Im Abendrot stimmt eine Kreuzung aus Sean Paul und Bo Derek (gespielt von James Franco) auf einem weissen Klavier am Strand eine Britney Spears-Ballade an, während minderjährige Mädchen in Neon-Bikinis und pinken Skimasken mit Maschinengewehren Walzer tanzen. Ebenso wie die leichtbekleideten Hauptfiguren, besticht der gesamte Film höchstenfalls durch solche Oberflächenreize.
Als da wären - neben fortlaufend harte Drogen konsumierenden und entblössten Teenagern: die ehemaligen Disney Channel-Lieblinge Selena Gomez und Vanessa Hudgens, sowie TV-Sternchen Ashley Benson, die sich entweder orgiastisch an fremden Körpern reiben, oder wild mit schweren Geschützen herumfuchteln. Die wohl bizarrste Darbietung gibt allerdings James Franco als parodistischer Borderline-Gangster Alien, der die vier Mädchen in Florida aus dem Gefängnis freikauft, nachdem diese auf einer Hotelzimmerparty verhaftet wurden. Bloss Faith, als einzige bemerkenswert gespielt von Selena Gomez, kann Aliens Absichten nicht gutheissen, fährt mit dem Bus heim und verschwindet auch sogleich aus dem Kopf des Zuschauers.
Es scheint, als habe Harmony Korine bei der intendierten Satire auf den American Dream von Sex, Drugs and Rock'n'Roll zu sehr Gefallen an dem Milieu gefunden, über das es sich ursprünglich zu mokieren galt. Endlose Repetitionen und bedeutungsschwangere, melancholische Voiceovers übersättigen zudem die durchaus stylische Neon-Ästhetik und eindrücklich ausgestalteten Rauschsequenzen des Films.