Kritik13. März 2018

DVD-Tipp: Liam Neeson in «The Secret Man»

DVD-Tipp: Liam Neeson in «The Secret Man»
© Ascot Elite Entertainment

Normalerweise spielt Liam Neeson den knallharten Typen in Actionfilmen. Für einmal hat er in «The Secret Man» als Vize-Chef des FBI eine ruhigere, aber nicht weniger spannende Rolle inne.

«The Secret Man» erzählt die wahre Geschichte des FBI-Ermittlers Mark Felt, der als Whistleblower in der Watergate-Affäre hauptverantwortlich für den Rücktritt von Richard Nixon war. Der Film greift die Geschehnisse von 1972 auf und zeigt, wie von ganz oben versucht wurde, die Ereignisse um Watergate zu vertuschen: Dazumals brachen fünf Einbrecher in die Parteizentrale der Demokraten ein, um diese zu verwanzen.

Niemand kann die treibende Kraft einer FBI-Untersuchung stoppen.– Mark Felt in «The Secret Man»

Felt wird dabei gespielt von Liam Neeson, der den Beamten als loyalen Mitarbeiter darstellt und sich zu 100% in den Dienst des FBI stellt. Schon bald wittert dieser jedoch eine Verschwörung von ganz oben hinter dem Einbruch, und auch der neue FBI-Chef Patrick Gray, der die Ermittlungen möglichst schnell im Keim ersticken will, weckt sein Misstrauen. So beginnt Felt der «Washington Post» gezielt Hinweise zu geben, die Präsident Nixon mit der Affäre in Verbindung bringen.

Liam Neeson als FBI-Ermittler Mark Felt im Spannungsfeld zwischen Privatleben und Arbeit.
Liam Neeson als FBI-Ermittler Mark Felt im Spannungsfeld zwischen Privatleben und Arbeit. © Ascot Elite Entertainment

Mit «The Secret Man» ist Regisseur Peter Landesman ein spannender Politthriller gelungen, der die Macht- und Ränkespiele rund um das Weisse Haus thematisiert. Geheime Treffen in schäbigen Cafés oder Tiefgaragen sorgen für die konspirative Atmosphäre. Dabei hält sich der Film stets an die Fakten, verliert sich aber nicht in Details und treibt die Erzählung nach vorne. So kommt die historische Relevanz des Themas voll zum Tragen und die Spannung spitzt sich im Verlauf des Films immer weiter zu.

Trotz der kohärenten Erzählweise lässt «The Secret Man» ein wenig den emotionalen Tiefgang vermissen: Liam Neeson macht seine Sache zwar ordentlich, bleibt jedoch an der Oberfläche und verpasst es, den inneren Konflikt seiner Figur vollkommen überzeugend darzustellen. Auch der private Nebenschauplatz mit seiner unzufriedenen Ehefrau und der davongelaufenen Tochter wirkt konstruiert und hätte auch weggelassen werden können.

Fazit

«The Secret Man» bietet in knapp 100 Minuten gute Unterhaltung und bereitet die wahre Geschichte mit einem gelungen Spannungsbogen und überzeugenden Dialogen auf, auch wenn hie und da eine intensivere Figurenzeichung wünschenswert gewesen wäre.

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