ParaNorman
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Filmkritik

Im Reich der untoten Witze

Animationsfilmer, die mit Puppen spielen, scheinen einen leichten Hang zu makaberen Geschichten zu haben. Zumindest kommen nach den tanzenden Skeletten in The Nightmare Before Christmas und Corpse Bride und der Parallelwelt in Coraline auch in ParaNorman übernatürliche Elemente vor. Die animierte Horrorkomödie vermag durch perfekte Technik und liebevolle Atmosphäre zu gefallen, leidet aber unter einer etwas trägen Inszenierung und verstaubtem Humor.

Der schüchterne 11-jährige Norman sieht sich gerne Horrorfilme an und unterhält sich dabei mit seiner Grossmutter. Die ist eigentlich schon lange gestorben. Doch Norman hat eben die besondere Fähigkeit, mit Geistern sprechen zu können. Von seinen Mitschülern wird er deswegen als «Freak» bezeichnet. Aber Norman hat ganz andere Sorgen, denn er sieht immer wieder schreckliche Visionen von lebenden Toten aus der unrühmlichen Vergangenheit seiner Heimatstadt. Dort wurde im 18. Jahrhundert eine vermeintliche Hexe hingerichtet, die sich nun durch die Auferstehung von lebenden Toten rächen will.

Die Ausgangslage des schaurig schönen Stop-Motion-Films ist reizvoll. Leider halten sich die Filmemacher Chris Butler und Sam Fell nicht wirklich konsequent daran. Die lebenden Toten und die anderen Geister, mit denen Norman sich unterhalten kann, dürften sich eigentlich gar nicht wirklich voneinander unterscheiden. Doch kaum tauchen die lebenden Toten auf, sind die übrigen Geister plötzlich wie vom Erdboden verschwunden.

Ausserdem bekunden die Regisseure mit wenigen Ausnahmen einige Mühe damit, den Humor genügend spritzig zu inszenieren. Erstaunlich ist das nicht wirklich, denn einige der Witze sind mindestens so alt wie die Leichen aus dem 18. Jahrhundert. So schwerfällig die Inszenierung des biederen Humors ist, so verspielt und faszinierend sind die Gestaltung und die technische Umsetzung des Films. Die leicht schräge Architektur der Gebäude und der Fahrzeuge bieten besondere Freude. Auch die zahlreichen verspielten Details und Anspielungen auf Klassiker des Genres sorgen für köstliche Momente.

ParaNorman ist also ein technischer Hochgenuss, der auf der inhaltlichen Ebene nicht dieselbe Leistung erreicht. Das Dilemma, in dem sich die Stop-Motion-Fans befinden: Weil nur so wenige Filme in dieser Technik produziert werden, bleibt fast nichts anderes übrig, als sich ParaNorman dennoch anzuschauen. Ansonsten verschwindet diese Kunstform nach einer kurzen Renaissance bald wieder komplett von den Kinoleinwänden. Wer übrigens das Ende des Abspanns abwartet, darf noch sehen, wie in Zeitraffer ein Norman entsteht.

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Mein Kommentar
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10 Kommentare
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thomasmarkus

Für Zombies ist unsere Welt der Horror - ketchupquillendes BigMac-Zeugs... weniger ein Kinderfilm als ein Spiegel für Erwachsene / die Gesellschaft. Humorvoller und weniger gruselig als seinerzeit ...
mehr
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Adrian

nichts für die kleinen und nur in teilen was für grosse Horror Fans. hat nicht die Dichte von Caroline
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birdnestman

Genialer Film mit vielen Details.
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Petra

süßer Film
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kurokurou

Mir gefiel der Film sehr gut, die Szenen sind schön umgesetzt, die Story fand ich auch spannend und witzig war der Film auch.
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Enver

Ziemlich nöd interessante film. Mer sitzt im kinosaal und luegt en film aa, wo einem zwüschedure zum grinse bringt.
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Julie

Nichts für Kleine! Aber für grosse Gruselfans schon... Der Hammer-Grusel-Lacher ist das! Die Details in den Szenen gefallen mir sehr gut. Wirklich, da kann man sich gruseln und dann wieder krummlachen...
mehr
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holiday88

Genial - allein die Machart des Films macht dieses düstere und doch witzige Abenteuer zu einem kleinen Meisterwerk! Bin begeistert!
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hari_d

Wirklich wunderschön umgesetzter Gruselfilm mit viel Klamauk. Studio Laika versteht es ihren detailverliebten Figuren und Sets Leben einzuhauchen, was den Film schlussendlich sehenswert macht. Für Ani...
mehr
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Patrick

GOHST WHISPERER. Das Movie ist ein Mordsmässiger Zombie-Animationsspass für kleine und grosse Geisterbahn Freunde. Für eine szene brauchten die Filmmacher zwischen einem Monat und ei...
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