The Flash USA 2022 – 144min.

Filmkritik

Blitz und Dollar

Gaby Tscharner
Filmkritik: Gaby Tscharner

«The Flash» ist der letzte Film des DC-Universum, bevor James Gunn als neuer Chef die Zügel übernimmt. Der Film setzt auf den Oscar-Gewinner Michael Keaton, in einer Reprise seiner Rolle als Batman, und andere Star-Cameos, um von seinem problematischen Hauptdarsteller Ezra Miller, abzulenken.

Die Zeit rast nur so an Barry Allen (Ezra Miller) vorbei und der junge Mann, bekannt als The Flash und für seine Fähigkeit, mit Höchstgeschwindigkeit rennen zu können, geht damit nicht gut um. Der Balanceakt zwischen seiner Hyperaktivität und seinen Pflichten als Mitglied der Justice League machen ihm zu schaffen und der Tod seiner Mutter (Maribel Verdú), für den sein Vater Henry (Ron Livingston) hinter Gittern sitzt, liegt ihm ebenfalls schwer im Magen. Als Barry entdeckt, dass er mit seiner Superpower die Zeit zurückdrehen kann, glaubt er, die Lösung aller seiner Probleme gefunden zu haben.

Der als Horror-Regisseur bekannte Andy Muschietti («Es», «Mama») und die Drehbuchautorin Christina Hodson («Birds of Prey», «Bumblebee») liefern einen soliden Film ab, der sich in erster Linie auf Barrys Ziel fokussiert, seine Familie wieder zu vereinen. Das Drehbuch hält ein paar gute Überraschungen bereit, die aber zum Teil schon im Trailer verraten werden. Wahrscheinlich aus Angst, der Film könnte ohne diese Werbetricks nicht überzeugen. Eines seiner grössten Probleme ist nämlich sein Hauptdarsteller. Ezra Millers private Probleme mit dem Gesetz, die zu mehreren Verhaftungen in Hawaii und Vermont geführt haben, sorgten dafür, dass der Schauspieler wiederholt heftig kritisiert wurde. Das kann sich auf die Kinokasse auswirken.

«The Flash» vernachlässigt einige, vorwiegend weibliche Figuren wie z.B. Sasha Calles Supergirl, deren Zukunft am Ende des Films ungewiss ist. Der Film verlässt sich auf Star-Cameos, die den Braten aber nicht fett machen und schliesst mit einem offenen Ende, damit Barry weiter rennen kann, sollte der Film ein Kassenschlager werden. Wenn nicht, kann im DC-Universum ein Schlusspunkt gesetzt werden, bevor James Gunn alles umkrempelt.

13.06.2023

3

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Kommentare

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RobertdeNirosta

vor einem Monat

Netter Film für Fans von Superhelden-Komödien, alle anderen werden sich eher langweilen. Etwas chaotische und generische Handlung ( alles schon Mal wo gesehen) und einige statische Darsteller ( zB General Zod mit der Ausstrahlung eines U-Bahn-Kontrolleurs). Leider extrem kurzer Gastauftritt von WW und auch sehr wenig Spielzeit für Supergirl. Dafür gibt's den zappligen Flash gleich in doppelter Ausführung. Das Hauptproblem des Films finde ich die schlechten CGI-Effekte- da fragt man sich wo das Riesen Budget versenkt wurde. Die Story rund um Flash ist auch schon in Zack Snyders Justice League auserzählt worden. Natürlich hat der Film auch seine starken Momente, trotzdem insgesamt nur Durchschnitt. Meine Wertung: 2/5 energiereiche SchokoriegelMehr anzeigen


Filmenthusiast

vor 10 Monaten

Entweder investiert man alle kreative Energie um mit Hilfe der oberbilligen Multiversum-Karte wieder und wieder neue Versionen vergangener Filme herauszugeben... oder aber um eine eigen, neue Geschichte zu kreieren, wie es die letzten 70 Jahre üblich war. Leider hat DC nun ebenfalls den Dismarv-MultiversumCrapWeg gewählt, und stützt sich stark auf vergangene Filme anstatt etwas ganz eigenes zu erschaffen.Mehr anzeigen

Zuletzt geändert vor 10 Monaten


Rene

vor 10 Monaten

Besser als erwartet.


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