News12. Juli 2021

«La boda de Rosa»: Selbstbefreiung einer überbeschäftigten Mittvierzigerin

«La boda de Rosa»: Selbstbefreiung einer überbeschäftigten Mittvierzigerin
© Filmcoopi

Eine überlastete Frau, die von ihren Mitmenschen wie selbstverständlich als Mädchen für alles wahrgenommen wird, wählt einen radikalen Schritt zur Unabhängigkeit: Sie heiratet sich selbst. Die spanische Produktion «La boda de Rosa» vermittelt ihre essentiellen Botschaften sowohl mit einem Augenzwinkern als auch mit dem nötigen Ernst.

Dieser Beitrag ist gesponsert von Filmcoopi.

Rosa hat genug! Als Schneiderin hat sie bis zum Umfallen gearbeitet, sich zudem ständig um ihren Vater, um die Kinder ihres Bruders und um die Katze ihrer Freundin gekümmert. Und jetzt hat ihr Vater auch noch beschlossen, bei ihr einzuziehen.

Knall auf Fall verlässt Rosa Valencia, um in einem kleinen spanischen Küstenort ihren Traum zu erfüllen: im leerstehenden Schneiderladen ihrer Mutter ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Wenn da nur nicht ihre Geschwister, ihr Freund und ihre erwachsene Tochter wären, alle mit Problemen, die Rosa lösen soll. Ihr Handy hört gar nicht mehr auf zu klingeln – also beschliesst Rosa, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und Rosas Hochzeit wird eine ganz besondere sein...

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Regisseurin Icíar Bollaín («Yuli», «El Olivo») gelingt es formidabel, eine sich um existenzielle Themen drehende Geschichte als Komödie voller Leichtigkeit auf die Leinwand zu bringen. Ihr neuer Film glänzt durch ein herausragendes Schauspiel-Ensemble, allen voran die umwerfende Candela Peña in der Rolle von Rosa und der unvergleichliche Sergi López als ihren Bruder. Mitreissend, lustig, liebevoll: «La Boda de Rosa» ist ein Film, der eine wunderbare positive Energie ausstrahlt.

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In «La boda des Rosa» geht es darum, befreiende Entscheidungen zu treffen und selbstbewusst zu ihnen zu stehen. Hier sind es gleich zwei. Einerseits der Entschluss, das kraftraubende Stadtleben gegen ein selbstbestimmtes Dasein in der Abgeschiedenheit des Küstenortes zu tauschen. Und die Entscheidung jene Person zu heiraten, die bei Rosa im Laufe des Lebens mehr und mehr in Vergessenheit geriet: sie selbst.

Die Botschaft ist klar: Man sollte die eigenen Bedürfnisse berücksichtigen und eine (gesunde) Selbstachtung entwickeln. «La boda de Rosa» vermittelt all dies mit einer gekonnten Balance aus heiteren, beschwingten und nachdenklich-melancholischen Momenten. In vielen Szenen treffen diese gegensätzlichen Stimmungen unmittelbar aufeinander.

Hier geht's zur Filmkritik auf Cineman

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