Interview28. März 2022

Interview Teil 2: Jannis Niewöhner über «The Bad Guys»: «Irgendwie sind die auch richtig toll»

Interview Teil 2: Jannis Niewöhner über «The Bad Guys»: «Irgendwie sind die auch richtig toll»
© Universal Pictures Switzerland

Zum Anlass des Films «The Bad Guys» von Pierre Perifel, hat sich Jannis Niewöhner unseren Fragen gestellt.

Interview und Transkription: Nicole Janssen

7 - Was glaubst du, inwiefern könnte sich das Leben der «Bad Guys» ändern, wenn sie dann ihre Strafe abgesessen haben? Also glaubst du, dass sie wirklich gut sind oder ob da weiterhin Potenzial für das böse ist und das irgendwo tief verankert ist?

Jannis Niewöhner: Ja, also ich mein das Böse, was die gemacht haben, da guckt man ja auch nicht während des Films drauf und denkt sich «Oh, das geht aber gar nicht», sondern man hat ja auch so ein bisschen Spass dabei. Man guckt denen ja auch zu und denkt sich: Irgendwie sind die auch richtig toll.

«Wenn man die richtigen Werte hat und Liebe und Freundschaft hochhält, dann mag ich ein bisschen böse sein.»– Jannis Niewöhner

Jannis Niewöhner: Auch wenn sie böse Sachen machen. Und so gehts mir auch, eigentlich wünscht man sich schon, dass sie als Charaktere, als Menschen wollte ich gerade sagen, aber als Tiere sind sie ja irgendwie gut, sie sind irgendwie gute Persönlichkeiten, man mag sie, sie sind liebenswert, sie haben ein Herz und wenn sie das alles haben, dann ist es für mich okay und auch ein bisschen notwendig, dass sie auch immer mal wieder böse Sachen machen.

«The Bad Guys» in ihrem Fluchtwagen © Universal Pictures Switzerland

8 - Inwiefern findest du, bietet der Film die Möglichkeit für eine Fortsetzung und was glaubst du, wie könnte das aussehen?

Jannis Niewöhner: Ich glaube wie gesagt, dass der erste Teil natürlich die auf eine Reise der Selbstfindung schickt und die etwas über sich lernen als Truppe und am Ende sogar vielleicht stärker noch mal da stehen. Und ich glaub auf jeden Fall, dass da Potenzial da ist für weitere Einbrüche und grosse Clous gegen vielleicht noch bösere Menschen oder Tiere. Und deshalb gibts noch viel Luft nach oben.

9 - Was war dein persönliches Highlight für den Charakter?

Jannis Niewöhner: Ja, also ich glaube, das Highlight insgesamt vom Film ist einfach, dass sich diese Gruppe aus diesen unterschiedlichen, sehr witzigen, interessanten Charakteren ergibt und man sich selber so wieder findet, glaube ich in dieser Situation zu sein, Böses zu tun und dabei spass zu haben und sich dabei trotzdem als guten Menschen empfinden zu können. Und das Gute, was im Bösen verankert ist und umgekehrt und das macht den Film aus und das macht total Spass und ist einfach eine sehr gute Reise. Und all das, was wir an Buddy-Komödien so lieben, ist in diesem Film und sehr gute Unterhaltung.

Menschen flüchten schreiend vor Mr. Pirahna im Whirlpool © Universal Pictures Switzerland

10. Wie würdest du dem sozialen Druck widerstehen, um nicht wie die Gangster Gang böse zu werden? Wie kann man deiner Meinung nach in dieser Situation beweisen, dass du doch gut ist? Die hatten ja Unterstützung von Professor Marmelade, aber so auf eigene Faust, glaubst du, sie hätten es da raus geschafft?

Jannis Niewöhner: Auf eigene Faust bestimmt, also das waren so die äusseren Umstände, die sie dazu gezwungen haben. Ich meine letztendlich im Herzen waren sie immer gut und das mussten sie selbst für sich entdecken und mussten neu von aussen entdecken und da spielt der Zufall eine grosse Rolle. Wie gesagt, ich glaube, man kann Böses tun und wenn man sich dann aber darüber bewusst ist und es nicht allzu böse ist und man auf das Gute vertraut in einem und man die richtigen Werte hat und Liebe und Freundschaft hochhält, dann mag ich ein bisschen böse sein.

11 - Was glaubst du, können die Zuschauer aus diesem Film lernen und für das echte Leben übertragen, also im Sinne von Freundschaft oder Loyalität?

Jannis Niewöhner: Ja, genau so was eigentlich. Loyalität, zusammen zu stehen und gemeinsam durch unterschiedliche Phasen des Lebens zu gehen, sich zu verändern und dabei aber auch auf den eigenen Kern zu vertrauen. Und das der Kern in uns überall ein Guter ist und das man zusammen alles schaffen kann. Eine einfach aber wertvolle Botschaft.

«Ich glaube, man muss einfach sehr offen und aufmerksam sein und dann entsteht daraus auch Hilfsbereitschaft.»– Jannis Niewöhner

12 - Wenn du jetzt Lust hast, dich für etwas Gutes zu engagieren, womit würdest du anfangen? Würdest du auch wie im Film einer Oma über die Strasse helfen oder eine Katze vom Baum retten oder was wäre dein erster Ansatzpunkt?

Jannis Niewöhner: Ja, genau bei so was glaub ich. Bei solchen Dingen, die einem begegnen. Ich glaube, dass es total wichtig ist, natürlich sich an grösseren Aktionen zu beteiligen und zu gucken, wo kann man helfen, aber vor allem im alltäglichen Leben kann man, glaub ich, wahnsinnig helfen und dann kann es auch was Einfaches sein. Aber ich glaube achtsam zu sein und sensibel zu sein für das, was um einen passiert zu gucken, wo Hilfe gebraucht wird und man Hilfe geben kann, egal auf welche Weise. Ich glaube, man muss einfach sehr offen und aufmerksam sein und dann entsteht daraus auch Hilfsbereitschaft.

Hier gehts zu Teil 1 des Interviews

«Die Bad Guys» seit dem 17.03.22 im Kino.

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