Kritik14. August 2023

Filmingo-Kritik «Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit»

Filmingo-Kritik «Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit»
© DCM FILM

Martin Suter schreibt über kriminelle Machenschaften und menschliches Begehren und produziert Bestseller am laufenden Band. André Schäfer dringt mit seinem Film tief ein in Suters literarischen und privaten Kosmos und spielt dabei gekonnt mit den Grenzen von Fiktion und dokumentarischer Wirklichkeit.

Filmkritik von Irene Genhart

Der Deutsche André Schäfer hat ein kurzweiliges, kluges, witziges und bisweilen überraschendes Porträt über den Schweizer Schriftsteller Martin Suter gedreht. Er folgt seinem Protagonisten in den schriftstellerischen Alltag, beobachtet ihn mit seiner Familie, Arbeitskollegen und Bekannten, wie dem Fussballer Bastian Schweinsteiger, über dessen Leben Suter zur Zeit des Drehs einen Roman schreibt, oder den Musiker Stephan Eicher, für den er Songtexte verfasst und mit dem er im Film einmal auf der Bühne steht. Schäfer macht Suter in seinem Film zu seinem Komplizen. Er taucht zusammen mit ihm ein in den Kosmos seiner Romanen und lässt einzelne Szenen daraus auf der Leinwand lebendig werden.

Suters Persönlichkeit scheint mit derjenigen seiner Helden zu verschmelzen.– Cineman-Filmkritikerin Irene Genhart

Der Übergang zwischen dokumentierter Wirklichkeit und filmischer Fiktion ist dabei fliessend und Suters Persönlichkeit scheint mit derjenigen seiner Helden zu verschmelzen. Auf der Leinwand erscheint beides gleich real, die Suter’sche Wirklichkeit und die Wahrheit über Martin Suter mögen irgendwo dazwischen liegen.

4.5 von 5 ★

«Alles über Martin Suter. Ausser die Wahrheit» ist ab sofort auf Filmingo verfügbar.

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