Article15. Juni 2018

25 Jahre Jurassic Park und Co: Diese 5 Filme haben Klassikerstatus erreicht

25 Jahre Jurassic Park und Co: Diese 5 Filme haben Klassikerstatus erreicht
© Universal Pictures

Unglaublich aber wahr: Steven Spielbergs Saurier-Spektakel und Kult-Film «Jurassic Park» feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Welche Streifen 2018 ebenso die Vierteljahrhundert-Marke knacken, wieso sie auch heute noch sehenswert sind und was sie zu absoluten Klassikern macht, erfahrt ihr hier.

1. Jurassic Park

Um ein Haar wären die Saurier in «Jurassic Park» durch Stop-Motion zum Leben erweckt worden – Spielberg entschied sich aber schliesslich doch dafür, auf animatronische Urzeitechsen und CGI zurückzugreifen.© IMDB

Als Steven Spielbergs «Jurassic Park» im Jahr 1993 erschien, waren Saurier-Fans rund um den Globus regelrecht aus dem Häuschen. Mit für damalige Verhältnisse atemberaubenden Visual Effects, eindrücklichen Saurier-Modellen und einem unvergesslichen Score sorgte das heiss erwartete Dino-Spektakel für ausverkaufte Kinosäle, glänzende Kinderaugen und 1994 schliesslich für 3 Oscar-Auszeichnungen. Doch die Erfolgsgeschichte von «Jurassic Park» sollte damit noch lange nicht enden.

Der Film rund um T-Rex, Stegosaurus und Co. hatte unerwartet weitreichende Folgen: Er zog nicht nur ein gefeiertes Franchise nach sich, sondern generierte – trotz einiger Filmfehler – ein solch grosses Interesse an Dinosauriern, dass Universitäten weltweit bald schon einen immensen Anstieg an Paläontologie-StudentInnen verzeichnen konnten, und die Erforschung der faszinierenden Urzeitechsen somit massiv vorangetrieben wurde.

Übrigens geht das Dinosaurier-Abenteuer dieses Jahr in die fünfte Runde. Ob sich ein Gang ins Kino dafür lohnt, erfährst du hier:

2. Mrs. Doubtfire

Für Mrs. Doubtfires Make-Up sass Robin Williams täglich ganze viereinhalb Stunden in der Maske.© 20th Century Fox Switzerland

Mit Filmen wie «Hook», «Jumanji» oder «Mrs. Doubtfire» eroberte er die Herzen der Menschen im Sturm und verzauberte sie durch makelloses Schauspiel, das seinesgleichen sucht. Die Rede ist vom Oscarpreistäger, begnadeten Komödianten und unvergleichlichen Improvisationskünstler Robin Williams, der im Verlauf seiner Karriere Gross und Klein zum Lachen brachte.

Wie ernst es dem Schauspieler mit seinen Stegreifdarbietungen war, durfte Regisseur Chris Columbus während der Dreharbeiten zu «Mrs. Doubtfire» am eigenen Leib erfahren: Nachdem Williams jede Szene zwei bis drei Mal so spielte, wie es im Drehbuch vorgesehen war, begann er jeweils, frei zu improvisieren. Dabei soll jede Szene 15- bis 22-Mal abgedreht worden sein, um das Beste herauszuholen. Durch seine Improvisationen und die dadurch resultierenden überraschten Reaktionen des übrigen Casts sorgte er schliesslich nicht nur für einige der witzigsten Szenen des Films, sondern auch dafür, dass «Mrs. Doubtfire» schon bald Kultstatus erreichte.

3. Free Willy – Ruf der Freiheit

Diese Freundschaft ist alles andere als gewöhnlich: Jesse und Orca Willy harmonieren im aufwendig inszenierten Familienfilm auf Anhieb sehr gut miteinander.© Warner Brothers Switzerland

Tierspielfilme erfreuen sich schon seit jeher grosser Beliebtheit, doch zu keinem Zeitpunkt waren sie gefragter als in den 90er-Jahren: An Fortsetzungen wie «Lassie» (1994), Neuverfilmungen wie «Flipper» (1996), Krimi-Serien wie «Kommissar Rex» (1994-2004) oder Komödien wie «Ein Hund namens Beethoven» (1992) kam plötzlich niemand mehr vorbei – und so mag es auch nicht verwundern, dass auch ein Vertreter dieser Filme in diesem Jahr bereits vor einem Vierteljahrhundert erstmals auf Grossleinwand zu sehen war.

Namentlich handelt es sich dabei um Simon Wincers Werk «Free Willy – Ruf der Freiheit», das sich sowohl durch seine aussergewöhnlichen Protagonisten als auch durch das bittersüsse Filmende massgeblich von den übrigen Tierspielfilmen der 90er-Jahre unterscheidet. Der Film um die Befreiung eines in Gefangenschaft gehaltenen Orcas konnte mit überzeugender schauspielerischer Leistung punkten, nahm sich Zeit für seine Geschichte und Figuren und mauserte sich somit schliesslich zu einem tierisch rührenden Klassiker der Filmgeschichte.

4. The Nightmare before Christmas

Tim Burtons Markenzeichen sind in «The Nightmare before Christmas» unverkennbar. Tatsächlich war der Regisseur mit Hang zum Morbiden für diesen Film allerdings 'nur' als Produzent tätig.© Disney Schweiz

Tim Burton-Filme sind in ihrer Art unverkennbar. Mit skurrilen, gruselig verspielten Figuren, detailreichen Bühnenbildern sowie Elementen der Gothicszene versehen, muten sie oftmals wie ein Balanceakt zwischen harmlosem Grusel, leicht aufwühlenderem Horror und einer Komödie an. Das Stop-Motion-Meisterwerk «The Nightmare before Christmas» stellt dabei keine Ausnahme dar. Für die Aufnahmen wurden keine Mühen gescheut: Über drei Jahre hinweg arbeitete ein hundertköpfiges Filmteam am Musikdrama, wobei zweitweise auf 20 kleinen Bühnen gleichzeitig gedreht wurde. Dank liebenswürdigen Figuren, einer herzerwärmenden Story und Danny Elfmans einprägsamen Score konnte «The Nightmare before Christmas» rasch eine beachtliche Fangemeinschaft vorweisen.

Obwohl sich Tim Burton stets gegen eine Fortsetzung des Musikdramas ausgesprochen hatte, sollte es dennoch seinen festen Platz in der Popkultur erhalten: Während Soundtrack-Covers wie Jonathan Davis' (Korn) Metal-Fassung von «Kidnap the Sandy Claws», Amy Lees (Ehemals: Evanescence) düster-schönen «Sally's Song» oder Marylin Mansons aufgepeppten «This is Halloween» dem Film ein musikalisches Denkmal gesetzt haben, hielten Figuren wie Jack Skellington oder der Oogie Boogie Man schliesslich sogar in Square Enix' Game-Serie «Kingdom Hearts» Einzug.

5. Schindlers Liste

«Schindlers Liste» basiert auf der wahren Geschichte von Oskar Schindler, der rund 1100 Juden vor der Vergasung bewahrt hat.© Universal Pictures Switzerland

Als Steven Spielberg sich dazu entschlossen hatte für «Schindlers Liste» Regie zu führen, nahm er eine Mammutaufgabe in Angriff, die nur wenig Spielraum liess. Tatsächlich traute er sich diese Herausforderung erst nach ganzen zehn Jahren des Abwägens zu. 1993 war es dann aber so weit: Pietätvoll und mit sehr viel Fingerspitzengefühl tastete er sich schon während des Castings an die heikle Thematik heran. Kevin Costner und Mel Gibson, die ihre Dienste angeboten hatten, wurden deswegen nicht für den Film eingesetzt, weil Spielberg die Anwesenheit weltbekannter Stars als unnötige Ablenkung gewertet haben soll.

Doch seine Vorkehrungen für den Film waren noch viel weitreichender: Laut Spielberg-Biograph Joseph McBride soll der Regisseur für «Schindlers Liste» keinerlei Bezahlung angenommen haben, da er diese – für einen solchen Film – für Blutgeld gehalten habe. Stattdessen wurden rund 60 Millionen US-Dollar der Filmeinnahmen für die durch Spielberg ins Leben gerufene Shoah Foundation eingesetzt, deren primärer Zweck darin besteht, Interviews mit Zeitzeugen zu führen und aufzuzeichnen, um sie im Anschluss einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit «Schindlers Liste» hat Steven Spielberg einen der wohl besten Filmen aller Zeiten über bewegende Menschlichkeit in einer unmenschlichen Umgebung geschaffen, der sowohl zu einem wertvollen Dokument eines der düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte als auch zu einem Klassiker der Filmgeschichte wurde.

Poll 68

Das waren sie also: 5 Klassiker der Filmgeschichte. Auch diese Filme feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges bestehen. Welcher ist euer Favorit?

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