Sean (Ryan Guzman) ist der Anführer einer Tanzgruppe, die mit aufwendigen Flashmobs für Aufsehen sorgt. Als Sean die aus gutem Hause stammende Emily (Kathryn McCormick) kennen lernt, lädt er sie nicht nur ein, sich «The Mob» anzuschließen, sondern verliebt sich auch noch in sie. Problematisch wird das nur, als sich herausstellt, dass Emilys Vater das historische Viertel, in dem alle leben, abreißen und dafür Luxuswohnungen bauen lassen will. Mit ihrer Performancekunst versucht «The Mob», den Protest zu organisieren.
Die Geschichte ist altbekannt und wird ohne jeden Anflug von Originalität erzählt. Aber man muss noch nicht mal ein besonderes Faible für den Tanz haben, um zu erkennen, wie originell diese Performances gestaltet sind. Schade nur, dass von der Kreativität, welche die Choreographien auszeichnen, kaum etwas für das Drehbuch übrig geblieben ist. Das drückt sich selbst vor offensichtlichen Fragen (etwa: Wie können die armen Schlucker sich die ausstattungstechnisch teuren Performances überhaupt leisten?) und ergeht sich stattdessen in hanebüchene Dialoge. Gut für die tägliche Portion unfreiwilligen Humors, für den Film aber einigermaßen kontraproduktiv.
Die Schauspieler mühen sich redlich ab. Totalausfälle bleiben aus, aber es muss sich auch keiner abseits der Tanzfläche beweisen. Am Schluss gibt es dann die Mega-Performance, die natürlich - wie im Märchen - dem eigentlich gar nicht so bösen Geschäftsmann die Augen öffnen soll. Dabei gibt es auch noch einen Cameo-Auftritt von dem aus den beiden Vorgängern bekannten Moose alias Adam G. Sevani, der wie ein Highlight gefeiert wird, während Uneingeweihte sich allenfalls fragen, wer das ist und ob man etwas verpasst hat.
Wer die vorherigen Filme mochte, wird auch hier seinen Spaß haben. Neue Fans wird Step Up 4 aber wohl kaum gewinnen können. Muss er aber auch nicht, denn die günstigen Produktionen sind eh schon Goldesel fürs Studio.