Mit dir an meiner Seite - Filmkritik
| Originaltitel: | The Last Song |
| Land (Jahr): | USA (2010) |
| Genre: | Drama, Romance |
| Filmlänge: | 108min |
| Regie: | Julie Anne Robinson |
| Kinostart: | 29.04.2010 |
| Drehbuch: | Nicholas Sparks |
| Jeff Van Wie |
Schematische Schnulze
Richard Gere und Diane Lane versetzten in der Leinwand-Adaption von «Nights in Rodanthe» die Fans von Bestsellerautor Nicholas Sparks in Entzückung. In «Mit dir an meiner Seite» darf die Jugend ran: Miley Cyrus («Hannah Montana») spielt ein Teenie-Mädchen, das am Strand seine erste grosse Liebe findet.
Die 17-jährige Ronnie (Miley Cyrus) muss die Sommerferien zur Strafe bei ihrem Vater (Greg Kinnear) verbringen. In New York, wo sie mit ihrer Mutter lebt, wurde sie beim Ladendiebstahl erwischt; vermutlich eine rebellische Reaktion auf die Scheidung der Eltern und den Fortgang des Vaters, der in ein Küstenstädtchen nach South Carolina zog. Ronnie hat ihm das nie verziehen. Den Zorn darüber lässt sie ihn deutlich mit permanenter Missachtung spüren.
Ihr Bruder Jonah (Bobby Coleman) ist hingegen ganz versessen darauf, mit seinem Vater Zeit zu verbringen. Während die beiden gemeinsam Aktivitäten nachgehen, kommt Ronnie am Strand dem Sunnyboy des Ortes (Liam Hemsworth) näher. Ob der sich anbahnenden Romanze entgeht Ronnie beinahe, dass es ihrem Vater gesundheitlich gar nicht gut geht.
Die Romane von Nicholas Sparks drehen sich immmer um dieselben Themen: Liebe, Sehnsucht und Verlust. Seine Bestseller gleichen sich zwar nicht völlig, die Zutaten bleiben aber stets dieselben. «Mit dir an meiner Seite» wartet zusätzlich mit einem Coming-of-Age-Aspekt auf. Allerdings wirkt die Protagonistin im Film fast zu erwachsen, als dass man ihr das bockige Zickengehabe noch abkaufen könnte. Bei einer pubertierenden Jugendlichen würde man eher eine junge Dame um die 14 Jahre erwarten. Das dürfte auch die Zielgruppe des Films sein.
Die unvermeidliche Portion Tragik bleibt auch bei «Mit dir an meiner Seite» nicht aus. Spätestens hier böte sich dem Film die Gelegenheit, etwas tiefer in die Seelenleben seiner Figuren einzutauchen. Aber stattdessen werden den schematischen Figuren alibihaft ein paar Ecken und Kanten angedichtet, die verhindern sollen, dass die Geschichte allzu simpel konstruiert wirkt. [Dimitrios Athanassiou]
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