Drive
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Filmkritik

Stille Schreckensfahrt

In Cannes wurde der Däne Nicolas Winding Refn mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Zu Recht, denn sein düsterer Thriller um einen namenlosen Stuntfahrer ist von einer unglaublichen atmosphärischen Dichte und geradezu perfekt inszeniert.

Dafür, dass der Film Drive heisst, wird darin eigentlich relativ wenig Auto gefahren. Überhaupt geht phasenweise sehr wenig. Die von Ryan Gosling gespielte Hauptfigur ist sogar derart unscheinbar, dass sie nicht einmal einen Namen hat. Der «Driver» spricht kaum, wirkt in all seinem Handeln seltsam distanziert, gar teilnahmslos. Er hat jedoch ein aussergwöhnliches Talent im Umgang mit Autos: Tagsüber arbeitet er deshalb als Stuntfahrer und Mechaniker, nachts dient er als Auftragsfahrer für Verbrecher. Er bewegt sich in einer Welt voller Gangster und Mörder, einziger Lichtblick ist die Nachbarin Irene mit ihrem Sohn. Deren Mann sitzt im Gefängnis und als er plötzlich zurückkehrt, bricht eine Verkettung schrecklicher Ereignisse los.

Genau wie seine Hauptfigur ist Drive geprägt von einer trügerischen Ruhe: Der Film schlägt ein gemächliches Tempo an, es wird kaum gesprochen. Doch hinter dieser apathischen Stille lauert das Grauen. Diese bedrohliche Stimmung, die über allem schwebt, macht Drive äusserst spannend: Der angedeutete Schrecken, der jederzeit hervorzubrechen droht, entwickelt ab der ersten Sekunde des Filmes eine Sogwirkung. Dies gelingt vor allem, weil der Film in jeder Hinsicht extrem stimmig gestaltet ist: Kamera, Licht und Musik schaffen eine intensive, düstere Atmosphäre, wie man sie etwa aus den Filmen von David Lynch kennt.

Überhaupt erinnert bei Drive vieles an Lynch, nicht zuletzt die exzessive Gewalt, die sich in einigen brutalen Sequenzen entlädt. Nicolas Winding Refn zeichnet eine schreckliche Welt, in der das Glück eigentlich greifbar nahe wäre, wo aber hinter jeder Ecke das Böse lauert. Doch trotz dieser Parallelen zu Lynch ist Drive ein eigenständiger Film, der seine bedrohliche Langsamkeit auch immer wieder mal für grandiose Verfolgungsjagden unterbricht.

Auch bei der Besetzung hatt Refn ein gutes Händchen: Gosling spielt die undurchschaubare Hauptfigur mit einer traumwandlerischen Ruhe, die Nebenrollen sind mit Darstellern wie Albert Brooks, Ron Perlman oder Bryan Cranston ebenfalls ausgezeichnet besetzt. Auch dank ihnen ist Drive ein eigenwilliger, verstörender und intensiver Thriller geworden, bei dem jedes Detail stimmt.

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Mein Kommentar
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99 Kommentare
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Sandra

Drive, sorry Ryan aber du hast schon bessere Filme gemacht. Ich war gelangweilt. Die Story ist lahm. Find ich eher ein typischer Männerfilm.
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jamey80

Superspannender Movie!
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Pascal

Die Story an sich mag nichts spezielles sein, aber was der Regisseur daraus macht ist erste Sahne. Coolness klirrt in jeder Einstellung. Dieser Hang zum Überstilisieren und auch die überbordende Gewal...
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Tatschi82

Einer meiner Lieblingsfilme - Ryan Gosling schafft es, allein mit einem Blick, ganze Geschichten zu erzählen. Toller Soundtrack! Und tolle Chemie zwischen Ryan und Carey
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Pascal

Genial! Gosling war klasse. Ganz klar einer der Besten Filme dieses Jahres.
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coooler movie, packender soundtrack
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Magdalena

Bester film des Jahres! und ich bin eine Frau!
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martina.balzer

Ich als Frau fand den Film einfach nur schrecklich. So viel dargestellte Gewalt, so viel Blut... Und dabei hatte ich einen Film erwartet, der zum Titel "Drive" passt. Mir war echt schlecht, als ich en...
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sbosa

Ryan Gosling in Höchstform! Obwohl der Film einige sehr brutale Szenen beinhaltet und ich das nicht so mag, hat mir der Film sehr sehr gefallen! Hätte Oskar nominiert werden müssen! Der Soundtrack und...
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keberlin

Der Film Drive ist vor allem eines - gewalttätig..... Menschen die diesen Film gut finden können auch einer Fliege ein Bein ausreissen. Das ist einfach nur schlecht. Ach ja, auch bei meiner Filmkritik...
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99 Kommentare

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