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Die Kinder vom Napf - Filmkritik

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Land (Jahr): Schweiz (2011)
Filmlänge:85min
Regie:Alice Schmid
Kinostart:01.12.2011
Drehbuch:Alice Schmid
Komponist:Daniel Almada
Produktion:Alice Schmid

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Sympathische Werbung für ein Kinderparadies

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Wer gedacht hat, um vom Aussterben bedrohte Lebensformen der menschlichen Spezies zu beobachten, müsse man in ferne Ländern reisen, sieht sich hier eines besseren belehrt: Alice Schmid zeigt das Leben der Kinder von Bergbauern im Napf ungeschminkt und eindrücklich, wenn auch dramaturgisch nicht ganz durchgängig.

Bildgalerie

Der Urbanisierungsgrad lässt sich einfach an der minimalen Reisedistanz zur nächsten Stadt ablesen. Nach diesem Maßstab gilt die Schweiz als eines der höchsturbanisierten Länder, denn selbst im Luzerner Hinterland ist man nach kurzer Fahrt im Luzerner oder sogar Zürcher Ausgang. Im Entlebuch aber gibt es Orte, die nur zu Fuß zu erreichen sind. Im Napf pflegen die Bergbauernfamilien noch eine herkömmliche Lebens- und Arbeitsweise, die nicht einmal medial durchdrungen ist, wenn man den Bildern des Films glauben schenken darf.

Die Kinder dieser Familien sind im doppelten Sinne ein dankbares Sujet: Kinder sind einerseits herzig und originell, andererseits sieht man sehr gut, wie sich archaische Lebensform und moderne Gesellschaft begegnen und die archaischen Werte erodieren. Der Besuch der Primarschule ist Pflicht, der tägliche Schulweg - besonders durch die tiefverschneite Landschaft im Winter bei morgendlicher Finsternis - ein kleines Abenteuer. Die Schule bringt diese in behüteter Abgeschiedenheit lebenden Kinder in Kontakt mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen und thematisiert schon mal die Abnahme der Klassenstärken und Geburtenrate.

Neben den Kindern ist auch die Region ein visuell dankbares Sujet, das elegant genutzt und mit adäquatem Handwerk präsentiert wird. Erwachsene spielen kaum eine Rolle und sind auch kaum zu sehen, Tiere dagegen schon, was nur logisch ist, denn die meisten Kinder legen bei der bäuerlichen Arbeit Hand an und versorgen dabei auch die Nutztiere. Wenn man die Verfassung dieser Kinder mit derjenigen von Stadtkindern vergleicht, fällt einem so manches auf, und man fragt sich wohl unwillkürlich, ob da bewusst ein Kinderparadies vorgeführt wird, um für diese Region zu werben. Darüber und auch über die Zukunfsaussichten dieser Kinder kann man sich in Ruhe Gedanken machen, denn kein Kommentar funkt dazwischen und nur selten entsteht der Eindruck, es wäre inszenatorisch eingegriffen worden. So begleiten wir die kleine Schar durchs ganze Jahr und freuen uns, wenn am Ende alle glücklich zur Weihnachtsfeier in der Kirche versammelt sind. [Eduard Ulrich]

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m&m's dunja 87: ein klarer werbefilm. der titel suggeriert, dass e...
m&m's Glanduliferus: Ein schöner Film über die Identität einer Region. ...
m&m's lucky5: ich liebe solche filme;)...
m&m's Martina: inhaltlich ok, aber filmtechnisch gesehen schlecht...