«The Last Airbender» spielt in einer Welt, die von vier Völkern bewohnt wird, die den Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer zugeordneten sind. Für das Gleichgewicht sorgt der Avatar, der alle Elemente beherrschen kann. Doch vor 100 Jahren verschwand der letzte Avatar, in dieser Zeit unterwarf die Feuernation die anderen Völker. Eines Tages taucht der verschollene Avatar Aang (Noah Ringer) im südlichen Eismeer auf. Die Geschwister Katara (Nicola Peltz) und Sokka (Jackson Rathbone) helfen ihm in seinem Kampf, die Herrschaft der Feuernation zu unterbinden. Verfolgt werden sie auch vom verbannten Feuerprinzen Zuko (Dev Patel).
Bisher hat M. Night Shyamalan ausschliesslich eigene Geschichten verfilmt. «The Last Airbender» ist seine erste Adaption und mit der ist er gleich tüchtig auf die Nase gefallen. Für einmal hat er nicht nur die Mehrheit der Kritiker gegen sich, auch die Anhänger der Fernsehserie zeigen sich sehr enttäuscht von seiner Behandlung des Materials. Die Vorwürfe sind teilweise durchaus berechtigt.
In seinen Thrillern funktionieren die minimalen, bisweilen geradezu banalen Dialoge von Shyamalan meist tadellos. In diesem Fantasy-Abenteuer behindern sie jedoch den Erzählfluss, der zusätzlich durch die Erklärungen der Mythologie gehemmt wird, die für das nicht eingeweihte Publikum notwendig sind. Ansonsten stehen die Figuren häufig vor der Kamera und erklären entweder, was gerade geschieht und zu sehen ist, oder kündigen sogar an, dass sie etwas zu sagen haben.
Der negative Eindruck der dürftigen Dialoge wird durch die scheinbar überforderten Schauspieler noch verstärkt. Besonders die noch ziemlich unerfahrenen Noah Ringer und Nicola Peltz sehen teilweise ziemlich verloren aus. Aber auch Jackson Rathbone und Dev Patel lassen die notwendige Ausstrahlung vermissen. Trotz dieser erheblichen Schwächen lassen sich zumindest die ansonsten schwungvolle Inszenierung und die tadellosen visuellen Effekte loben. Ein wahrer Genuss sind die wunderschönen Landschaften.
Obschon die Reaktionen auf «The Last Airbender» vorwiegend negativ ausgefallen sind, spielte der Film in den USA in den ersten vier Wochen doch ansehnliche 124,9 Millionen Dollar ein. Je nach Abschneiden im Rest der Welt wird Aang also trotzdem wieder ins Kino zurückkehren.