Valentine's Day - Filmkritik
| Aka Titel: | Valentinstag |
| Land (Jahr): | USA (2010) |
| Genre: | Comedy, Romance |
| Filmlänge: | 125min |
| Regie: | Garry Marshall |
| Kinostart: | 11.02.2010 |
| 17.02.2010 (Romandie) | |
| 12.03.2010 (Tessin) |
Lieben und Leben in L.A.
Der Valentinstag als Episodenfilm: RomCom-Altmeister Garry Marshall, Regisseur von «Pretty Woman», versteht sein Handwerk noch immer und bietet beste Unterhaltung mit Staraufgebot.
Diesseits des grossen Teichs macht man sich nicht allzu viel aus dem 14. Februar. Ganz anders in den Vereinigten Staaten; schon in der Grundschule werden dort fleissig romantische Grusskarten gebastelt und wehe dem, der am Valentinstag kein Date hat. Klar, dass die erwachsenen Grosstadtneurotiker regelmässig durchdrehen kurz vor diesem Feiertag für Verliebte. Etwa die PR-Agentin und ewige Single Kara (Jessica Biel): Zum Trotz organisiert sie eine Anti-Valentinstag-Party. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Gefühle von Reed (Ashton Kutcher): Er ist nämlich ganz aus dem Häuschen. Und das nicht nur, weil er einer Branche angehört, die am Valentinstag immer etwas zu Feiern hat (der junge Mann ist Florist), nein, just an diesem Morgen hat die Freundin (Jessica Alba) seinem Heiratsantrag zugestimmt.
Das sind nur zwei der verschiedenen Episoden, die in «Valentine's Day» manchmal parallel laufen, um dann wieder geschickt miteinander verknüpft zu werden. Der Film von RomCom-Altmeister Gerry Marshall erfindet das Genre nicht neu, dafür laufen die einzelnen Geschichten in zu altbekannten Mustern. Doch das ist auch gar nicht nötig, denn «valentine's Day» schafft es trotzdem, den Zuschauer bestens zu unterhalten. Das liegt am ausgezeichneten Cast; man sieht zum Beispiel Julia Roberts als Irak-Heimkehrerin mit einem unverschämt charmanten Bradley Cooper flirten. Aber auch die Qualität der Dialoge liegt weit über dem Durchschnitt einer handelsüblichen RomCom. Zudem schafft «Valentine's Day» auch das, was vielen anderen Filmen des Genres misslingt: wirklich witzig zu sein. Das Timing der Gags stimmt, und der Humor bleibt angenehm über der Gürtellinie. Besonders lustig; Country-Star Taylor Swift als ironisch überzeichnete Tennie-Göre.
Wie erwähnt, bricht Marshall die Regeln in seinem Star-Vehikel nicht. So findet denn am Schluss auch fast jeder der Beteiligten seinen Valentine, wenn auch mitunter woanders als zuerst angenommen. Klar, echte Valentinstag-Hasser und RomCom-Muffel werden auch an diesem Film nicht warm, alle anderen jedoch bestens unterhalten.
[Marius Gartmann]
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