Als letzter Film im Cannes-Wettbewerb 2012 präsentierte Jeff Nichols das unübersehbar von Mark Twain und "Stand By Me" inspiriertes Abenteuer zweier Teenager, die in den US-Südstaaten die Bekanntschaft eines Lebenskünstlers (Matthew McConaughey) machen, der sich als gesuchter Straftäter entpuppt. Verglichen mit Nichols' ersten beiden Filmen ist Mud unerwartet hoffnungsvoll, familienfreundlich und auf leichtfüßige Weise konventionell. Doch die sonnendurchflutete Ferien-Geschichte schlägt mit viel Charme und guten Schauspielern den Bogen zum Wes Andersons Eröffnungsfilm Moonrise Kingdom. [Patrick Heidmann]