem durchweg guten Ensemble. Ein perfektes Date-Movie.

Bea lernt Ben kennen. Nach einer gemeinsamen Nacht schleicht sie sich aus seiner Wohnung, als sie zurückkommt, hört sie, wie er mit einem Freund über sie spricht. Sie ghostet ihn, aber sechs Monate später treffen sie sich wieder. Weil Beas Schwester Bens gute Freundin heiratet. Die Hochzeit findet in Australien statt, und natürlich können Bea und Ben sich nicht ausstehen, tun dann aber so, als wären sie ein Paar, als sie merken, dass ihre Freunde sie verkuppeln wollen.

«Wo die Lüge hinfällt» macht natürlich nichts, das überraschend oder neu wäre. Nein, der Film hält sich an die bewährten Muster einer Romcom inklusive Missverständnisse, oder wie man zu Shakespeares Zeiten wohl gesagt hätte: mit Irrungen und Wirrungen. Shakespeare wird auch immer wieder zitiert, er ist ein bisschen der rote Faden dieser Geschichte, in der sich zwei nicht ausstehen können, aber sich doch gegenseitig angezogen fühlen. Sydney Sweeney und Glen Powell haben sehr viel Chemie. Die beiden harmonieren sehr gut, sowohl in den Szenen, in denen ihre Figuren sich mögen, aber auch in denen, in denen sie sich spinnefeind sind.

Das ist mit reichlich Humor garniert. Manchmal ein bisschen derber, aber längst nicht so, wie der letztjährige Romcom-Erfolg aus dem Hause Sony: «No Hard Feelings». Die diesjährige romantische Komödie dürfte ähnlich gut performen, weil der Film einfach Spass macht. «Wo die Lüge hinfällt» ist ein perfektes Date-Movie, weswegen es umso mehr überrascht, wieso Sony ihn im Januar in die Kinos bringt und nicht um den Valentinstag herum.

Es gibt viel zu lachen, viel fürs Herz und am Ende einen Song, der ausgesprochen kreativ vom gesamten Ensemble zum Besten gegeben wird.

22.01.2024

4

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Kommentare

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Barbarum

vor 10 Tagen

„Anyone But You“ basiert lose auf „Much Ado About Nothing“ von William Shakespeare. Und treffender könnte die Referenz nicht sein: Denn der Film fühlt sich nach „nothing“ an. Er ist fern von jeder Form der Realität, weitgehend unlustig und hat wenig Romantisches zu sagen. Stattdessen mit den zwei Shootingstars Sweeney und Powell zwei attraktive Hauptdarsteller, deren Körper von Regisseur Will Gluck beinahe lüstern bei der lächerlichsten Gelegenheit in Szene gesetzt werden. Mehr ist da wirklich nicht.Mehr anzeigen


Sinia

vor 18 Tagen

Keine Ahnung wann ich zum letzten mal so gelacht habe im Kino. 🤣 Wir fanden den Film einfach nur super lustig und würden ihn auch ein 2. mal schauen. 👍


Laetitia

vor 19 Tagen

Ich bin 20 Jahre alt undmeine Kollegin und ich haben diesen Film einfach nur lustig, cool und zum lachen komisch gefunden und das fanden wir super und ja es kann sein das dass typisch Hollywood liebeskomödie ist aber es ist spannend und das ist für mich die Hauptsache


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