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The Whistleblower - Filmkritik

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Allein gegen die eigenen Reihen

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Der Kosovokrieg und seine Folgen fand im englischsprachigen Kino bisher wenig Beachtung. Das scheint sich jetzt zu ändern. Im ersten langen Spielfilm der Kanadierin Larysa Kondracki stösst eine US-Polizistin in Bosnien auf einen Sex-Skandal.

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Kathryn Bolkovac (Rachel Weisz in einem ihrer stärksten Auftritte) eigentlich nur aus Geldgründen der UN-Friedensmission an und landet 1999 im Nachkriegs-Bosnien. Anfangs muss sie sich vor allem gegen Männerklüngel durchsetzen, sowohl in den eigenen Reihen als auch bei der örtlichen Polizei, deren Arbeit sie unterstützen soll. Doch ihr Engagement wird geweckt, als sie bei einer Razzia auf illegale Nachtclubs und dort festgehaltene Prostituierte entdeckt, die kurz nach der Verhaftung verschwunden zu sein scheinen. Kathryn will unbedingt Licht in Sache bringen, was sich angesichts ihrer geringen Kenntnis örtlicher Gepflogenheiten, politischer wie bürokratischer Minenfelder und einer Mauer des Schweigens als ausgesprochen schwierig erweist.

The Whistleblower ist ohne Frage eine etwas unausgegorene, immer wieder dokumentarisch angehauchte Angelegenheit. Zu viel Personal bevölkert die Geschichte, deren einzelnen Strängen man mitunter nur mit Mühe folgen kann. Dass das große Ensemble dabei hochkarätig und international ist (David Strathairn und Vanessa Redgrave sind ebenso mit von der Partie wie Monica Bellucci, der Däne Nikolaj Lie Kaas oder die Deutsche Jeanette Hain), macht die Sache nicht einfacher. Gleichzeitig hätte man sich, gerade angesichts der erschreckenden Thematik und der den Film durchziehenden Verschwörungsverweise, etwas mehr dramatische (und durchaus auch emotionale) Verdichtung und Spannung gewünscht.

Dennoch ist es Larysa Kondrackis Verdienst, dass sie sich von jeglichem Betroffenheitskitsch fernhält und ihre David-gegen-Goliath-Version vor allem nicht durch ein Happy End von der immer wieder beschworenen Realität entfernt. Dass auch das couragierte Sich-Einsetzen Einzelner gegen die Wunden des Krieges machtlos sind und Menschenhandel oder Korruption zwangsläufig zu solchen Szenarien dazugehören scheinen, ist die erschütternde Moral auch dieser Geschichte. [Patrick Heidmann]

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m&m's Patrick: Man liest oder hört nur über den Sarajevo-Krie...
m&m's stefanie84: war ganz ok...
m&m's Helebore: Sehr gut gemachter Film, sehr wichtiges Thema, ein...
m&m's Kinofreundin: Erschütternd, deprimierend und schockierend und wa...
m&m's buritto: Erschütternd und quälend. Das Schlimmste aber ist:...