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New Year's Eve - Filmkritik

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Aka Titel:Happy New Year - Neues Jahr, neues Glück
Land (Jahr): USA (2011)
Genre:Comedy, Romance
Regie:Garry Marshall
Kinostart:08.12.2011
 21.12.2011 (Romandie)
 28.12.2011 (Tessin)
Drehbuch:Katherine Fugate

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Unrealistisch wie der Weihnachtsmann

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Nach Valentine's Day ist New Year's Eve der zweite in einer Reihe von kitschigen Garry Marshall-Filmen, die keines der gängigen Klischees des Genres der romantischen Komödie auslassen.

Bildgalerie

Silvester in New York: Die Vertreterin der Times Square Alliance (Hilary Swank) ist für den reibungslosen Ablauf der Party verantwortlich. Gleichzeitig bereitet eine Chefköchin (Katherine Heigl) und ihre Sous-Chefin (Sofia Vergara) das Essen für die begehrteste Party des Abends, an dem der Rockstar Jensen (Jon Bon Jovi) auftreten wird. Ein Silvester-Hasser (Ashton Kutcher) und Jensens Backup-Sängerin (Lea Michele) bleiben zusammen im Lift stecken, eine Teenagerin (Abigail Breslin) und ihre Mutter (Sarah Jessica Parker) streiten sich darüber, ob sie an diesem Abend alleine ausgehend darf und eine Sektretärin (Michelle Pfeiffer), die am letzten Tag des Jahres ihren Job hinschmeisst, heuert einen Motorradkurier (Zac Efron) an, um ihre Neujahrswünsche in Erfüllung gehen zu lassen.

Seit 2003 der britische Film Love Actually wie eine Bombe eingeschlagen hat, versucht Hollywood krampfhaft, dessen Erfolgsformel mit episodenhaften romantischen Komödien wie He's Just Not That Into You oder Valentine's Day zu kopieren. Aber im Gegensatz zu Love Actually, der von normalen Menschen mit Macken und Fehlern handelt, sind die Figuren in New Year's Eve so unrealistisch wie der Weihnachtsmann. Ein reicher, gutaussehender Junggeselle widersteht ein Jahr lang allen Avancen hübscher Frauen, um um Mitternacht auf eine Frau zu warten, die er am letzten Silvesterabend kennengelernt hat. Oder ein 20-jähriger Motorradkurier lässt alles fallen, um die Wünsche einer mittelalterlichen Frau zu erfüllen? Seit es zwischen Ashton Kutcher und Demi Moore auch im wahren Leben krieselt, ist klar, dass solche Beziehungen noch nicht einmal in Hollywood funktionieren.

Während Regisseur Garry Marshall mit Märchen wie The Princess Diaries oder Pretty Woman Erfolg gehabt hat, geht sein Rezept für einen Kinohit heute nicht mehr auf. Der schwerfällige Schlagabtausch zwischen zwei hochschwangeren Pärchen (Sarah Paulson und Til Schweiger, Jessica Biel und Seth Meyers), die sich in ein Rennen um die Geburt des ersten Babys des neuen Jahres begeben, wirkt wie eine schlechte Sitcom aus den 80ern. Auch Jensens Neujahrsvorsatz, seine Karriere für die Frau die er liebt, an den Nagel zu hängen, ist so unrealistisch, wie die Tränen, die Hilary Swank nach dem Tod ihres Vaters (Robert De Niro) über die Wangen kullern. New Year's Eve will wohl das Publikum ansprechen, das aus Mamma Mia! oder einen Kassenschlager gemacht hat. Aber diese - vorwiegend weiblichen - Kinobesucher verdienen einen besseren Film. [Gaby Tscharner]

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